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Kultur im Norden „Kunst gegen Bares“: Jedem seine Bühne
Nachrichten Kultur Kultur im Norden „Kunst gegen Bares“: Jedem seine Bühne
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19:12 11.07.2019
Die Moderatoren: Laurenz Gottstein (l.) und Carsten Dworak. Quelle: hfr
Lübeck

2011 haben sie in Lübeck mit „Kunst gegen Bares“ (KGB) begonnen, acht Jahre her. Sie haben sich keine Gedanken gemacht, wie lange das wohl laufen würde, sagt Carsten Dworak. Aber jetzt haben sie Grund zum Feiern: Am Freitag (19. Juni) steigt der 100. Abend.

„Kunst gegen Bares“ stammt ursprünglich aus Köln und ist der Gedanke, jedem eine Bühne zu geben, der etwas zu können glaubt und sich damit vor Publikum traut. Das kann alles mögliche sein: vom Poetry Slam bis zur Jonglage, vom Zaubern über den Auftritt mit der kleinsten Flöte der Welt bis zur Pantomime. Am häufigsten sei aber Comedy und Gesang, sagt Dworak, der die Veranstaltung moderiert.

Manchmal ist der Mut auch größer als das Können, aber das muss nicht tragisch sein. Jeder Künstler erhält ein Sparschwein, und was nach dem Auftritt darin landet, darf er behalten. Im Schnitt sind das 30 oder 35 Euro, in der Spitze auch mal 70. Der Tiefpunkt waren bisher drei Cent. Aber da, sagt Dworak, hätten sie erstmals auch über Abbruch nachgedacht.

Die Auftritte dauern zehn Minuten, maximal acht gibt es pro Abend. Sie haben in wechselnden Abständen lange im Live-CV stattgefunden, auch auf dem Theaterschiff und zuletzt im Café Babel. Das Jubiläum wird jetzt in der Kunsttankstelle gefeiert. Unter anderem mit dem Mentalisten Florian Fränz und Otto Puttel, einem überaus erstaunlichen Mann aus Hamburg. Auch Herr Knütter aus Lübeck wird dabei sein, der bisher noch zu jedem der 99 Abende gekommen ist. Sogar einmal, als es ausfallen musste. Nico Semsrott, der bei der Premiere vor acht Jahren zu sehen war und inzwischen als Depri-Comedian Karriere gemacht hat (und im EU-Parlament sitzt!), hat leider keine Zeit.

Carsten Dworak ist in Gelsenkirchen geboren, lebt aber in Lübeck. Er ist Schauspieler und Kabarettist, hat die Anfänge in Köln auf und vor der Bühne miterlebt und moderiert „KGB“ mit wechselnden Partnern, derzeit mit Laurenz Gottstein. Und das Motto stammt von Kermit aus der „Sesamstraße“: „Nimm, was du hast, und flieg damit.“

Info: Freitag, 19. Juli, Kunsttankstelle (Wallstraße 3), 20 Uhr. Eintritt: 7 Euro

Peter Intelmann

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