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Kultur im Norden „La Sylphide“ in Lübeck: Den Tanz auf die Spitze getrieben
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17:33 18.09.2019
„La Sylphide“ in einer Aufführung des Kieler Balletts feiert am Sonnabend am Theater Lübeck Premiere. Quelle: Foto: Olaf Struck
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Kiel/Lübeck

Mit dieser Choreographie hat es begonnen: Das Ballett mit Tüll, Tutu und Spitzentanz als eigene Erzählform am Theater war erfunden, als Filippo Taglioni mit seiner Tochter Marie als Ballerina 1832 das Tanzstück „La Sylphide“ an der Pariser Oper auf die Bühne brachte. Vier Jahre später wurde das Ballett nach der Musik von Herman Severin Løvenskiold in einer Neufassung von August Bournonville an der Königlichen Oper in Kopenhagen aufgeführt. Dort wird „La Sylphide“ bis heute vom Königlich Dänischen Ballett nach der Choreographie von Bournonville getanzt.

Spitzentanz im Schottenrock

Nach dieser Fassung studierte Peter Bo Bendixen, Leiter des Tivoli Balletts in Kopenhagen, das Stück 2017 mit dem Kieler Ballett ein, das „La Sylphide“ nun als Gastspiel erstmals auch in Lübeck zur Aufführung bringt.

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Hier gibt es einen Einblick in die Proben

Die Handlung basiert auf einer Novelle des Franzosen Charles Nodier: Am Vorabend der Hochzeit mit seiner Cousine Effie zeigt sich dem Schäfer James „La Sylphide“, ein Luftgeist aus den schottischen Wäldern. Das ätherische Wesen lässt ihn nicht mehr los. Er folgt ihr in den Wald, um sie mithilfe eines verzauberten Schals zu bannen. Es ist ein märchenhafter Stoff, doch das Märchen endet tragisch.

„Ein Fest aus Farben, Tüll und Tutus“

Die unterschiedlichen Sphären von Realität und mystischem Raum – das steinerne Cottage des Schäfers und der wildromantische Wald der Feengeister – bilden die Kulisse des Stückes. In ihnen zeigt sich, wie auch in den stofflich-farblichen Gegensätzen von Schottenrock und reinweißem Tüll die Unvereinbarkeit der Welten. Choreograph Bendixen, ehemaliger Schüler der königlichen Ballettschule in Kopenhagen, sagt, „La Sylphide“ habe als Beginn der romantischen Balletttradition einen besonderen Platz in seinem Herzen. Die „Kieler Nachrichten lobten die Inszenierung in ihrer Premierenkritik Anfang November 2017 als „bittersüße Liebesgeschichte, verpackt in ein Fest aus Farben, Tüll und Tutus“. „Freunde des klassischen Balletts“ seien bei der Premiere im Kieler Opernhaus „voll auf ihre Kosten gekommen“.

Für die Premieream 21. 9. um 19.30 Uhr im Großen Haus gibt es noch Karten, T. 0451/399600 Alle weiteren Vorstellungenunter theaterluebeck.de
Karten für alle Aufführungen im LN-Ticketshop

Von LN

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