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Kultur im Norden Laith Al-Deen begeistert in Lübeck
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19:13 06.12.2019
„C’est la vie“ – so ist das Leben, wird das neue Album von Laith Al-Deen heißen. Eine Kostprobe gab’s in Lübeck zu hören.  Quelle: hfr
Lübeck

Er zählt zu den größten Popstimmen Deutschlands und berührt seine Fans mit seiner markanten Soulstimme. Die Rede ist von Laith Al-Deen. Seit fast 20 Jahren bereichert der gebürtige Karlsruher die Musikszene und sang schon deutsche Texte mit Inhalt, als dies in der Popwelt noch fast verpönt war. Gerade machte er auf seiner „C’est la vie“-Akustik Tour Station in der ausverkauften Kulturwerft Gollan und entzückte die rund 600 Zuschauer bis zur letzten Minute.

Eine Reihe Barhocker, vor denen Mikrofonständer stehen, ein Schlagzeug und ein Keyboard. Fertig war das Bühnenbild im großen Konzertsaal in der Kulturwerft. Im Zuschauerraum standen säuberlich aufgereiht 600 Stühle. Doch die sind schnell nur Requisite. Denn als kurz nach 20 Uhr Laith Al-Deen (47) mit den Gitarristen Ole Rausch und Andie Mette die Bühne erklomm und Platz nahm, war der Jubel groß. „Das ist aber ein schöner Empfang“, freute sich Laith Al-Deen. „Ja, Mann“, kam es aus dem Publikum zurück. Ein Spruch, der zu einem Laith Al-Deen-Konzert dazugehört und noch öfter zu hören war.

Im Gepäck nicht nur alte Songs

Vom ersten Ton an sprang der Funke über. „Wer aufstehen möchte, darf dies gerne tun. Da hat der Hintermann, der sitzen bleibt, halt Pech“, sagte Al-Deen, leger gekleidet in dunkler Jeans und offenem Hemd über schwarzen T-Shirt. Dies ließen sich die Zuschauer, die teilweise aus Kiel und Rostock anreisten, nicht zweimal sagen. Ab dem zweiten Lied tanzten sie ausgelassen zwischen den Stuhlreihen. Im Gepäck hatte Laith Al-Deen nicht nur alte Songs. Gespielt wurden hauptsächlich Lieder des neuen Albums, das Anfang des nächsten Jahres herauskommen wird. „Dies ist erst die vierte Show, in der wir die neuen Lieder ausprobieren, und es ist jedes Mal ein bisschen wie Weihnachten“, sagte Laith Al-Deen.

Launige Ansagen Laith Al-Deens

Und das Experiment gelang. In seinen neuen Songs geht es um das Miteinander. Um Dinge, die einen in der Vergangenheit festhalten, um Sachen, die einem ein Ziel geben, erklärt Al-Deen. Lieder wie „Zwischen den Zeilen“, „Ein Wort“, „So nah dran“ oder auch das folkige „C’est la vie“. Dabei wechselten sich ruhige Stücke mit schnellen Nummern ab, amüsant eingeleitet von den launigen Ansagen Laith Al-Deens. Der hatte immer einen schnellen Spruch auf den Lippen und freute sich sichtlich über den Jubel. Da wurde so mancher Refrain einfach noch mal angestimmt.

Eine ausgezeichnete Band als Begleitung

Überraschend an dem Abend war die ausgezeichnete Band, die Al-Deen begleitete. Dazu gehörten neben den Gitarristen Rausch und Mette auch Bassist Frieder Gottwald, Schlagzeuger David Mette und der wunderbare Tobias Reiss am Keyboard. Sie alle überraschten mit einem bemerkenswerten mehrstimmigen Gesang, der den Liedern einen runden Klang gab. Zwei Stunden lang hüllten Laith Al-Deen und seine Band die Lübecker mit ihrer Musik in eine warme Decke der Behaglichkeit und wurden verabschiedet mit langem Applaus. Dann musste man wieder raus in die Kälte. Doch die war plötzlich ein bisschen besser zu ertragen. Ja, Mann!

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