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Kultur im Norden Wie gackert ein Horn?
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15:39 30.03.2019
Hühnerstall, Bettler, spielende Kinder, Katakomben: German Hornsound ließ Bilder in den Köpfen der Zuhörer entstehen Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Können Hörner gackern wie ein Huhn? Ja, wenn die Musiker Dämpfer oder ihre Hand vorne ins Horn stecken oder mit einer „Flatterzunge“. Die Musiker von German Hornsound haben es vorgemacht und die Lübecker MuK akustisch in einen Hühnerstall verwandelt.

Es war ein kurzweiliges Familienkonzert am frühen Freitagabend, zu dem die MuK im Rahmen ihrer Reihe „Neue Horizonte“ geladen hatte. Die intime Form passte zum Konzept: Musiker und Zuhörer waren nah beieinander im Bühnenraum versammelt, so dass viel Interaktion möglich war. Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ standen auf dem Programm, und durch diese Ausstellung führte Moderator Juri Tetzlaff geist- und gestenreich. Bekannt ist er aus dem Kinderkanal, seit mehreren Jahren widmet sich der 47-Jährige der Vermittlung klassischer Musik. Ob Gnom, Kükenballett, Hexenhaus, Katakomben, das große Tor von Kiew – anhand einer Geschichte erklärte er zunächst die Bilder, die die Hornisten mit sehr viel Spielfreude und humoristischen Einlagen in Musik umsetzten.

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Mit den Ohren Bilder ansehen, hat’s geklappt? „Ja“,, sagt der achtjährige Konstantin. „Richtig, richtig super“ fand Tammo das Konzert. Der Achtjährige spielt selbst Horn und konnte die Bilder in der Musik erkennen. Auch Sogol (12) und Jida (11) waren begeistert. Sie spielen Geige und fanden die humorvolle, leichte Art der Musikvermittlung gut. Begeisterte Zuhörer – beste Werbung für weitere Konzerte dieser Art in der MuK.

Petra Haase

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