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Kultur im Norden Lübecks Museen laden zur langen Nacht
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18:10 16.08.2018
Lübeck

So kann man sich an dem Abend kostenlos eine App herunterladen und im Museum für Natur und Umwelt einen virtuellen Besuch in der Kiesgrube von Groß Pampau machen, wo immer noch wieder neue Skelette von Urzeitwalen gefunden werden. Im Grass-Haus sollen sich die Besucher aktiv am „Historytelling“ beteiligen können. „Grass erinnert Sie!“ heißt die Aktion. Die Beispiele sollen zeigen, was im Museum mit der Digitalisierung alles möglich ist, sagt Michael Herczeg, Professor am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität Lübeck. Außerdem bietet das GrassHaus neben Führungen eine Lesung der Autorinnen Adi Kreissar und Maria Natt – auf Hebräisch und Plattdeutsch. Im benachbarten Brandt-Haus ist unter anderem die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland“ zu sehen. Im gemeinsam genutzten Garten der beiden „Nobelherbergen“ (Grass-Haus-Leiter Jörg-Philipp Thomsa) spielt die israelische Musikerin Sivan Talmor.

Im Buddenbrookhaus geht es mit Musik, Tanz und Essen brasilianisch zu – und spannend im Gewölbekeller. Die Overbeck-Gesellschaft bietet schon ab 12 Uhr Workshops für Kinder in der Petrikirche an. In der Katharinenkirche, im vorigen Jahr als Arena für Computerspiele leicht in den Grundfesten erschüttert, gibt es in diesem Jahr Chorsingen. Und zwar für alle. Das St. Annen-Museum zeigt einen Ausschnitt aus „CirQles 1“ (siehe oben), das Hansemuseum öffnet einen Teil seiner Dauerausstellung und bietet draußen Platz für Fechten, Breakdance und eine Party auf der Dachterrasse.

Neben den Museen sind auch 18 Galerien vertreten, dazu viele andere Einrichtungen wie die Werkkunstschule, das Haus der Kulturen oder das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung, das unter anderem den Technikphilosophen Alfred Nordmann zu Gast hat. Die Bücherpiraten sind ebenso dabei wie die Künstler der Gedok, deren Arbeiten in der Königpassage gezeigt werden (nicht wie laut Programm im Schuppen 6). Im vorigen Jahr seien 47000 Besucher gezählt worden, sagte Hans Wißkirchen, Chef der Lübecker Museen. Viel mehr gehe „wirklich nicht“, und man wolle auch gar keine neuen Rekorde aufstellen.

Karten kosten 12/6 Euro und sind u. a. am Abend der Museumsnacht ab 18 Uhr an allen Museumskassen (bis auf die Katharinenkirche) erhältlich. Online: www.luebeck-ticket.de. Ab Montag gibt es Karten schon im Grass-Haus. int

Info: www.die luebecker-museen.de

LN