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Kultur im Norden Autoren aus Norwegen lesen in Lübeck
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18:24 10.07.2019
Der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder liest am 25. Juli in St. Petri in Lübeck. Quelle: dpa-Zentralbild
Lübeck

Norwegen mit seinen Landschaften der Tiefen und Höhen und seiner besonderen Lesekultur präge den kommenden Literatursommer, so Antje Peters-Hirt. Die oft schweren Stoffe norwegischer Autoren, die aber mit Leichtigkeit geschrieben seien – dafür stünden auch die anstehenden Lesungen in Lübeck. Den Auftakt bildet am 25. Juli in der Petrikirche Bestsellerautor Jostein Gaarder, der spätestens seit seinem Welterfolg „Sofies Welt“ 1991 bekannt wurde für seine besondere Herangehensweise an die Auseinandersetzung mit ergreifenden Themen. Zur Eröffnung des Literatursommers bringt er seinen neuen Roman „Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht“ mit: Ein Todkranker resümiert schreibend in der Abgeschiedenheit der Natur sein Leben und die Liebe.

Tomas Espedal erinnert sich an seine Heimat

Auch Tomas Espedal kehrt in seinem Buch „Bergeners“ zurück an Lebensorte und macht sich von New York aus auf eine Erinnerungsreise in seine Heimat Bergen. Maike Bialas von der Buchhandlung Hugendubel, wo Espedal am 1. August zu erleben ist: „Dieses Buch kann man gut weg lesen.“ Sie legt interessierten Bücherfreunden zudem norwegische Dramatiker wie Jon Fosse und dessen Trilogie „Schlaflos/Olavs Träume/Abendmattigkeit“ nahe.

Abschied von der Kindheit

Ein dann ganz druckfrischer Band ist Thema eines Abends am 9. August mit Hanne Ørstavik. Birgit Kubasch von der Hanse-Residenz wird aus Ørstaviks Roman „Die Zeit, die es dauert“ lesen: Die dreißigjährige Signe stellt sich nach dem Umzug mit Mann und Kind aufs Land in depressiver Stimmung ihren Kindheitserinnerungen. Schließlich wird sie mutig den ersten Schritt zum Abnabeln vollziehen. „Das Buch ist enorm spannend, aber auch bedrückend“, lautet Kubaschs Fazit.

Lieder, die unter die Zensur fallen

Ob Songwriter Pål Moddi Knutsen zur Lesung aus seinem Buch „Unsongs – Geschichten verbotener Lieder aus aller Welt“ am 27. August auch zur Gitarre greifen wird, stehe noch nicht fest, so Gudrun Neuper von der Heinrich-Böll-Stiftung, mit der das Literaturhaus Schleswig-Holstein den norwegischen Künstler am 27. August auf der Wallhalbinsel präsentiert. Nach Protesten auf seine Ankündigung eines Konzertes in Israel, aber ebenso heftigen Reaktionen auf seine spätere Absage, habe sich Moddi „auf die Suche gemacht nach Liedern, die weltweit unter die Zensur fallen“ und „Geschichten von Begegnungen mit Zeitzeugen und Musikern“ gesammelt.

Lesungen

Donnerstag, 25. Juli, 19 Uhr, St. Petri: Jostein Gaarder, „Genau richtig. Die kurze Geschichte einer langen Nacht“, gelesen von Christian Kämpfer. Einlass ab 18 Uhr, Karten unter www.luebeck-ticket.de oder St. Petri Turmshop.; Donnerstag, 1. August, 20 Uhr, Buchhandlung Hugendubel, Königstraße 67a: Tomas Espedal, „Bergeners“, gelesen von Werner Klockow; 9. August, 18 Uhr, Hanse-Residenz, Eschenburgstraße 39: Hanne Ørstavik, „Die Zeit, die es dauert“, gelesen von Birgit Kubasch; 27. August, 19 Uhr, Hafenschuppen C (Kunst am Kai), Willy-Brandt-Allee: Pål Moddi Knutsen mit „Unsongs – Geschichten verbotener Lieder aus aller Welt“, gelesen von Nils Aulike.

Eintritt: Gaarder 12 Euro/10 Euro; Espedal: 10 Euro; Ørstavik: 6 Euro; Moddi: Vorverkauf 4,50 Euro/3 Euro, Abendkasse 5/3,50 Euro

Margitta True

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