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Kultur im Norden Abende mit Patti Smith
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16:16 31.05.2019
„Große Humanistin“: Patti Smith, hier bei einem Auftritt auf dem Glastonbury Festival in Großbritannien. Quelle: Hannah Mckay/EPA/dpa
Lübeck

Am 31. Mai ist ein neues Album von Patti Smith erschienen, „The Peyote Dance“, zusammen mit den Klangforschern von Soundwalk Collective. Zwei weitere sollen noch in diesem Jahr folgen, im September zudem mit „Year of the Monkey“ ein neues Buch. Dabei gibt es ihr jüngstes („Hingabe“) gerade erst seit Anfang Mai auf Deutsch. Die Frau ist ein Phänomen, weswegen Lübecks Schauspieldirektor Pit Holzwarth ihr einen Theaterabend gewidmet hat. Am 2. und am 19. Juni ist er noch einmal zu sehen.

Er hat sie immer sehr geschätzt sagt er. Ihre Songs liefen in den 70er, 80er Jahren auf Partys, sie war eine „Heroin“. Dann war sie verschwunden, kam aber wieder, und das auch überraschend. Die Musikerin und Lyrikerin veröffentlichte plötzlich – sehr erfolgreiche – autobiografische Bücher wie „Just Kids“ und „M Train“, außerdem mit „Hingabe“ ihre erste literarische Erzählung, die zugleich ein Buch übers Schreiben ist. Daraus wurde für Holzwarth eine intensivere Beschäftigung mit ihr und der Liederabend „Wahrheit ist in allen Dingen“, der vor einem Jahr Premiere feierte.

Er hat ähnliche Abende über Jim Morrison und Edith Piaf gemacht, über Rio Reiser und Leonard Cohen. Der über Patti Smith aber sei der am meisten dem Leben zugewandte, sagt er. Sie hatte den frühen Tod ihres Mannes zu verarbeiten, ihres Bruders und ihres Vertrauten Robert Mapplethorpe, aber sie habe nicht aufgegeben. Sie sei eine „große Humanistin“ und wolle hinter die Dinge schauen, weil man sie sonst nicht verstehe. Und sie stelle dann fest, dass die Dinge sehr einfach schienen. Sie wisse um Tradition und dass sie in einer Geschichte stehe, nicht nur, weil sie den Spuren zu Ahnen wie Rimbaud, Camus und Baudelaire folge und deren Gräber und Häuser aufsuche. Und sie habe keine Angst vor Pathos, „Gott sei Dank“.

Info: „Wahrheit ist in allen Dingen“, 2. Juni (18.30 Uhr) und 19. Juni (20 Uhr), Kammerspiele

Peter Intelmann

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