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Kultur im Norden Preisregen für Jasmin Delfs aus Lübeck beim Maritim Musikpreis
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14:26 16.12.2019
Foto mit Preisträgern: Jochen H. Stop, Direktor Martim Seehotel, Seungwoo Simon Yang (2. Preis), Ahyoung Kim (1. Pr.), Jasmin Delfs (3. Pr.) und Rainer Wulff (Wettbewerbsleitung, Juryvorsitzender, v.l.).
Foto mit Preisträgern: Jochen H. Stop, Direktor Martim Seehotel, Seungwoo Simon Yang (2. Preis), Ahyoung Kim (1. Pr.), Jasmin Delfs (3. Pr.) und Rainer Wulff (Wettbewerbsleitung, Juryvorsitzender, v.l.). Quelle: Krause
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Timmendorf

Rekordbeteiligung (95 junge Sängerinnen und Sänger sowie deren Klavierbegleitung aus 26 Nationen) und Rekorddotierung (21 500 Euro)! Kein Wunder, dass beim Jubiläum, dem 20. Maritim Musikpreis (Oper, Operette, Oratorium, Lied), auch die Stimmung rekordverdächtig war. Am späten Sonnabendabend gab es sogar den erhofften Sturm an der Ostsee, einen Jubelsturm im Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand, verursacht von den Fans der Finalisten. Er galt vor allem der südkoreanischen Sopranistin Ahyoung Kim (28), die an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover studiert. Sie begeisterte im Finale mit Kompositionen von Puccini, Strauss und Massenet und zeigte ganz unterschiedliche Facetten ihres musikalischen Potenzials. Die Jury belohnte diese außergewöhnliche Leistung mit dem 1. Preis (5 000 Euro), gestiftet von der Maritim Hotelgesellschaft mbH.

Die ersten beide Preise gingen nach Südkorea

Auch der 2. Preis (3 500 Euro), zur Verfügung gestellt von der Hamburger Hans-Kauffmann-Stiftung, ging nach Südkorea. Seungwoo Simon Yang (22), Student an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, überzeugte mit dem frischen Glanz seines jungen, aber bereits erstaunlich reifen und klug geführten Tenors. Yang gewann zusätzlich einen Förderpreis der Meridian Spa & Fitness Deutschland GmbH in Höhe von 1 500 Euro.

Preisregen für Jasmin Delfs

Nicht nur über den 3. Preis (2 500 Euro), zur Verfügung gestellt von der Walter und Charlotte Hamel Stiftung Hannover, durfte sich die erst 21-jährige und damit jüngste Teilnehmerin freuen. Jasmin Delfs, Studentin an der Lübecker Musikhochschule, löste mit ihrem jugendlich-schlanken Sopran einen ganzen „Preisregen“ aus. Sie gewann auch den Publikumspreis (500 Euro) vom Hamburger Technologieunternehmen. Breuell & Hilgenfeldt, einen Förderpreis (500 Euro) von der Hans-Kauffmann-Stiftung in Hamburg sowie ein mit mindestens mit 2 500 Euro bezahltes Engagement im Alleetheater/Hamburger Kammeroper und Theater für Kinder.

Für eine Rolle in „Madama Butterfly“ im kommenden Sommer bei den Eutiner Festspielen wurde der südkoreanische Bariton Hyunkyum Kim (28), Masterstudent in Hannover, engagiert (Gage mindestens 3000 Euro).

Preise für Klavierbegleitung

Zusätzlich wurde die Klavierbegleitung prämiert. Mit dem ebenfalls von Breuell & Hilgenfeldt gestifteten 1. Preis(1 500 Euro) wurde der deutsche Pianist Viktor Soos (23, Musikhochschule Lübeck) für seine einfühlsame wie auch konzentrierte Begleitung ausgezeichnet. Den 2. Klavierpreis (1 000 Euro von der Carl Bechstein Stiftung Berlin) erhielt Helena Popović (25) aus Serbien, Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Zukunft ist ungewiss

Der Jubiläumswettbewerb stand unter der Schirmherrschaft der schleswig-holsteinischen Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Karin Prien. Staatssekretär Dr. Oliver Grundei würdigte zu Beginn des Abends das 19-jährige ehrenamtliche Engagement von Wettbewerbsleiter Rainer Wulff (76), der sich an diesem Abend aus Altersgründen verabschiedete, und dankte ihm namens der Landesregierung. Wie es weiter geht mit dem Musikpreis, ist noch ungewiss.

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Von LN