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Kultur im Norden Bachs großes Chorwerk in der MuK
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19:54 30.08.2019
Der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy hat Bachs Matthäus-Passion zweimal, 1829 und 1841, bearbeitet. Quelle: Foto: dpa
Lübeck

Im Jahre 1829 führte Felix Mendelssohn Bartholdy in der Berliner Singakademie Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion auf. Dieses Konzert war ein historisches Ereignis, weil Mendelssohn damit die Wiederentdeckung des Bach’schen Werkes einleitete. Der Komponist hatte stark in Bachs Komposition eingegriffen, unter anderem Arien und Choräle gestrichen und die Passion ungefähr um die Hälfte gekürzt.

Eine selten zu hörende Bearbeitung

Für eine erneute Aufführung der Matthäus-Passion 1841 in der Leipziger Thomaskirche fügte Mendelssohn einige der gestrichenen Teile wieder hinzu – diese Fassung ist am 31. August beim Konzert in der MuK zu erleben. Mendelssohns Kürzungen waren nie radikal, sondern stets im Sinne Bachs gestaltet. Der Romantiker setzte den Fokus auf die dramatischen Passagen der Passion, was den Ablauf strafft und besser verständlich macht. Zu hören ist diese Bearbeitung eher selten, schon deshalb wird diese Aufführung am 31. August in der MuK ein besonderes Ereignis.

Sorgfältiger Bach-Interpret

Dirigiert wird die Matthäus-Passion vom dem Japaner Masaaki Suzuki, einem in Europa ausgebildeten Musiker, der weltweit als einer besten und am sorgfältigsten arbeitenden Bach-Interpreten gilt. Suzuki hat unter anderem beim in Lübeck wohlbekannten Barockexperten Ton Koopman studiert. Suzuki leitet das NDR Elbphilharmonie Orchester, Solisten sind Carolyn Sampson (Sopran), Olivia Vermeulen (Alt), Mauro Peter (Tenor), Christian Immler (Bass) und Matthias Winckhler (Bass). Es singen der NDR Chor und der Schleswig-Holstein Festival Chor, der von Nicolas Fink einstudiert worden ist.

Für die Aufführung der Matthhäus-Passion in der MuK am 31. August um 20 Uhr gibt es noch einige wenige Karten an der Abendkasse.

Von Jürgen Feldhoff

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