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Kultur im Norden Manfred Honeck lässt Festivalorchester glänzen
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14:57 05.08.2019
Von ihm wird man noch hören: Kian Soltani spielte Schostakowitsch. Quelle: Foto: Marco Erhardt
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Lübeck

Am Sonntag Abend in der Lübecker MuK geriet das Symphoniekonzert mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester unter der Leitung von Manfred Honeck zu einem musikalischen Glanzpunkt. Honeck hat sich in der Zusammenarbeit mit jugendlichen Musikern große Verdienste erworben und auch hier zeigte sich seine große Erfahrung und Einfühlsamkeit mit seinen Schützlingen, die aus aller Welt zusammengekommen waren.

Von Kian Soltani werden wir hoffentlich noch viel hören

Deutliche Zeichengebung, klare Taktierung und hellwache, flexible dynamische Signale kennzeichnen Honecks Kommunikation mit den Orchestermusikern. Anfangs trat der österreichische Cellist iranischer Herkunft Kian Soltani in Schostakowitschs 1. Violoncellokonzert op. 107 auf, das er mit schöner und gerader Tongebung und der nötigen Verve absolvierte. Wir werden noch viel von und hoffentlich mit Soltani hören.

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Am Ende minutenlange Stille

Dann erklang Tschaikowskys schmerzensreiche 6. Symphonie h-moll op. 74 „Pathétique“, deren katastrophische Ecksätze so emotional dicht und intensiv gerieten, dass die Zuhörer am Ende minutenlang in Stille verharrten, bevor sich die Begeisterung laut Bahn brach. Zuvor war nach der virtuosen Orchesterleistung im 3. Satz bereits wider jede Konzertgepflogenheit applaudiert worden.

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Dieter Kroll