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Kultur im Norden SHMF in Burg: Hommage an das Leben
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21:10 08.08.2018
Die Geschwister Matthias (Violine) und Maria Well (Cello) spielten mit Vladislav Cojocaru (l.).
Die Geschwister Matthias (Violine) und Maria Well (Cello) spielten mit Vladislav Cojocaru (l.). Quelle: Foto: Kirchner
Burg a. F

Denn wer befürchtet hatte, bei diesem Konzert des Schleswig-Holstein-Musik Festivals in Melancholie zu verfallen, konnte sich bereits nach den ersten Takten und einleitenden Worten zurücklehnen, entspannen und einen abwechslungsreichen, temperamentvollen und stellenweise sogar fröhlichen Musikabend in der Burger Nikolai-Kirche genießen. Serviert wurde „Eine Hommage an das Leben“, zu dem der Tod nun einmal untrennbar gehört.

Deutlich trat an diesem Abend akustisch zu Tage, wie unterschiedlich die Kulturen dieser Welt mit der Trauer umgehen, was sich nicht zuletzt auch in den auf Trauerfeiern und Beerdigungen gespielten Musikstücken zeigt. Der Violinist und Leiter des Trios Matthias Well, wie seine Schwester Maria (Cello) Spross einer bekannten bayerischen Musikerfamilie, hat für die Konzeption dieses Programms im vorigen Jahr den Fanny-Mendelssohn-Förderpreis erhalten, was ihm die Realisierung seiner Debüt-CD mit dem Titel „Funeralissimo“ ermöglichte. Darauf sind viele der in Burg gespielten Titel enthalten. Wesentlichen Anteil am Gelingen dieses Abends hatte Maria Well mit ihren launigen Moderationen in bayerischer Mundart, die stellenweise ein bisschen an den Komiker Karl Valentin erinnerten.

Erst nach drei Zugaben entließ das begeisterte Publikum die drei Musiker.

mk