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18:10 09.01.2017
Geschiedenes Duo mit Background-Sängerin: Albano Carrisi (73) und Romina Power (65) beim Konzert in Hamburg. Quelle: Foto: Jazz Archiv Hamburg
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Hamburg

Sie galten als das Traumpaar des Italopop. 1967 hatten sich Albano Carrisi und Romina Power bei Dreharbeiten kennengelernt. Sie war 15 , er 23 Jahre alt. Bereits drei Jahre später heirateten die Tochter des US-Schauspielers Tyrone Power und der Sohn einer armen süditalienischen Bauernfamilie. Der beim San Remo-Festival gekrönten Schlager „Felicità“ machte sie in ganz Europa populär.

Bei ihrem ersten Hamburger Konzert seit 20 Jahren bekommen die Fans selbstverständlich auch diese ewig funkelnde Perle des Spaghettischlagers zu hören. In extralangen Versionen, garniert mit einer Prise Country und Rock, begleitet von einem Händeschüttelmarathon des Duos. Bis zum Finale hat das Publikum in der Alsterdorfer Sporthalle auch einige Längen zu überstehen.

Zu Beginn steht Al Bano im weißen Sommeranzug auf der Bühne – ohne die ihn um einiges überragende Sangespartnerin. Begleitet von drei Sängerinnen, einer Streicherin und einer solide aufspielenden Band schmettert der kleine Mann mit eindrucksvollem Operntimbre „Ne solo“ und „Angeli“. Erst dann schwebt Romina Power ein, immer noch elfenhaft, mit wallendem Haar und Kleid. „Ci sara“ stimmen die beiden an, einen Hit aus dem Jahr 1984, den Al Bano zur Freude des 50-plus-Publikums mit der Zeile „Isch liiiiebe diisch“ garniert.

Das einstige Traumpaar nach Jahren der Trennung wieder gemeinsam zu erleben, ist für Fans eine Offenbarung. „Die Ehe mit ihm war die Hölle“, soll eine aufgebrachte Romina Power der Boulevardpresse nach der Scheidung 1999 gesteckt haben. Als die damals 23 Jahre alte Tochter Ylenia 1994 spurlos in den USA verschwand, zerbrach die Beziehung.

Wie in früheren Konzerten strapaziert das Duo die Nerven des Publikums durch ausgiebige Präsentationen des musikalischen Könnens von Familienmitgliedern. Dieses Mal darf Sohn Yari Leonards Cohens „Hallelujah“ und Neil Youngs „Harvest Moon“ zum Besten geben.

Es folgt eine geballte Ladung mit Italoversen versehener Klassik von Tschaikowski und Verdi bis zu Bachs/Gounods „Ave Maria“. Nach einem stimmungsvollen „Volare“ ist es dann erst mal wieder vorbei mit der Italo-Nostalgie.Alexander Bösch

LN

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