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Kultur im Norden Stefanie Heinzmann dachte über Karriereende nach
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16:55 19.03.2019
Plötzlich fast weißhaarig: Stefanie Heinzmann hat sich nach Zweifeln an ihrem Job im Musikgeschäft neu erfunden. Quelle: Foto: Imago
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München

Ein Aha-Moment legte den Grundstein für das neue Album von Stefanie Heinzmann. „Plötzlich ist mir eingefallen: Ich war die Meisterin des Hasses. Wie blöd ich mich fand; nicht hübsch genug und nicht weiblich genug. Und dann hab ich mir einfach überlegt, wie das für meine Mama sein muss“, sagt die 30-Jährige. „Die hat mich ja einfach lieb und findet mich toll. Und es tut ihr weh, wenn ich schlecht über mich spreche. Weil für sie sind ja mein Bruder und ich das Beste, was sie in ihrem Leben gemacht hat.“

Aus dieser Idee entstand der Song „Mother’s Heart“ mit der eingängigen Zeile „You’re perfect, you’re worth it. Don’t go breaking your mother’s heart“ (Du bist perfekt, du bist es wert. Brich deiner Mutter nicht das Herz). Ein bisschen Kate Nash, ein bisschen Kelly Clarkson. Es ist das Herzstück von Heinzmanns neuem Album, das – angelehnt an den großen Beatles-Titel – „All We Need Is Love“ heißt und an diesem Freitag auf den Markt kommt.

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Liebe als Allheilmittel ist der Grundtenor des neuen Werkes der Schweizerin, die als Teenager im Jahr 2008 Stefan Raabs Castingshow gewann mit dem Song „My Man Is a Mean Man“. „Natürlich habe ich Glück gehabt mit dem Raab. Den nehmen einfach alle ernst“, sagt sie. „In der Musikbranche genießt er echt viel Respekt und das hat er sich sehr verdient, weil dem Typen geht’s echt um die Musik. Das ist ein richtiger Musikliebhaber. Und das hat man in seinen Shows immer gemerkt.“

Und doch habe es schwierige Momente gegeben in ihrer Karriere, die schon lang ist, obwohl Heinzmann gerade erst 30 Jahre alt geworden ist. „Es war mit 18 schon eine krasse Konfrontation. Dann liest du zum ersten Mal die Kommentare im Internet und denkst: Okay, wir sind uns alle einig: Ich bin nicht hübsch, ich bin nicht cool. Das war echt hart.“

Irgendwann sei sie ausgelaugt gewesen vom Musikgeschäft und habe sich ernsthaft die Frage gestellt, ob sie das ewig weitermachen wolle oder nicht doch lieber als Schreinerin oder Hebamme arbeiten sollte. Erst als sie nach einer längeren Pause wieder mit ihrer Band zusammen Musik machte, habe sie gewusst, dass sie diese Arbeit „doll liebe“. Ihrem neuen Album merkt man das an. „This is where my happy ending’s began“, singt sie in „You Get Me“ vom Happy End.

LN

19.03.2019
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