Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Norden Streit der Intellektuellen
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Streit der Intellektuellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:10 05.04.2018

Losgetreten hat die aktuelle Kontroverse ein rechts-konservativer Gesprächskreis um die DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld.

Im März hatten Mitglieder dieser Gruppe das Gefühl, es sei nun an der Zeit, sich öffentlich zu solidarisieren, am Ende entstand die „Erklärung 2018“, in der in zwei Sätzen von „illegaler Masseneinwanderung“ die Rede ist und vom Verlust der „rechtsstaatlichen Ordnung“ an den deutschen Grenzen. Unterzeichnen sollten die Erklärung zunächst nur Akademiker, weil sie zeigen sollte, dass diejenigen, die solche Meinungen vertreten, nicht alle „abgehängte Dumpfbacken sind“, wie Erstunterzeichner Michael Klonovsky sagt, es folgten Tausende, unter ihnen unter anderem Thilo Sarrazin, die frühere Nachrichten-Sprecherin Eva Herman und der ehemalige „Spiegel“-Journalist Matthias Matussek.

Auch der preisgekrönte Autor Uwe Tellkamp unterzeichnete die Erklärung. Als dieser dann aber in einer Debatte mit dem Dichter Durs Grünbein in Dresden sagte, dass die meisten Asylbewerber nicht vor Krieg und Verfolgung flüchten würden, sondern herkämen, „um in die Sozialsysteme einzuwandern“, wuchs nicht nur die Kritik an Tellkamp, sondern auch die Aufmerksamkeit für das Manifest. Das blieb nicht ohne Wirkung.

Eine andere Gruppe Intellektueller holt nun zum argumentativen Gegenschlag aus; die Verfechter der „Willkommenskultur“ lassen unter der Überschrift „Unsere Antwort für Demokratie und Menschenrechte“ wissen: „Die Menschenrechte enden an keiner Grenze dieser Welt.“ Zum Kreis der Unterzeichner zählen etwa die Schriftstellerin Zoë Beck, der Publizist Klaus Farin und die Journalistin Nina George. Auch ihre Unterstützerliste wächst jetzt kontinuierlich. Vor allem Geisteswissenschaftler und Künstler solidarisieren sich auf dieser Plattform mit Flüchtlingen.

Für den Dresdner Politologen Werner Patzelt steht derweil fest: „Protest artikuliert sich heute im rechten Modus“. Das sei eine Reaktion auf den „Siegeszug“ der 68er Bewegung. Diese habe zu einer „links-grünen Dominanz des öffentlichen Diskurses geführt“. Diese intellektuelle Hegemonie beginne jetzt zu bröckeln.

LN

Mit dem Science-Fiction-Film „2001“ hat Stanley Kubrick 1968 einen Jahrhundertfilm geschaffen. 50 Jahre nach der Uraufführung in New York widmet das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt diesem Meilenstein der Filmgeschichte nun eine große Ausstellung.

05.04.2018

Lübeck. Für rund fünfzig Musiker und Musikerinnen wird das Cargo Schiff am Traveufer am Sonnabend beim 2. Echolot Festival der Musikhochschule Lübeck (MHL) zur Bühne. Elf junge Bands stellen sich in den unterschiedlichsten Stilrichtungen vor – von Rock und Pop über Reggae bis hin zu Jazz und Klezmer.

05.04.2018

„Totenkopf und gekreuzte Knochen! Wärst du doch nie in See gestochen! Wenn du dieses Zeichen kennst, sieh, dass du um dein Leben rennst!“ Wenn diese Zeilen auf der Bühne des St. Pauli Theaters erklingen, geht es auf große Zeitreise.

05.04.2018