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Kultur im Norden Swing, Swing, Swing
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18:10 29.03.2018
Aller Anfang ist schwer: Nikolai Juretzka (links) und Ákos Hoffmann als die jungen Brüder Goodman.
Aller Anfang ist schwer: Nikolai Juretzka (links) und Ákos Hoffmann als die jungen Brüder Goodman. Quelle: Foto: Christian Schaffrath
Lübeck

Benny Goodmans Musiker-Karriere begann in Chicago in einer Synagoge im Jahr 1918. Dort gab es ein Programm für jüdische Kinder, denen man Instrumentalunterricht anbot. Benny Goodman drückte man eine Klarinette in die Hand – was dann geschah, ist bestens bekannt. Aber wie bringt man Bigband-Geschichte mit drei Personen auf die Bühne? Ganz einfach, man lässt die Geschichte der Jazz-Legende einfach erzählen. Antje Birnbaum machte das ganz fabelhaft, verlottert gekleidet und in überzeugendem Jiddisch. Aus diesem Milieu stammte Goodman, der es später zum King of Swing (neben Fletcher Henderson) bringen sollte.

Ákos Hoffmann, Antje Birnbaum und Nikolai Juretzka haben das biografische Material unterhaltsam aufbereitet. In kurzen Szenen werden die wichtigsten Stationen in Benny Goodmans Leben und Karriere beleuchtet und mit den passenden Musiknummern versehen. Hoffmann und Juretzka spielten ausgezeichnete Arrangements der eigentlich für eine Bigband gesetzten Titel, das Theater Combinale wurde so schon fast zu einem Ballroom der 1930er Jahre. Musikalisch war dieser Abend aller Ehren wert, die Texte von Antje Birnbaum ebenso. Außerdem verfügen alle drei Mitwirkenden über ein ausgesprochen großes komödiantisches Talent. Und so wurden auch die dunklen Seiten von Goodmans Charakter, der sich in seinen Bands als wahrer Tyrann aufführte, eher mitfühlend als denunzierend gezeigt.

Swing, Swing und noch einmal Swing bestimmte diesen Abend, der vom Publikum bejubelt wurde. Erst nach drei Zugaben waren die Swing-Aficionados zufrieden. Fel

LN

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