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Kultur im Norden „Die Leiden des jungen Werther“ in elf Songs
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„Absolut zeitlos“: Johann David Talinski (l.) und Thomas Leboeg. Quelle: hfr
Lübeck

Goethe war Mitte Zwanzig, als er „Die Leiden des jungen Werther“ schrieb. Es war die tödlich endende Geschichte eines Mannes, der sich in eine bereits vergebene Frau verliebt. Und es war ein unglaublicher Erfolg. Am Theater Lübeck wird sie jetzt wieder erzählt, allerdings in ungewöhnlicher Form: Johann David Talinksi hat sie mit Thomas Leboeg in elf Songs gekleidet.

Der Schauspieler (Jahrgang 1985) aus Rendsburg ist seit 2017 am Theater Lübeck. Die Geschichte treibt ihn aber schon länger um. Mindestens seit er vor einigen Jahren den Werther am Theater in Essen selbst gespielt hat. Das müsste man eigentlich vertonen, hat er gedacht. In diesem Jahr wurden daraus konkretere Songstrukturen, die er mit dem Hamburger Theatermusiker und Ex-Kante-Keyboarder Thomas Leboeg weiter vorangetrieben und verfeinert hat.

„Sehr, sehr klug“

Die Texte stammen sämtlich aus dem Original. Er hat sie montiert und ist immer noch beeindruckt von der Kraft und der Bildhaftigkeit dieser fast 250 Jahre alten Sprache. Und von der Kraft der Gedanken, die sie transportiert. „Der Goethe war einfach sehr, sehr klug“, sagt er. Und „absolut zeitlos“ sei die Geschichte ja ohnehin.

Er nennt das Programm einen „performativen Konzertabend“. Eine knappe Stunde auf der Bühne, in der er und Thomas Leboeg mit E-Gitarre, Klavier und Gesang die elf Songs zu Gehör bringen, teils unterstützt von Synthesizern und Drummachine. Zwischen den Liedern wendet er sich ans Publikum und liefert eine Art Kommentar zu den Songs.

Im Jungen Studio

Die Premiere war bereits im September, auch bei der Theaternacht hat er den „Werther“ vorgestellt. Am Sonnabend (5. Oktober, 20 Uhr) im Jungen Studio kann man das Stück noch einmal sehen, ebenso am 26. Oktober und am 1. November. Und er kann sich gut vorstellen, auch andere Texte so zu bearbeiten.

Von Peter Intelmann

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