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Kultur im Norden Welterbestädte im Welt-Erbe-Haus
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21:18 28.10.2015
Wismar

Im Welt-Erbe-Haus in Wismar ist in diesen Tagen eine neue Ausstellung eröffnet worden. Auf etwa zwei Meter hohen Bannern präsentiert sich gut ein halbes Dutzend Städte von Norwegen bis Österreich in kurzen Steckbriefen. Ob Wien oder Bergen, Wismar oder Visby, eines haben sie gemeinsam: Alle sind Welterbestädte der Unesco. Zudem gehören sie zur Region Nordwesteuropa der vor 22 Jahren gegründeten Organisation of World Heritage Cities (OWHC). Dieser Verband der Welterbestädte hat 239 Mitglieder, die weltweit von sieben Regionalbüros betreut werden.

„Das Ziel der OWHC ist, die Welterbestädte zum gegenseitigen Nutzen eng miteinander zu vernetzen“, sagte Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) gestern bei der Eröffnung der Wanderausstellung. So würden beispielsweise gemeinsam Publikationen und Kongresse geplant sowie regelmäßige Treffen organisiert. Die im Welt-Erbe-Haus gezeigte Ausstellung ist eines der Ergebnisse der Zusammenarbeit. „Auch wenn die Informationen über die einzelnen Städte recht kurz sind, können die Besucher aber erfahren, warum sie Welterbestätten wurden“, erklärte Thomas Beyer. Wie zum Beispiel der Polder von Beemster in den Niederlanden. Der „Droogmakerij de Beemster“ stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und ist eine der ältesten existierenden Entwässerungen.

Norbert Huschner, als Welterbebeauftragter der Stadt sozusagen Hausherr im Welt-Erbe-Haus, erinnerte daran, wie wichtig der Erhalt alter Bausubstanz und wie sinnvoll der Titel Welterbestadt ist.

„Ist ein historisches Bauwerk erst einmal zerstört, ist es unwiederbringlich verloren“, sagte Huschner. Die St.-Georgen-Kirche habe vor dem Totalverlust gerettet werden können und sei nun fester Bestandteil des Wismarer Welterbes. „In diesem Jahr haben 52000 Besucher die Aussichtsplattform auf der Georgenkirche genutzt“, berichtete Huschner und fuhr fort: „Wir konnten sie nur bauen, weil wir als Welterbestadt zusätzlich Geld bekamen.“ Und Bürgermeister Thomas Beyer ergänzte: Der Titel bedeute auch, dass Wismar von außen anders, bewusster wahrgenommen werde.

Ausstellung: Die Wanderausstellung über Welterbestädte im Welt-Erbe-Haus in Wismar ist bis zum 28. Februar 2016 täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Sylvia Kartheuser

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