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Kultur im Norden Welttheater in Hamburg
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19:12 24.03.2017
Joachim Lux, Festivalleiter und Intendant des Thalia Theaters, gestern bei der Vorstellung des Programms. Quelle: Foto: Christian Charisius/dpa
Hamburg

Mit der musiktheatralen Neuproduktion „Children of Gods“ des Regisseurs Lemi Ponifasio aus Samoa wird am 25. Mai das Festival Theater der Welt in Hamburg eröffnet. Bis zum 11. Juni sind bei dem dreiwöchigen Treffen 45 Produktionen aus fünf Kontinenten zu Gast.

„Das Festival ist ein Gegenmodell zum gegenwärtigen Zeitgeist von Nationalisierung und Abschottung. Ein Protest der Künstler für eine offene Welt“, sagte Festival-Leiter Joachim Lux vom Thalia-Theater gestern bei der Vorstellung des Programms. „Mit 330 Veranstaltungen ist es das größte Festival, das es je in Hamburg gegeben hat“, sagte Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard.

Mit seiner 15. Ausgabe kehrt das Festival des Internationalen Theaterinstituts an den Ort seiner Entstehung zurück und findet nach 1979 und 1989 zum dritten Mal in Hamburg statt. Zu Gast sind Festivalgrößen wie Tianzhou Chen (China), Bruno Beltrao (Brasilien), Ivo van Hove (Frankreich), Wael Shawky (Ägypten), Back to Back Theatre (Australien) oder La Fura dels Baus (Spanien). Statt von einem Alleinkurator von außen wird das künstlerische Programm von einem Hamburger Team entwickelt, dem neben Deuflhard und Lux noch András Siebold (Kampnagel) und Sandra Küpper (Thalia-Theater) angehören.

Thematischer Ausgangspunkt ist der Hafen: Fragen von Globalisierung und Handel, von Flucht und Migration spielen im Programm eine erhebliche Rolle. Der Hafen ist aber nicht nur Thema, sondern neben dem Thalia-Theater, Kampnagel und anderen Locations auch Spielort.

Finanziert wird Deutschlands größtes und wichtigstes Theaterfestival von der Stadt Hamburg mit zwei Millionen Euro. 800 000 Euro kommen vom Bund und 725 000 Euro von Sponsoren, weitere Mittel vom Auswärtigen Amt. Das Gesamtbudget beträgt fünf Millionen Euro.

LN

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