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Kultur im Norden Viel Herz und noch mehr Schmerz
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17:16 18.03.2019
Liebeslieder sind in einer rasanten Show im Hamburger St. Pauli Theater zu erleben. Quelle: Carsten Walden
Hamburg

Alle elf Minuten verliebt sich bekanntlich laut Werbung ein Single in Deutschland. Ob der besagte Wechsel des emotionalen Aggregatzustands nun tatsächlich über das Portal ‚Parship’ läuft oder ob es auch mal auf der Straße oder beim Tanzen funkt, sei dahingestellt. In Gerburg Jahnkes jüngster Theaterproduktion „Herzscheiße“ wird das Augenmerk ohnehin eher auf die zahllosen gebrochenen Herzen im Universum gelegt. Demnächst ist Hamburg-Premiere der musikalischen Revue im St Pauli Theater.

Manche Herzen heilen schnell, andere nie. Narben bleiben nach jedem Herzbruch. Zehn Prozent aller Songs dieser Welt, hat die Regisseurin, Moderatorin und Komikerin festgestellt, handeln zwar von der Liebe, 90 Prozent hingegen vom Liebeskummer. Der aber beflügelt die Kreativität des zartbesaiteten Künstlers bekanntlich eher als ein ausgeglichener Liebeshaushalt. Der Liederabend „Herzscheiße“ kommt mit wenig Worten aus, bietet aber umso mehr Songs rund um die Liebe aus rund 100 Jahren.

Eine Rahmenhandlung gibt es natürlich trotzdem. Zwei Männer und zwei Frauen sind auf der Suche nach der Liebe – beziehungsweise auf der Flucht vor ihr. Da ist beispielsweise Sophia. Die 45-Jährige hat schon so viele Herzbrüche“ erlebt, dass sie im Selbstschutz lieber ihren aktuellen Liebhaber vor die Tür setzt. Gegen ihre Sehnsucht kann sie trotzdem nichts ausrichten. Am liebsten wäre ihr ein Test, der ihr erlaubt, die schlechten von den guten Männern zu unterscheiden. Auch Tom hat die Frau fürs Leben noch nicht gefunden. Die Damenwelt will ihn lieber als „den besten Freund“. Und das, obwohl der 36-Jährige, Füße massiert, respektvoll und empathisch ist, mit Frauen Prosecco trinkt und rüdes Machogehabe kategorisch ablehnt. Die 39-jährige Romy ist klassische Romantikerin, schreibt Tagebuch und merkt nicht, wie das Leben an ihr vorbeizieht. Manfred wiederum ist zwar seit langem verheiratet, sucht aber aus Langeweile ständig nach Verabredungen mit jüngeren Frauen. Die aber weisen den 49-Jährigen immer häufiger ab.

Unter der musikalischen Leitung von Many Miketta begleitet eine dreiköpfige Liveband das amouröse Geschehen rund um die „Herzscheiße“ auf der Bühne. Neben Nito Torres, Hannes Weyland und Soulröhre Constanze Jung wirkt mit Susanne Hayo eine Schauspielerin mit, die bereits in Gerburg Jahnkes erfolgreicher Wechseljahre-Revue „Heiße Zeiten“ zu sehen war. Zu hören sind Klassiker wie „Nur nicht aus Liebe weinen“ von Zarah Leander, Songs von Schlagerpionier Bully Buhlan, aber auch Operettenstücke wie etwa aus „Die lustige Witwe“. Den Titel des musikalischen Bühnenexperiments hat sich Gerburg Jahnke übrigens nicht selbst ausgedacht. Die 64-Jährige, die als Teil des Kabarettduos Misfits bekannt wurde und regelmäßig mit ihrer „Ladies Night“ in der ARD zu sehen ist, hat sich beim Begriff „Herzscheiße“ bei einem Song des Liedermachers Funny van Dannen bedient.

Herzscheiße, St Pauli Theater ( Spielbudenplatz), 23.-26.3., 19 Uhr 30, So 18 Uhr, Ticktes 16- 42 Euro unter 040- 47110 666 oder unter www. st-pauli-theater.de

Alexander Bösch

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