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Kultur im Rest der Welt Grundsatzurteil: Europäischer Gerichtshof setzt Musik-Sampling enge Grenzen
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14:52 29.07.2019
Die Band Kraftwerk, hier bei einem Konzert in Brighton, haben sich gegen die Verwendung einer Zwei-Sekunden-Sequenz in einem Song von Sabrina Setlur gewehrt. Quelle: Mike Tudor/Rmv/Zuma Press/dpa
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Luxemburg

Der Europäische Gerichtshof hat dem Kopieren von Musiksequenzen, dem sogenannten Sampling, enge Grenzen gesetzt. Auch die Vervielfältigung sehr kurzer Sequenzen von fremden Tonträgern sei zustimmungspflichtig, befand der Gerichtshof am Montag in Luxemburg in einem seit 20 Jahren dauernden Rechtsstreit zwischen der Düsseldorfer Musikgruppe Kraftwerk und Pop-Produzent Moses Pelham.

Eine Ausnahme ließen die Richter aber zu: Das Verwenden eines Klangschnipsels in geänderter und nicht wiedererkennbarer Form sei kein Zitat und damit keine Verletzung der Rechte am ursprünglichen Werk.

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Wenn nicht der gesamte oder wesentliche Teil des Stücks verwendet werden, ist es keine Kopie

Zugleich machten sie deutlich, dass es sich nach EU-Recht nicht um die Kopie eines Liedes handelt, wenn das neue Stück nur einzelne Fragmente – aber weder den gesamten, noch einen wesentlichen Teil übernimmt.

Der Streit zwischen Kraftwerk und Pelham läuft vor deutschen Gerichten schon seit zwei Jahrzehnten durch alle Instanzen. Es geht um einen Rhythmus aus dem Kraftwerk-Titel „Metall auf Metall“ von 1977. Pelham hatte 1997 eine Zwei-Sekunden-Sequenz ohne Erlaubnis benutzt und in Endlosschleife unter den Song „Nur mir“ mit der Rapperin Sabrina Setlur gelegt. Kraftwerk-Mitbegründer Ralf Hütter verklagte Pelham daraufhin.

Von dpa/RND

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