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Kultur im Rest der Welt Nackte Skulpturen bei anziehender Kunstmesse in Paris
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14:40 18.10.2018
„Frau“ und „Mann“ von John Deandrea. Quelle: Sabine Glaubitz
Paris

Boomender Kunstmarkt und immer mehr ausländische Galerien: Die Pariser Kunstmesse für moderne und zeitgenössische Kunst (FIAC) befindet sich im Aufwind.

Paris sei wieder zu einer Kunsthauptstadt geworden, dieses Jahr sei die Qualität der Messe besonders hoch, sagte Leiterin Jennifer Flay. In Paris tue sich viel, während London als eine durch den angekündigten Brexit traumatisierte Stadt gelte, meinte die 59-Jährige.

An der am Donnerstag eröffneten Branchenmesse nehmen 195 Galerien aus 27 Ländern teil, davon stammen 134 aus dem Ausland. Eine Zahl, die wächst. Nach Jahren der Abwesenheit wieder in Paris dabei sind auch die großen Galerien Hauser & Wirth, Rodolphe Janssen und Gmurzynska aus Zürich.

Die FIAC dauert bis Sonntag und findet größtenteils unter der Glaskuppel des Grand Palais in der Nähe der Champs-Elysées statt. Skulpturen und Installationen sind auch im benachbarten Petit Palais zu sehen (etwa Nackt-Skulpturen von John Deandrea) sowie im Tuilerien-Garten nahe dem Louvre.

Frankreichs Kunstszene hat in jüngster Zeit an Dynamik und Bedeutung gewonnen: Paris habe schon immer eine solide Basis an Sammlern gehabt, erklärte die Schweizer Galerie Hauser & Wirth mit Verkaufs- und Ausstellungsräumen in Zürich, London und New York. Doch die in letzter Zeit eröffneten Privatmuseen seien ein zusätzlicher Trumpf.

Von Joan Miró, Alexandre Calder bis hin zu zeitgenössischen Künstlern wie Anish Kapoor, Georg Baselitz und Thomas Schütte: Die FIAC wartet mit soliden und bedeutenden Namen auf. Dichter Andrang herrschte bei der Galerie Gagosian. Der Global Player präsentierte neben dem Kunstfotografen Roe Ethridge die Installation „Ingres Wood“ der deutschen Künstlerin Katharina Grosse.

Immer mehr amerikanische Sammler ziehen die FIAC der Frieze in London vor, wie Sharis Alexandrian von White Cube, einer der bekanntesten Galerien für Gegenwartskunst in Großbritannien, erklärte. In Paris stellt sie neben Mona Hatoum auch Georg Baselitz aus.

dpa

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