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Kultur im Rest der Welt Prominenz unter Palmen: Der Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes steht
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14:59 18.04.2019
Herr über die Filme: Thierry Frémaux stellt das Cannes-Programm vor. Quelle: AP
Paris

Eindrucksvolle Namen versammelt das Filmfestival in Cannes im Mai: Der geheimnisumwitterte US-Regisseur Terrence Malick (Goldene Palme 2011 für „The Tree of Life“) tritt an beim weltweit wichtigsten Kinotreffen, der doch noch nicht filmmüde Brite Ken Loach (Goldene Palme 2016 für „Ich, Daniel Blake“), die sozial engagierten Dardenne-Brüder aus Belgien (gleich zwei Goldene Palmen für „Rosetta“, 1999, und „Das Kind“, 2005).

Zum Feld der 19 Wettbewerbsteilnehmer gehören ebenso der Spanier Pedro Almodóvar, der Kanadier Xavier Dolan, der Südkoreaner Bong Joon-ho und die Österreicherin Jessica Hausner (eine von immerhin vier Frauen im sonst männerlastigen Cannes), wie Festivalchef Thierry Frémaux am Donnerstag in Paris bekannt gab. Bereits gemeldet war Jim Jarmusch: Seine stargespickte Zombie-Komödie „The Dead Don’t Die“ eröffnet das Festival am 14. Mai. Zu den auf dem roten Teppich erwarteten Untoten gehören Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton und Iggy Pop.

Mehr zum Thema: Alain Delon erhält in Cannes die goldene Ehrenpalme

Deutsche fehlen im Wettbewerb

Und doch fehlte ein heiß ersehnter Name bei der Programmverkündung: Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ über die Manson-Morde in Hollywood 1969. Nach Worten von Frémaux ist der US-Regisseur im Studio verschwunden und bekommt sein auf 35 Millimeter gedrehtes Werk nicht rechtzeitig fertig. Jedenfalls sehe es derzeit so aus.

Deutsche haben es wieder mal nicht in den Wettbewerb geschafft – zuletzt war Fatih Akin 2017 mit dem NSU-Drama „Aus dem Nichts“ dabei. Immerhin ist Werner Herzog mit „Family Romance, LLC“ für eine Spezialvorführung gemeldet. Und in Malicks „A Hidden Life“ über den von den Nazis ermordeten österreichischen Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter spielen August Diehl, Franz Rogowski, Jürgen Prochnow, Ulrich Matthes und der kürzlich verstorbene Bruno Ganz mit.

Das Klavier für Elton John steht bereit

Für einen ganz besonderen Star unter Palmen will die Festivalleitung vorsorglich ein Klavier auf der Bühne platzieren: Erwartet wird der leibhaftige Elton John, dem mit „Rocketman“ (Regie: Dexter Fletcher) eine Doku gewidmet ist. Präsident der Jury der 72. Internationalen Filmfestspiele ist der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu.

Und allen enttäuschten Tarantino-Fans sei gesagt: Cannes ist berüchtigt dafür, in letzter Minute eine Überraschung aus dem Hut zu zaubern. Noch besteht also ein Hauch Hoffnung, dass Brad Pitt und Leonardo DiCaprio an der Côte d’Azur auflaufen.

Cannes: Die Filme im Wettbewerb

„Sibyl“ von Justine Triet

„It must be Heaven“ von Elia Suleiman

„Portrait de la jeune Fille en Feu“ von Céline Sciamma

„Frankie“ von Ira Sachs

„La Gomera“ von Corneliu Poromboiu

„Bacurau“ von Kleber Mendonça Filho & Juliano Dornelles

„A hidden Life“ von Terrence Malick

Les Misérables“ von Ladj Ly

„Sorry we missed“ von Ken Loach

„Little Joe“ von Jessica Hausner

„Matthias et Maxime“ von Xavier Dolan

„Atlantique“ von Mati Diop

Roubaix, une Lumière“ von Arnaud Desplechin

„Le jeune Ahmed“ von Jean-Pierre & Luc Dardenne

„Gisaengchung“ aka „Parasite“ von Bong Joon-ho

„The wild Goose Lake“ von Diao Yinan

„Il Traditore“ von Marco Bellocchio

„Dolor y Gloria“ von Pedro Almodóvar

„The Dead don’t die“ von Jim Jarmusch

Von Stefan Stosch/RND

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