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Kultur im Rest der Welt Satiriker Wiglaf Droste im Alter von 57 Jahren gestorben
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11:54 16.05.2019
Wiglaf Droste Quelle: Axel Martens
Leipzig

Wiglaf Droste ist tot. Wie die Leipziger Volkszeitung aus Freundeskreisen erfuhr, starb der Autor und Satiriker am Mittwoch im Alter von 57 Jahren nach kurzer und schwerer Krankheit in Pottenstein (Fränkische Schweiz). Der gebürtige Herforder lebte dort seit etwa eineinhalb Jahren bei einer Freundin und schrieb bis zuletzt an neuen Texten. Darüber hinaus hat er aber auch noch eine Wohnung in Leipzig – seiner Wahlheimat seit 2006.

Wiglaf Droste gehörte zu den bekanntesten Satirikern des Landes, pflegte einen polemischen, häufig auch bewusst überzogenen Stil. Erst im vergangenen Jahr erhielt er für seine Arbeit zusammen mit Pit Knorr den Satirikerpreis „Göttinger Elch“. 2005 erhielt er für seine Literatur zudem den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis und 2003 für seinen unkonventionellen Schreibstil den Ben-Witter-Preis für Journalisten.

Wiglaf Droste war der erste feste Redakteur der „titanic“

Nach Kindheit und Jugend in Westfalen zog er 1983 nach Westberlin und begann dort zu schreiben. Er trat anfangs vor allem als Autor der „tageszeitung“ (taz) und für das Stadtmagazin „tip“ in Erscheinung. Später überwarf sich Droske jedoch nach internen Streitigkeiten mit der taz.

Seit Ende der 1980er Jahre schrieb Drost als fester Redakteur für das Satiremagazin „titanic“, später auch als freier Autor. Sein erstes Buch „Kommunikaze“ erschien 1989. Es folgten mehr als zwei Dutzend weitere, sein letztes „Kalte Duschen, warmer Regen“ wurde im vergangenen Jahr veröffentlicht.

Von Andreas Dunte / mpu / RND

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