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Kultur im Rest der Welt So sieht die Mondlandung als Comic aus
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10:56 21.07.2019
Auf dem Weg zum Mond: Die Astronauten Neil Armstrong (von vorne), Buzz Aldrin und Michael Collins. Quelle: Knesebeck Verlag
Hannover

Ihre Story erinnert an Superman. Da liegt es auf der Hand, die Geschichte der drei Menschen, die als erstes auf dem Mond landeten, als Graphic Novel zu erzählen. In „Apollo 11“ können Leser jetzt in spektakulären Bildern im Retro-Superhelden-Stil die gewagteste Reise der Menschheitsgeschichte verfolgen. Dabei wird auch deutlich, dass die drei Supermänner Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins Menschen mit ganz normalen Problemen waren.

Buzz Aldrins Vater hätte seinen Sohn lieber im Krieg gesehen

Die Graphic Novel der Autoren Matt Fitch und Chris Baker sowie des Zeichners Mike Collins (dessen Namensgleichheit zum Mondfahrer Michael Collins ein sehr schöner Zufall ist) erzählt zumeist dokumentarisch die Geschichte der Mondlandung. Zu Beginn sitzen Zuschauer auf ihren Klappstühlen, um den Start der Saturn-V-Rakete am 16. Juli im John F. Kennedy Space Center in Florida zu verfolgen. Die Bilder, die den Countdown von 10 auf 0 begleiten, zeigen wichtige Nebenfiguren der Geschichte: US-Präsident Richard Nixon, Neil Armstrongs Frau Janet, die amerikanische Öffentlichkeit – und ein Hippie, der in einem Traum auftaucht.

Die Erfolgsgeschichte der drei Raumfahrer, die vor 50 Jahren den Mond und die Herzen der Millionen Fernsehzuschauer eroberten – wird immer wieder gespiegelt von persönlichen Erlebnissen der Astronauten. Neil Armstrong, der den Krebstod seiner zweijährigen Tochter verkraften muss. Buzz Aldrin, dessen despotischer Vater seinen Sohn lieber als Kriegsheld in Vietnam als als Mann auf dem Mond gesehen hätte. Bei ihnen zeigt sich: Helden sind Menschen.

In einer Traumszene wird Michael Collins vom Mond verschluckt

Der Flug zum Mond und die berühmten Schritte auf dem Himmelskörper werden in sehr realistischem Stil gezeigt. Der Text bleibt zudem mit vielen Fakten nah an der Originalgeschichte. Etwa wenn Armstrong funkt: „Okay Houston, hier CMP, ich sitze am Steuer bereit zur CSM-Trennung.“ CMP (Kommandomodul-Pilot) und CSM (Kommando Service Modul) werden dann in Fußnoten erklärt. Da zeigen die Autoren viel Liebe zum historischen Detail. Aber wer jetzt ein Buch voller fachlicher Abkürzungen erwartet, kann beruhigt sein: Es kommt nicht so häufig vor, dass es den Lesefluss merklich stört. Zu den realistischen Passagen kommen Traumszenen, etwa wenn Michael Collins vom Mond verschluckt wird und auf einen aufgedrehten Späthippie trifft.

Matt Fitch, Chris Baker, Mike Collins: „Apollo 11“. Knesebeck. 168 Seiten, 24 Euro. Quelle: Knesebeck Verlag

„Apollo 11“ erzählt die Geschichte der Mondlandung, die die Welt vor 50 Jahren in Atem hielt, leicht verständlich und mit starken Bildern. Das Buch erinnert aber auch daran, dass zur gleichen Zeit, in dem drei Amerikaner den Mond betraten, viele ihrer Landsleute sich in Vietnam in einem sinnlosen Krieg befanden. Denen war das, was mehr als 300 000 Kilometer über ihnen passierte, relativ egal. In Erinnerung geblieben sind aber trotzdem die drei Namen, die als erstes den ewigen Begleiter der Erde betraten: Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins.

Von Kristian Teetz/RND

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