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Kultur im Rest der Welt „They Shall Not Grow Old“: Peter Jackson überrascht mit Erster-Weltkriegs-Doku
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12:58 18.10.2018
Peter Jackson bei der Premiere von „They Shall Not Grow Old“ in London. Quelle: Daniel Leal-Olivas/Getty Images
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London

„Nur eine Nacht“ lautete die Ankündigung: Peter Jacksons neuestes Projekt „They Shall Not Grow Old“ sollte in Großbritannien nur ganz kurz zu sehen sein. So eine einmalige Gelegenheit ließ sich sogar Prinz Williams nicht entgehen, wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet. Doch das könnte jetzt anders kommen. Denn mit seiner Dokumentation über den Ersten Weltkrieg löste Peter Jackson solch eine Begeisterung aus, dass der Herr-der-Ringe- und Hobbit-Regisseur den Film nun weltweit in den Kinos laufen lassen möchte und auch noch mehr Vorführungen in Großbritannien ansetzt, berichtet der britische „Telegraph“.

Der Film zeigt britische Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges sowohl bei Kampfvorbereitungen und Kämpfen an der Westfront bis zum Kriegsende 1918 als auch in Alltagssituationen. Auch der Horror in den Schützengräben ist ein zentraler Bestandteil des Films. Die meisten der Soldaten, die in den Aufnahmen zu sehen sind, waren erst 15 oder 16 Jahre alt.

„They Shall Not Grow Old“ – historische Aufnahmen in 3D

Für seinen Überraschungserfolg hat Peter Jackson die Filmarchive durchforstet: Er hat Material aus dem Ersten Weltkrieg genommen, restauriert und koloriert – und einer 3D-Kur unterzogen. In den Kinos konnte so das historische Material in 3D gesehen werden. „Wir haben 100 Jahre altes Filmmaterial genommen, um den großen Krieg zu sehen, wie die Soldaten ihn selbst gesehen haben“, heißt es im Trailer des Films.

Das Material stammt aus dem Archiv des „Imperial War Museum“ in London. Bei der Tonspur konnte sich der Regisseur ebenfalls in den Archiven bedienen, diesmal bei der BBC. Deshalb wird der Erste Weltkrieg auch ausschließlich aus Sicht der britischen Soldaten gezeigt. Zudem bereichern Auszüge aus Tagebüchern und Briefe als Voice-Over den Film. Lippenleser fanden bei Sichtungen des Materials heraus, was die Soldaten in den Filmausschnitten sagten. Ursprünglich sollte der Streifen nur Kurzfilmlänge haben, doch dann ist die Dokumentation auf 99 Minuten angewachsen, teilt ein Sprecher mit.

Die Dokumentation ist dem Großvater von Peter Jackson gewidmet

Peter Jackson widmet den Film seinem eigenen Großvater, der den ersten Weltkrieg als Soldat erlebte. Durch die Arbeit daran habe er nachvollziehen können, was sein Großvater durchgemacht haben muss. Die Soldaten würden in den Audioaufnahmen alle von demselben Grauen des Krieges sprechen. „Krieg ist grauenvoll – wir wollten ihn nicht grauenvoller machen als er ist. Aber wir wollten ihn auch nicht verharmlosen“, sagte Jackson in einem TV-Interview bei der Premiere. Die Videospiel-Generation solle die Konsequenzen des Krieges kennen.

Die Kritiken sind positiv – wenn nicht sogar begeistert. Der „Hollywood Reporter“ spricht von einer „innovativen“ Doku, der britische „Guardian“ urteilt schlicht: „hervorragend“. Auch finanziell war die Doku ein Erfolg – und das bei der bisher kurzen Spieldauer. Mit 247 Vorstellungen an einem Abend in Großbritannien konnte die Dokumentation 630.000 Euro einspielen, berichtet das Branchenmagazin „Deadline“. Am 11. November, dem Tag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg, wird der Film beim BBC im britischen Fernsehen ausgestrahlt – dann allerdings nur in 2D.

Von Geraldine Oetken / RND

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