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Kultur Zauberhafte Illusion
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11:52 30.01.2019
Thorsten Havener verblüffte die Zuschauer so manches Mal im Kolosseum Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Eines muss man Thorsten Havener lassen: Verblüffen kann er. Ob er aber wirklich Gedanken lesen kann, das weiß nur er selbst. Am Dienstagabend präsentierte der Bestsellerautor und Mentalist sein aktuelles Programm im Kolosseum vor und stellte die Zuschauer in seiner zweistündigen Show immer wieder auf die „Feuerprobe“. Sind es Tricks, die uns glauben lassen, dass Havener genau weiß, welche Frage wir auf einen Zettel notiert und in einem Umschlag verschlossen haben – oder verraten wir über unsere Körpersprache mehr, als wir denken?

In einem Hin und Her an Experimenten und Gedankenspielen entführte Havener das Publikum in eine Welt voller Fragen. Fragen, auf die er zwar konkrete Antworten gab – die aber das große Ganze nicht aufgeklärt haben.

Wie konnte er wissen, was seine zufällig ausgewählten Zuschauer mögen und nicht mögen? Wie konnte er wissen, welche drei beliebige Lieder ein Zuschauer heimlich auf einen Zettel geschrieben hatte und die ihm drei andere Zuschauer wiederum mit Luftgitarre vorgespielt haben? Wie konnte es sein, dass Zuschauer Stefan zufällig auf die Bühne geholt und von den Zuschauern als „ein typischer Oliver, der Tierarzt ist und gerne Ski fährt“ eingeschätzt wird – und anschließend von Havener einen verschlossenen Brief in die Hand bekommt, in dem steht, dass die Zuschauer genau das über ihn sagen würden? Havener hätte bei den vielen Zuschauern, die er in seine Show eingebunden hat, viel Arbeit gehabt, wenn er sie vorher heimlich instruiert hätte.

„Deine Gedanken sind frei, aber ich kenne sie trotzdem.“ Thorsten Havener mit zwei Zuschauerinnen auf der Bühne. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Und selbst wenn sich hier und da einige Antworten mit „Tricks“ erklären ließen, bleibt das große „Wie“ Haveners Geheimnis. Der 46-Jährige erklärte mit Charme und Stil zwar vieles über die Körpersprache der Menschen und die Psychologie des Willens – trotzdem aber blieb man mit dem Eindruck zurück, dass er hier und da „nachgeholfen“ hat. So bleibt die Frage offen, ob man nun tatsächlich in der Lage wäre, über die Körpersprache des Gegenübers Gedanken zu lesen, es bleibt auch offen, ob Havener dieses zum Ziel hatte oder er letztlich nur eine psychologische Zauberbershow präsentiert hat. Der Wille kann zwar Vieles steuern und die Körpersprache das Gegenüber ganz sicher beeinflussen – aber getrickst wurde trotzdem. Oder doch nicht?

Wer versuchen möchte, Haveners Geheimnis auf die Spur zu kommen, kann es im nächsten Jahr im März live versuchen – da kommt er wieder nach Lübeck ins Kolosseum. Mehr Infos zu Thorsten Havener und seinem neuen Buch „Sag es keinem weiter“ gibt es auf Haveners Webseite.

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