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Medien & TV Relotius-Betrugsfall: „Spiegel“-Chefs setzen Verträge aus
Nachrichten Medien & TV Relotius-Betrugsfall: „Spiegel“-Chefs setzen Verträge aus
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21:54 28.12.2018
Nach Bekanntwerden des Fälschungskandals zieht die „Spiegel“-Chefredaktion Konsequenzen. Quelle: Christian Charisius/dpa
Hamburg

In der Affäre um die gefälschten Geschichten des „Spiegel“-Journalisten Claas Relotius werden zwei führende Redakteure ihre Verträge ruhen lassen. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben an die Mitarbeiter des Magazins berichtet, werden Chefredakteur Ullrich Fichtner und Blattmacher des Gesellschafts-Ressorts Matthias Geyer „ihre neuen Verträge erst mal aussetzen und ruhen lassen“. Der „Spiegel“ bestätigte den Bericht gegenüber dem Branchendienst „Meedia“.

Es stelle sich die Frage, ob die Personalien „nach einem solchen Desaster eigentlich noch tragbar sind“, hieß es in dem Schreiben des designierten Chefredakteurs Steffen Klusmann. Demnach hatte Fichtner Relotius in die Redaktion geholt, Geyer stellte ihn später fest ein.

Der Fall sei noch lange nicht ausgestanden, schreibt Klusmann. Die Verträge der beiden sollen ausgesetzt bleiben, bis die Kommission die Vorgänge abschließend untersucht habe.

Das Nachrichtenmagazin hatte den Fälschungsskandal um den preisgekrönten Journalisten Mitte Dezember öffentlich gemacht. Von ihm waren seit 2011 knapp 60 Texte im Heft und bei „Spiegel Online“ erschienen. Für die Aufarbeitung des Falles hat das Nachrichtenmagazin eine Kommission eingerichtet. Die Redakteure Clemens Hoeges, Stefan Weigel und die ehemalige Chefredakteurin der Berliner Zeitung, Brigitte Fehrle, bilden ein Gremium, das die Vorgänge untersuchen und die Prozesse der Dokumentation überprüfen soll.

Von RND/mkr

Der Fall Claas Relotius hat beim Nachrichtenmagazin „Spiegel“ personelle Konsequenzen. Chefredakteur Ullrich Fichtner und Blattmacher Matthias Geyer lassen ihre Verträge ruhen.

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