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Neu im Netz Amazon gab private Alexa-Sprachdateien heraus
Nachrichten Medien Neu im Netz Amazon gab private Alexa-Sprachdateien heraus
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12:43 20.12.2018
Daten aus einem Amazon-Echo aus diesem Gerät wurden dem falschen Kunden zugespielt. Quelle: Elaine Thompson/AP/dpa
Hannover

Es ist eine Skepsis, die viele Menschen gegenüber Sprachassistenten wie Alexa haben. 58 Prozent der Menschen, die bisher kein Interesse an einem digitalen Sprachassistenten haben, sorgen sich um ihre Daten, wie eine Studie des Branchenverbands Bitkom zeigt. Amazon dagegen sagt: Die Aufzeichnungen landen nicht bei Fremden. In einem Fall aus Deutschland, den das Magazin c’t (Ausgabe 1/2019) recherchiert hat, ist wohl aber nun genau das passiert.

Wie c’t berichtet, hatte ein deutscher Amazon-Kunde, die deutsche Niederlassung im Zuge der DSGVO um Auskunft zu den über ihn gespeicherten Daten gebeten. Amazon kam dem nach einiger Zeit nach und gab dem Mann Zugriff auf mehrere Dateien – darunter auch mehr als tausend WAV-Dateien, also Audioaufzeichnungen. Nun hatte der Mann, laut dem Magazin, aber kein eigenes Echo-Gerät. Stattdessen stammen die intimen Aufzeichnungen von einem fremden Amazon-Konto.

Amazon: „unglücklicher Fall“

Amazon hatte demnach Kundendaten falsch zugeordnet. Das Magazin informierte den Betroffenen Echo-Besitzer, der wohl von Amazon selbst zunächst nicht über die Datenpanne informiert worden war. Vier Wochen nach der Panne wurde er von Amazon kontaktiert und erhielt eine Prime-Mitgliedschaft und zwei weitere Echo-Lautsprecher als Entschädigung.

Es handele sich dabei um einen „unglücklichen Fall“ infolge „eines menschlichen Fehlers“, teilte Amazon in einer Stellungnahme mit. Genauere Angaben, wie es dazu hat kommen könne, machte das Unternehmen nicht. Amazon habe das Problem inzwischen mit den beiden beteiligten Kunden geklärt und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Prozesse ergriffen, hieß es. „Wir standen auch vorsorglich in Kontakt mit den zuständigen Behörden“, beteuerte Amazon.

Von RND/asu/dpa

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