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Norddeutschland 5G-Netz: Lübeck in der Warteschleife
Nachrichten Norddeutschland 5G-Netz: Lübeck in der Warteschleife
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12:43 11.12.2019
So sieht ein Funkmast mit Modulen für die neue Mobilfunk-Generation 5G aus. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
Lübeck/Hamburg

„Wann es mit Lübeck losgeht, können wir noch nicht sagen“, erklärte Telekom-Sprecherin Stefanie Halle. Der erste 5G-Mast der Telekom in Schleswig-Holstein wird 2020 jedenfalls in Kiel gebaut. Dann sollen alle 16 Landeshauptstädte über den neuen Mobilfunkstandard verfügen. Damit können Datenübertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde erreicht werden – allerdings sind dazu entsprechende Endgeräte nötig. Ende des kommenden Jahres will die Telekom den Meilenstein von über 1500 5G-Antennen in Deutschland erreichen.

5G für Hamburger Hotspots

Zunächst soll das superschnelle Netz aber in Hamburg am Messegelände, dem Hauptbahnhof und touristischen Hotspots wie dem Schanzenviertel, der Reeperbahn und in der Altstadt zur Verfügung stehen, außerdem im Kuhwerder Hafen. Insgesamt funken aktuell 18 neue Antennen in Hamburg. „In 2020 werden wir das Gebiet sukzessive verdichten sowie Richtung Innenstadt, Rotherbaum, Altona und Ottensen erweitern“, teilte die Telekom mit.

Vodafone rüstet bestehende Stationen auf

Mitbewerber Vodafone hatte bereits im Juli drei 5G-Stationen in Altona, Billstedt und Schnelsen-Süd in Betrieb genommen. Außerdem installierte Vodafone in Hattstedt (Nordfriesland) bereits Schleswig-Holsteins erste 5G-Station, in Lüdersdorf (Nordwest-Mecklenburg) steht ebenfalls eine. Im ostholsteinischen Bliesdorf ist nach Unternehmensangaben eine erste 5G-Antennen­technologie im Einsatz. Insgesamt betreibt Vodafone nach eigenen Angaben in Schleswig-Holstein aktuell 730 Mobilfunkstationen. Davon 51 in Lübeck, 57 im Kreis Stormarn, 47 im Kreis Herzogtum Lauenburg, 66 im Kreis Ostholstein und 67 im Kreis Segeberg. „Diese sollen in den nächsten Jahren, wo immer es möglich ist, mit 5G-Technologie ausgestattet werden“, sagt Sprecher Volker Petendorf. Einen konkreteren Zeitplan gibt es von Vodafone dazu allerdings nicht.

Antennen an Masten, Silos, Aussichtstürmen

Das Unternehmen will bei dem 5G-Ausbau zunächst die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur weitgehend mitnutzen und die 5G-Antennen, wo immer es möglich ist, zunächst an den bestehenden Mobilfunkstationen anbringen – zum Beispiel an Masten, Silos, Aussichtstürmen, Kirchtürmen, öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern und Verwaltungssitzen sowie Wohngebäuden. „Perspektivisch soll das 5G-Netz im Laufe der nächsten Jahre möglichst alle besiedelten Gebiete erreichen“, so Petendorf.

Mobilfunkanbieter Telefonica, der das O2-Netz betreibt, ließ eine Anfrage zu seinem 5G-Ausbauplänen am Dienstag unterdessen unbeantwortet.

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Von Jan Wulf

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