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Norddeutschland Kleines Dankeschön für Alltagsengel in der Pandemie
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Aktion von LN und Junge: Dankeschön für Alltagsengel in der Corona-Pandemie

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13:08 15.03.2021
In vielen Branchen ist Homeoffice keine Option. Die LN und Junge starten gemeinsam eine kleine Aktion für Menschen, die in der Pandemie den Laden am Laufen halten.
In vielen Branchen ist Homeoffice keine Option. Die LN und Junge starten gemeinsam eine kleine Aktion für Menschen, die in der Pandemie den Laden am Laufen halten. Quelle: Nadine Wapner (Montage)
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Lübeck

Sie stellen die Grundversorgung sicher und sorgen geduldig dafür, dass beim Einkauf alle Corona-Regeln eingehalten werden. Mitarbeiter von Supermärkten sind in der Corona-Pandemie besonders gefordert. Ohne sie wären unsere Vorrats- und Kühlschränke leer. Stellvertretend für alle ihren fleißigen Kollegen erhielten jetzt im Rahmen der Dankeschön-Aktion von den LN und Junge Mitarbeiter des Rewe-Marktes am Lübecker Glashüttenweg Junge-Gutscheinkarten im Wert von jeweils 20 Euro. „Die Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel haben unter erschwerten Bedingungen Grandioses geleistet“, lobt Mareike Petersen vom Handelsverband Nord.

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„Nicht alle können ihren Job im Homeoffice machen. Sie halten für uns die Stellung – und werden damit zu unseren Helden“, sagt Junge-Sprecher Gerd Hofrichter. „Egal, ob Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Bäcker, Busfahrer, Verkäufer an der Supermarktkasse oder hinter dem Bäckerei-Tresen: Sie alle sind für uns unverzichtbar, denn sie halten den Laden am Laufen“, betont Hofrichter. Dafür wollen die LN und Junge Danke sagen: „Danke, dass es euch gibt – danke für euren Einsatz.“

Rewe-Marktleiter: Die meisten Kunden sind umsichtig und rücksichtsvoll

Nils Petersen, Marktmanager bei Rewe am Glashüttenweg, freut sich über die kleine Anerkennung und betont: „Alle hier machen ihren Job gerne – auch in diesen schwierigen Zeiten.“ In der Anfangszeit der Pandemie seien viele Kunden uneinsichtig gewesen, doch inzwischen habe sich alles gut eingespielt. „Die meisten verhalten sich umsichtig und rücksichtsvoll“, betont Petersen.

Freuen sich über Gutscheinkarten von der Bäckerei Junge: die Rewe-Mitarbeiter Andrea Jordt-Larcher, Hauke Jürgens, Annett Kamolz, Nils Petersen und Susanne Majora (v. l.). Quelle: Wolfgang Maxwitat

„Am meisten beschäftigt mich das Schicksal der Senioren“, sagt seine Mitarbeiterin Andrea Jordt-Larcher. „Unsere älteren Stammkunden suchen verstärkt das Gespräch mit uns, man merkt ihnen ihre Einsamkeit an“, sagt die 59-Jährige. „Die Zeit für einen Plausch nehmen wir uns – natürlich unter Einhaltung aller Corona-Regeln – selbst im größten Stress, weil man deutlich merkt, wie wichtig es ist“, betont ihre Kollegin Annett Kamolz.

Hamsterkäufe haben nachgelassen

Zum Glück hätten inzwischen die Hamsterkäufe nachgelassen. „Das hat mich gerade in der Anfangszeit der Pandemie echt überrascht. Kaum hatte ich das Nudel-Regal eingeräumt, war es auch schon wieder leer“, erinnert sich die 49-jährige Kamolz. Ihre Kollegin Susanne Majora, die selbstständig ist und nebenbei bei Rewe hauptsächlich an der Kasse arbeitet, musste sich „zu den Zeiten, in denen nur eine Packung Toilettenpapier pro Kunde erlaubt war, schon einiges anhören“, erinnert sich die 58-Jährige. Da helfe nur „tief durchatmen und freundlich bleiben“. Ihr meist gesagter Satz in den letzten Monaten sei neben „Bitte nehmen Sie sich einen Einkaufswagen“ der Wunsch „Bleiben Sie gesund!“

Vorschläge gesucht

Die LN suchen für die gemeinsame Dankeschön-Aktion mit der Bäckerei Junge Menschen, die in der Corona-Krise für andere da sind – und hoffen auf Vorschläge von LN-Leserinnen und -Lesern. Unter LN-Online.de/wirsagendanke können Sie uns ab sofort zehn Tage lang ihre Alltagsengel nennen, die Ihnen durch die Krise helfen. Vorgeschlagen werden können bis zu zehnköpfige Gruppen, aber auch Einzelpersonen. Unter den Vorschlägen losen wir Gewinner aus, die eine Junge-Gutscheinkarte im Wert von 20 Euro erhalten.

Auch an der Fleischtheke des Rewe-Marktes am Glashüttenweg war die Corona-Pandemie zeitweise deutlich spürbar, sagt Fleischerei-Serviceleiter Hauke Jürgens. „Weil es Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen gab, haben wir mitunter viel weniger Ware bekommen als wir bestellt hatten, sodass Angebote schnell ausverkauft waren“, erinnert sich der 37-Jährige. „Das sorgte bei einigen Kunden für Unmut, aber zum Glück überwogen auch in dieser Situation die verständnisvollen Reaktionen“, sagt Jürgens.

Mitarbeiterzahl wurde aufgestockt

Weil die Supermärkte deutlich mehr zu tun haben als in Vor-Corona-Zeiten wurde die Mitarbeiterzahl des 1640 Quadratmeter großen Rewe-Marktes am Glashüttenweg von 54 auf 62 Mitarbeiter aufgestockt. „Zum Glück hatten wir noch keinen einzigen Corona-Fall in der Belegschaft“, sagt Marktleiter Petersen. „Offenbar haben wir alle jetzt ein gestähltes Immunsystem“, vermutet Annett Kamolz schmunzelnd. Sie und ihre Kollegen freuen sich besonders über die große Zahl dankbarer Kunden: „Oft höre ich ein: ,Danke, dass Sie immer für uns da sind’ – das tut wirklich gut“, sagt Susanne Majora.

Und genau darum geht es bei der LN- und Junge-Aktion. „Wir wollen Menschen würdigen, die auch in der Krise für andere da sind“, sagt LN-Chefredakteur Gerald Goetsch. Wohl jeder habe in der Corona-Zeit seinen eigenen Alltagsengel kennengelernt, so Goetsch. Deshalb starten die LN jetzt eine Umfrage, bei der Leserinnen und Leser Vorschläge machen können.

Von Grit Petersen