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Norddeutschland Alte Munition in der Ostsee: Küstenländer wollen Kampfmittel-Reste bergen lassen
Nachrichten Norddeutschland Alte Munition in der Ostsee: Küstenländer wollen Kampfmittel-Reste bergen lassen
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14:05 07.11.2019
Rund 1,6 Millionen Tonnen Granaten, Bomben, Minen und Zünder liegen seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf dem Grund von Nord- und Ostsee. Doch Studien zufolge würden immer mehr Giftstoffe ausgestoßen werden – ein Problem für Muscheln und Fische. Jetzt wollen die Küstenländer eine Bergung anregen. Quelle: dpa
Kiel

Mit den Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee vor allem aus dem Zweiten Weltkrieg wird sich die Umweltministerkonferenz in Hamburg befassen. Etwa 1,6 Millionen Tonnen Munition befänden sich allein in deutschen Meeresgebieten und sollten in den nächsten Jahrzehnten geborgen werden, sagt Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan-Philipp Albrecht (Grüne) am Donnerstag in Kiel. Der Staat habe das Problem 50 Jahre negiert. Inzwischen hätten Studien gezeigt, dass Muscheln und Fische durch aus Munition ausgetretenen Giftstoffen belastet seien – ein Problem, das durch den Zerfall von Munition zuzunehmen drohe.

Küstenländer möchten Bergung der Kampfmittelreste initiieren

Die Küstenländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wollen mit einem gemeinsamen Antrag auf der Umweltministerkonferenz eine Handlungsstrategie initiieren, damit Bund, Länder und die EU das lange vernachlässigte Problem anpacken. Dabei geht es zunächst vor allem um neue wissenschaftliche Studien. Die Konferenz findet vom 13. bis 15. November in Hamburg statt.

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Von dpa/RND

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