Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Arbeitslosigkeit im Land nimmt weiter ab
Nachrichten Norddeutschland Arbeitslosigkeit im Land nimmt weiter ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:03 31.01.2019
Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein hat im Vergleich zum Vorjahr weiter abgenommen. Quelle: Sonja Wurtscheid/dpa/Archivbild
Kiel

Die Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein hat im Vergleich zum Vorjahr weiter abgenommen. Im Januar waren im nördlichsten Bundesland 86 700 Arbeitslose Frauen und Männer ohne festen Job und damit 9,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag weiter berichtete, beträgt die Arbeitslosenquote nunmehr 5,6 Prozent, nach 6,3 Prozent vor einem Jahr.

Erstmals seit 1992 unter 90 000

Zu Dezember gab es eine saisonübliche Erhöhung der Arbeitslosigkeit um 9,6 Prozent. Dieser Anstieg habe zwei Ursachen, erläuterte die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. So bewirkten Auftragsrückgänge im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau eine überproportionale Zunahme der Männerarbeitslosigkeit. Zudem nehme die Zahl der Arbeitslosen in den Tourismusregionen zu, weil das Geschäft der Branche nicht so floriert. So gab es in Ostholstein und in Nordfriesland Erhöhungen von 14,9 und 14,5 Prozent.

Dennoch sank die Arbeitslosenzahl erstmals seit 1992 in einem Januar wieder unter 90 000. Von der stabilen Arbeitsmarktsituation profitierten alle Personen- und Altersgruppen, sagte Haupt-Koopmann. So sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 4900.

Unter den Kreisen hat Stormarn weiterhin mit 3,2 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote und Dithmarschen mit 6,4 Prozent die höchste. Bei den kreisfreien Städten liegen die Quoten zwischen 7,8 Prozent in Lübeck und 8,3 Prozent in Neumünster.

Der Arbeitsmarkt läuft rund

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg nach den aktuellsten Daten vom November im Vorjahresvergleich um 2,2 Prozent auf 1 002 400. Besonders das Gesundheits- und Sozialwesen, das verarbeitende Gewerbe und der Handel legten stark zu.

„Der Arbeitsmarkt läuft rund“, sagte Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP). „Sowohl die Zahl der Langzeitarbeitslosen als auch die der unter 25-jährigen Arbeitslosen ist erneut gesunken.“

Für den Mittelstand bleibe die Fachkräftesicherung das Top-Thema. „Deshalb haben wir unsere Fachkräfteinitiative neu aufgestellt, sie verschlankt und schlagkräftiger gemacht.“ Sie werde sich vor allem auf jene Branchen fokussieren, in denen der Fachkräftebedarf schon heute besonders hoch ist. Das seien Pflege, Logistik, Tourismus und Handwerk.

Mehr Arbeitslose in Hamburg

Die Arbeitslosigkeit in Hamburg ist zum Jahresbeginn jedoch gestiegen. Im Januar waren 65 852 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das seien 4123 oder 6,7 Prozent mehr als im Dezember.

Ein solcher Anstieg um mehrere tausend Personen sei jedoch in den vergangenen zehn Jahren bei jedem Jahreswechsel zu verzeichnen gewesen, sagte der Chef der Hamburger Arbeitsagentur, Sönke Fock.

Gegenüber dem Januar 2018 sei die Zahl der Arbeitslosen um 3289 oder 4,8 Prozent zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent liege um 0,4 Punkte über dem Dezember, aber um 0,5 Punkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wurde im November mit 993 800 ein Rekord registriert. Er lag um 21 900 Personen oder 2,3 Prozent über dem Vorjahr.

Von RND/dpa

In mehreren geplanten Grundschulen in Bayern soll es künftig außer Toiletten für Mädchen und Jungen auch eine für das sogenannte dritte Geschlecht geben. In Schleswig-Holstein spielt dieses Thema nach Beobachtung der Lehrergewerkschaft GEW bisher keine Rolle.

31.01.2019

Schlechte Nachrichten für die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins: In Kiel ist die Stickstoffoxid-Belastung bundesweit am stärksten gestiegen. Das zeigen erste Messdaten für 2018. Die Belastung ist nur in Stuttgart und München höher. In Lübeck hingegen wurde der Grenzwert unterschritten.

31.01.2019

Auch SPD und Wohnungsunternehmen warnen nach dem Teurer-Tanken-Vorstoß der Jamaika-Koalition vor steigenden Kosten für Pendler und Mieter. CDU, Grüne und FDP gestehen selber zu, dass es durch eine CO2-Steuer auch auf Diesel, Benzin, Gas und Heizöl zu sozialen Härten kommen könne – die wolle man aber irgendwie abfedern.

30.01.2019