Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Auf Hamburgs Spielplätzen wohl bald einheitliches Rauchverbot
Nachrichten Norddeutschland Auf Hamburgs Spielplätzen wohl bald einheitliches Rauchverbot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:47 23.10.2019
Auf Hamburgs Spielplätzen wird es aller Voraussicht nach von November an ein flächendeckendes Rauch- und Alkoholverbot geben. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Anzeige
Hamburg

Auf Hamburgs Spielplätzen wird es aller Voraussicht nach von November an ein flächendeckendes Rauch- und Alkoholverbot geben. Die rot-grüne Regierungskoalition hat für die Bürgerschaftssitzung am Mittwoch einen in seiner Stoßrichtung identischen Zusatzantrag zu einem Begehren der CDU-Opposition eingebracht.

„Mit unserem Antrag sorgen wir dafür, dass die neuen Richtlinien zeitnah in Kraft treten können und stellen damit eine gesundheitsfördernde Umgebung für die jüngsten Hamburgerinnen und Hamburger sicher“, erklärte der bezirkspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Frank Schmitt.

Anzeige

Die CDU-Opposition hatte zuvor einen Antrag eingebracht, nach dem der Senat ersucht werden sollte, „zeitnah ein hamburgweit einheitliches Rauch- und Alkoholverbot auf Spielplätzen umzusetzen“. Erstmals hatte die CDU bereits 2011 unter der SPD-Alleinregierung von Bürgermeister Olaf Scholz ein flächendeckendes Rauch- und Alkoholverbot gefordert, war damit aber nicht durchgedrungen.

Kinder müssen geschützt werden

Der Senat beschloss lediglich, dass die Bezirke bei erheblichen Störungen durch Alkohol- und Zigarettenkonsum auf Spielplätzen Verbote erlassen sollen - was aus Sicht der CDU zu unterschiedlichsten Regelungen geführt hat.

Neben der CDU wollen das nun auch SPD und Grüne ändern. „Wo Kinder spielen, haben Alkohol und Zigaretten nichts verloren“, betonte Schmitt. Kippen auf dem Boden seien eine Gefahr für Kinder, erklärte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Ulrike Sparr.

„Gerade kleine Kinder müssen dringend davor geschützt werden, diese im Spiel versehentlich in den Mund zu nehmen oder gar zu verschlucken.“ Deshalb werde jetzt Schluss sein mit dem Qualmen auf Hamburgs Spielplätzen. Gleiches gelte für den Alkoholkonsum.

CDU: Verbot sei längst überfällig

Die CDU zeigte sich angetan: Er freue sich, „dass sich die SPD nach schlappen acht Jahren Bedenkzeit uns anschließt und nun ebenfalls für ein flächendeckendes Rauch- und Alkoholverbot auf Hamburgs Spielplätzeneintritt“, erklärte der CDU-Familienexperte Philipp Heißner.

Das sei längst überfällig. „Mag sein, dass dieser Sinneswandel dem näher rückenden Wahltermin geschuldet ist, für uns zählt aber vor allem, dass Hamburgs Kinder endlich besser geschützt werden.“

Von RND/dpa