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Norddeutschland Auf den Spuren Bismarcks: Radtour durch den Sachsenwald
Nachrichten Norddeutschland Auf den Spuren Bismarcks: Radtour durch den Sachsenwald
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20:00 13.06.2019
Die Grander Mühle in Kuddewörde sieht nicht nur schön aus, hier kann man auch eine kleine Pause machen und italienisches Essen genießen. Quelle: Fotos: Hannes Lintschnig
Lauenburg

Vogelgezwitscher, Blätterrascheln und sprudelnde Bäche: Der Sachsenwald ist der größte Wald Schleswig-Holsteins und bietet Fahrradfahrern ein außergewöhnliches Naturerlebnis. Es ist im Grunde eine leichte Fahrradtour mit wenig Anstiegen. Allerdings sind die Wege im Wald manchmal etwas weich und an einigen Stellen ist es besser, das Rad zu schieben. Los geht die etwas mehr als 21 Kilometer lange Tour in der Gemeinde Aumühle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist.

Direkt zu Beginn der Rundtour auf dem Weg nach Friedrichsruh lohnt sich schon eine erste Pause im Garten der Schmetterlinge. Hier flattern Tausende der kleinen Falter aus aller Welt herum, außerdem gibt es ein Café mit kleinen Snacks. Ein Stückchen weiter zeigt das Bismarck-Museum eine Ausstellung über das Leben und Wirken von Otto von Bismarck.

So schön ist der Sachsenwald mit dem Rad:

Das erleben die Radfahrer auf der Tour durch den Sachsenwald im Herzogtum Lauenburg.

Dann beginnt das Naturerlebnis: Inmitten riesengroßer Bäume geht es mit dem Fahrrad auf Waldwegen durch den Sachsenwald Richtung Grande. Um einen herum ist nichts weiter als unberührte Natur – mit etwas Glück kreuzen sogar Rehe den idyllischen Radweg. Die Ruhe im Sachsenwald ist unvergleichlich. Hier lässt es sich wunderbar vom Alltagsstress entspannen und die kleinen Steigungen sind im Handumdrehen zu meistern.

Ausruhen mit traditionell Grander Katenschinken

Nach so viel weichem und steinigem Untergrund ist die ebene, geteerte Strecke entlang der B 404, die man in der Nähe von Kasseburg erreicht, richtig gemütlich zu befahren. Zur Linken grasen einige Pferde auf der Koppel, stehen schöne Häuser und wachsen bunte Blumen. Es dauert nicht lange, bis das kleine Dörfchen Grande erreicht ist. Dort serviert Irina Timm leckeren Grander Katenschinken, belegte Brote und Brötchen sowie kühle, erfrischende Getränke. Die traditionelle Schinkenräucherei ist auf jeden Fall eine Pause wert.

Idylle bei der Bille auf der Langen Brücke

Noch ein kleines Stückchen weiter führt der Weg auf einem gut geteerten Radweg entlang, bis man Witzhave erreicht. Wer hier schon wieder Lust auf eine kleine Pause hat, der findet im Ort eine Backstube, die leckeren Kaffee serviert.

Zurück in den Wald kommen die Tourradler, wenn sie kurz vor dem Ortskern von Witzhave links abbiegen. Dort geht es auf einen kleinen Weg. Schnell erreichen Radler die Lange Brücke. Es ist eine malerische kleine Holzbrücke, die über die Bille führt. Dank der grünen Blätter, die die Sonnenstrahlen durchblitzen lassen und über dem Wasser rascheln, entsteht ein urgemütliches Gefühl. Die Natur gibt hier alles, um Besucher von ihrer romantischsten Seite zu überzeugen.

Weitere Infos zur Tour

Los geht’s in Aumühle bei Lauenburg. Hier gibt es einen S-Bahnhof, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen ist.

Rund 21 Kilometer ist die Tour durch den Sachsenwald lang und dauert etwa 1,5 Stunden – je nach Länge der Pausen natürlich auch gerne mehr.

Weitere Touren in der Region gibt es unter: www.LN-online.de/Radtouren

Direkt nach der Langen Brücke wird es etwas anstrengend, besonders wenn es in den vergangenen Tagen geregnet haben sollte. Der Radweg ist schmal, die Spuren der Reiter, die hier mit ihren Pferden entlanglaufen, sind deutlich zu erkennen. Wer kein Mountainbike hat, der schiebt besser – was bei dieser beeindruckenden Natur überhaupt nicht schlimm ist. Entlang der Bille führt der Weg so lange weiter, bis man irgendwann wieder festeren Untergrund unter den Rädern spürt.

Durch den Sachsenwald bis zur Bismarck Mühle

Nach ein paar Kilometern im tiefen Sachsenwald steht direkt hinter einer Linkskurve die Bismarck Mühle. Hier können sich die Radler richtig schön von der Tour entspannen. Das Wasser plätschert und im Restaurant werden gutbürgerliche Speisen serviert. Die S-Bahnhaltestelle Aumühle ist von hier nur noch einen Katzensprung entfernt. Ein toller Abschluss der Tour!

Weitere Beiträge aus der Sommerredaktion finden Sie hier.

Hannes Lintschnig

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