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Norddeutschland Barmbek: Angeklagter schuldfähig
Nachrichten Norddeutschland Barmbek: Angeklagter schuldfähig
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20:10 14.02.2018
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Hamburg

Der 27-jährige Ahmad A. leide weder an einer psychischen Erkrankung noch habe er bei seiner Tat am 28. Juli vergangenen Jahres unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gestanden. Bei einer Haaranalyse hatte das Hamburger Institut für Rechtsmedizin nur sehr geringe Rückstände des Cannabis-Wirkstoffes THC gefunden.

Der Angeklagte hat gestanden, in einer Edeka-Filiale einen Mann erstochen und anschließend sechs weitere Menschen verletzt zu haben. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Palästinenser aus Gaza Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor.

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Das Gericht schaute sich gestern Videoaufnahmen aus Überwachungskameras an, die den Tatablauf zeigen. Anschließend verlas der Vorsitzende Richter ein Polizeiprotokoll, das die Bilder beschreibt. Demnach dauerte das Geschehen im Edeka-Markt nur 46 Sekunden. 14 brauchte Ahmad A., um sich das Messer aus einem Regal zu holen, und vier, um die Schutzhülle abzuziehen. Dann stach er innerhalb von zehn Sekunden viermal auf sein erstes Opfer ein.

Der 50-Jährige hatte keine Chance. Zwei der Stiche in die Brust- und Bauchhöhle, 18 und 21 Zentimeter tief, seien absolut tödlich gewesen, erklärte der Leiter des Instituts für Rechtsmedizin, Prof. Klaus Püschel.

Der Vorsitzende Richter deutete an, dass der Staatsschutzsenat Ahmad A. auch zu einer Sicherungsverwahrung verurteilen könnte. Der Prozess wird am 19. Februar fortgesetzt, das Urteil soll am 1. März fallen.

LN

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