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Norddeutschland Behelfsbrücke für A-20-Loch geplant
Nachrichten Norddeutschland Behelfsbrücke für A-20-Loch geplant
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20:10 27.02.2018
Seit September 2017 versinkt die A-20-Fahrbahn auf 100 Meter Länge im moorigen Untergrund.
Seit September 2017 versinkt die A-20-Fahrbahn auf 100 Meter Länge im moorigen Untergrund. Quelle: Fotos: Sauer/dpa, Wüstneck/dpa
Schwerin

Die abgesackte A 20 bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll von Ende Sommer an einspurig in beide Richtungen befahrbar sein. Ermöglichen wird das eine 800 Meter lange Behelfsbrücke aus Stahl, kündigte gestern Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) an. Die Ausschreibung für 711 Meter Brückenteile laufe bereits. Weitere 100 Meter könne der Bund zur Verfügung stellen. Das Ministerium habe Marktrecherchen betrieben, um herauszufinden, ob in Europa Unternehmen in der Lage seien, eine solche Menge an Behelfsbrückenteilen zu liefern. Dies sei der Fall, sagte Pegel.

Die Stahlteile sollen auf Betonpfeilern ruhen, die 20 bis 25 Meter tief in den Untergrund getrieben werden. Diese Pfeiler sollen dann auch für den dauerhaften Wiederaufbau der A 20 an der Stelle genutzt werden. Dieser wird 100 Millionen Euro kosten.

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von der abgesackten A 20 Richtung Rostock bei Tribsees zu sehen!

Die Autobahn ist bei Tribsees über einem Moor auf etwa 100 Metern Länge mehrere Meter tief eingebrochen. Ein mehrere hundert Meter langer Damm westlich der Trebeltalbrücke, auf dem die Fahrbahn ruhte, hat sich über dem Torf als nicht tragfähig erwiesen. Derzeit wird der Verkehr durch Dörfer umgeleitet. Laut Pegel gibt es beim Bau der Behelfsbrücke „noch viele Unwägbarkeiten“. Offen sei etwa, ob man Firmen bekomme, die im Juni/Juli die Betonpfeiler in den Boden bringen könnten.

LN