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Norddeutschland Behörden prüfen mögliche Aktivität von Islamisten in Erstaufnahmen
Nachrichten Norddeutschland Behörden prüfen mögliche Aktivität von Islamisten in Erstaufnahmen
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12:25 26.11.2015
 Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Neumünster sind zur Zeit rund 4.000 Menschen untergebracht, vor kurzem waren hier sogar rund 5.000 Flüchtlinge angekommen. Quelle: dpa
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Neumünster/Kiel

 „Wenn Flüchtlinge in Schleswig-Holstein offen gefragt werden, ob sie für die Terrororganisation Islamischer Staat in den Krieg ziehen wollen, ist das Maß voll“, sagte CDU-Fraktionschef Daniel Günther am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das „Flensburger Tageblatt“ unter Bezug auf eine Reportagereihe des ZDF über Anwerberversuche radikaler Islamisten in Neumünster berichtet.

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Demnach soll ein Telefonladen in Neumünster Stützpunkt radikaler Salafisten sein. Ein syrischer Asylbewerber berichtete dem Fernsehteam, „einer sagte: „Komm zu uns. Ich zeige Dir das Paradies.“ Ein anderer Mann sagte, „in unserem Lager geben sich einige als syrische oder arabische Flüchtlinge aus. In Wirklichkeit sind das Isis-Kämpfer. Sie wollen keinen Frieden. Sie wollen einfach nur Gewalt, das sind gefährliche Leute.“

Günther forderte, „wer Menschen aus Deutschland für Terrororganisationen in den Krieg schicken will, muss unser Land sofort verlassen“. Innenminister Stefan Studt (SPD) müsse schärfer gegen salafistische Organisationen vorgehen und deren Verbote anstreben. „Damit werde deren Finanzströme ausgetrocknet und ihre Kommunikationsstrukturen zerschlagen.“