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Norddeutschland Bevölkerungszahl im Norden etwas angewachsen
Nachrichten Norddeutschland Bevölkerungszahl im Norden etwas angewachsen
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13:07 27.06.2019
Die Bevölkerungszahl in Schleswig-Holstein steigt. Aber langfristig wird die Zahl der Geburten nicht reichen, um die Sterbefälle auszugleichen. Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa
Kiel

Demnach lebten Ende 2018 im nördlichsten Bundesland 2 896 700 Menschen und damit 6900 oder 0,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs lag damit minimal unter dem Bundesschnitt von 0,3 Prozent.

Für die nächsten zwei Jahrzehnte haben Experten mehrere Szenarien entworfen. Im Falle einer geringen Zuwanderung könnte die Zahl der im Norden lebenden Menschen bis Ende 2040 auf 2,81 Millionen fallen. Bei einer moderaten Zuwanderung wären es zu dem Zeitpunkt 2,849 Millionen und bei einer starken Zuwanderung 2,914 Millionen. Nach den beiden ersten Varianten gäbe es die höchste Bevölkerungszahl im Jahr 2026 mit 2,925 Millionen Einwohnern. Bei der dritten Variante wären es 2,951 Millionen im Jahr 2030.

Nur Zuwanderung kann Sterbefälle ausgleichen

Ursache für den erwarteten Rückgang in den Varianten 1 und 2 ist eine negative Bilanz aus Geburten und Sterbefällen von mehr als 325 000 Personen. Auf der anderen Seite steht ein Wanderungsgewinn von 243 000 beziehungsweise 278 000 Menschen. Nach Variante 3 würde ein Wanderungsgewinn von 339 000 Menschen die negative Bilanz aus Geburten und Sterbefällen von 316 000 kompensieren.

Zahl der über 65-Jährigen erhöht sich

Deutlich verändern wird sich die Altersstruktur. Während 2017 noch mehr als 535 000 Schleswig-Holsteiner jünger als 20 Jahre waren, werden es 2040 nur noch zwischen 488 000 und 519 000 sein. Zugleich steigt die Zahl der Menschen ab 65 Jahren von 661 000 auf mehr als 868 000. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung erhöht sich den Prognosen zufolge von 23 auf mindestens 30 Prozent. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 65 Jahren sinkt demnach von rund 1,694 Millionen auf bis zu 1,453 Millionen.

dpa/LN