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Norddeutschland „Beltretter“-Aktivisten projizieren Protest-Nachricht auf Gerichtsgebäude
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Bundesverwaltungsgericht Leipzig: Belttunnel-Gegner zeigen Lichtbotschaft

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06:48 10.09.2020
Leipzig: Ein Aktivist der Sammelbewegung Beltretter projiziert den Spruch «Unsere Ostsee braucht ein faires Verfahren!» auf die Fassade des Bundesverwaltungsgerichts. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Leipzig

Knapp zwei Wochen vor Beginn der Verhandlung zum Fehmarnbelttunnel haben Gegner des Großprojekts eine Lichtinstallation auf das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig projiziert.

Der Zusammenschluss Beltretter ließ am Mittwochabend den Slogan „Unsere Ostsee braucht ein faires Verfahren!“ an der Fassade des Gerichtsgebäudes aufleuchten. Mit der Installation solle auf die Bedeutung der bevorstehenden Verhandlung hingewiesen werden, teilten die Beltretter mit.

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Gericht verhandelt die Klagen ab dem 22. September

Das Gericht in Leipzig wird ab 22. September über die Klagen zweier Umweltverbände und mehrerer Fährunternehmen gegen die Planungen für den Tunnel verhandeln. Das 18 Kilometer lange Bauwerk soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden.

Die Kläger sehen Planungsfehler und umweltrechtliche Verstöße. Das Gericht hat bis zu sieben Tage für diese mündliche Verhandlung eingeplant und zieht dafür extra in die Leipziger Kongresshalle um, weil unter Corona-Bedingungen der Platz im eigenen historischen Gebäude zu klein ist.

Von RND/dpa