Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Norddeutschland Ist die Booster-Impfung auch für Unter-60-Jährige sinnvoll?
Nachrichten Norddeutschland

Corona: Ist die Booster-Impfung für Menschen unter 60 sinnvoll?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:51 18.11.2021
Welche Altersgruppen sollten sich aktuell eine Booster-Impfung holen?
Welche Altersgruppen sollten sich aktuell eine Booster-Impfung holen? Quelle: Mufid Majnun/Unsplash/hfr
Anzeige
Hannover

Mit der Zeit nimmt der Impfschutz gegen Covid-19 ab. Die Booster-Impfung regt die Immunantwort erneut an und garantiert einen besseren Schutz vor Erkrankung und Tod, ohne dass sie krank macht wie eine Infektion mit Sars-CoV-2.

 Das ist vor allem für diejenigen wichtig, deren Grundimmunisierung schon sechs Monate zurückliegt – und die trotz Impfung anfällig bleiben für einen schwereren Covid-19-Verlauf. Das betrifft insbesondere über 70-Jährige und Menschen mit einer Immunschwäche.

Auffrischimpfungen helfen, vierte Corona-Welle zu brechen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt ihnen deshalb bereits seit Oktober prioritär eine Auffrischung – sowie auch Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Datenanalysen aus Israel und Großbritannien haben aber auch gezeigt, dass Booster-Impfungen in der Gesamtbevölkerung, also auch bei Jüngeren, einen eindämmenden Effekt auf die Infektionsdynamik haben und den Schutz vor Infektion, Erkrankung und Tod erhöhen.

Möglichst schnell möglichst viele Auffrischimpfungen helfen also auch dabei, die vierte Welle in diesem Corona-Winter zu brechen.

Schicken Sie uns Ihre Frage!

Haben Sie auch eine Frage zum Thema Corona, die wir beantworten sollen? Hier einreichen!

Impf-Termin nicht immer sofort verfügbar

Deshalb hat die Stiko seit Mitte November eine Booster-Empfehlung für alle Menschen ab 18 Jahren ausgesprochen. Eine dritte Dosis erhält jeder und jede, wenn die letzte Impfung rund sechs Monate zurückliegt. Wer sich boostern lassen möchte, sollte Kontakt zu Hausarzt oder Hausärztin aufnehmen. Ein Termin ist nicht immer sofort verfügbar.

Das könnte Sie auch interessieren

Nach sechs Monaten nicht komplett schutzlos

Der Immunschutz vor Erkrankung ist nach sechs Monaten aber auch nicht plötzlich komplett erloschen. Hausärztinnen und Hausärzte sollten der Stiko zufolge bei der Terminvergabe mit Blick auf die zeitlichen Kapazitäten und die Verfügbarkeit von Impfstoff möglichst wie in der ersten Impfkampagne vorgehen: also Termine nach absteigendem Lebensalter vergeben.

Von RND/Saskia Heinze