Corona-Regeln auf einen Blick : Das gilt jetzt in Schleswig-Holstein
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Corona-Regeln auf einen Blick : Das gilt jetzt in Schleswig-Holstein

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19:11 26.11.2020
Was wird denn nun aus Weihnachten? Die Coronaregeln in Schleswig-Holstein weichen von denen in den anderen 15 Bundesländern ab.
Was wird denn nun aus Weihnachten? Die Coronaregeln in Schleswig-Holstein weichen von denen in den anderen 15 Bundesländern ab. Quelle: Christin Klose/dpa
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Berlin/Kiel

Schleswig-Holstein geht seinen Sonderweg bei den Corona-Beschränkungen weiter. CDU-Ministerpräsident Daniel Günther hat es nach der Bund-Länderkonferenz am Mittwoch angekündigt. Am Wochenende soll die neue Verordnung vorliegen und ab Montag in Kraft treten.

Der Teil-Lockdown gilt grundsätzlich weiter

Was gilt denn dann nun in Schleswig-Holstein? Im Wesentlichen gelten die Beschränkungen des Teil-Lockdowns weiter, die bundesweit ab November in Kraft getreten sind. So bleiben etwa Restaurants weiter geschlossen. Abweichungen ergeben sich jetzt vor allem bei den Kontaktbeschränkungen und im Einzelhandel, weil Schleswig-Holstein die von den 15 anderen Ländern geforderten Verschärfungen, beziehungsweise Veränderungen nicht mitmachen will.

Kontaktbeschränkungen: In Schleswig-Holstein gilt weiterhin, dass Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen erlaubt sind. Dabei werden auch alle Kinder mitgezählt. Bei Treffen im öffentlichen Raum dürfen die zehn Personen zudem nur aus höchstens zwei Haushalten kommen. Für private Treffen wird eine Zahl von höchstens zwei oder drei Haushalten empfohlen.

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Diese Regel samt Empfehlung soll in Schleswig-Holstein so auch unverändert für die Weihnachtstage und über Silvester gelten. Unterm Weihnachtsbaum dürfen also höchstens zehn Personen zusammenkommen.

Andere Bundesländer verfahren anders

In den anderen 15 Bundesländern gilt zunächst: Treffen im privaten und öffentlichen Raum sind nur noch mit bis zu fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten erlaubt. Dabei werden allerdings alle Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Zum Weihnachtsfest und über Silvester – vom 23. Dezember bis zum 1. Januar – wird die Grenze auf zehn Personen aus dem Familien- und Freundeskreis angehoben. Auch dabei werden Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. So könnten sich dort also zum Beispiel auch zehn Erwachsene mit zehn Kindern, also zusammen 20 Personen oder mehr treffen.

Einzelhandel: In Schleswig-Holstein bleibt es bei der Regel, dass Geschäfte einen Kunden pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche einlassen dürfen. In den anderen 15 Ländern wird diese Regel dahingehend verschärft, dass Geschäfte über 800 Quadratmeter Fläche nur noch einen Kunden pro 20 Quadratmeter einlassen dürfen.

Massagepraxen dürfen ab 30. November wieder öffnen

Körpernahe Dienstleistungen: Schleswig-Holstein erlaubt zudem ab Montag, 30. November, wieder „körpernahe Dienstleistungen“. So dürfen etwa Massagepraxen, Kosmetik- und Nagelstudios oder Fußpflegepraxen wieder Kunden bedienen. In den anderen 15 Bundesländern bleiben auch diese Unternehmen zwangsweise geschlossen.

Tierparks, Wildparks, Zoos: In Schleswig-Holstein dürfen ab 30. November auch alle Zoos, Tier- und Wildparks und Wildgehege ihre Außengelände wieder für Besucher öffnen. In anderen Bundesländern müssen sie weiterhin geschlossen bleiben.

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Längere Weihnachtsferien bis zum 10. Januar

Schule: Die Weihnachtsferien werden in Schleswig-Holstein faktisch nach hinten um zwei Tage verlängert – indem den Schulen verordnet wird, an diesen beiden Tagen keinen Präsenzunterricht anzubieten. Prüfungen und wichtige Klausuren könnten aber stattfinden. Viele andere Bundesländer wollen ihre Weihnachtsferien auf den 19. Dezember vorziehen – das ist in Schleswig-Holstein aber ohnehin schon der erste Ferientag.

Auch die von Bund und Ländern beschlossene Ausweitung der Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, abhängig von den regionalen Corona-Zahlen, hat für Schleswig-Holstein keine Folgen. Denn im Norden gelten bereits schärfere Regeln. Schüler müssen im Unterricht bereits ab der 1. Klasse einen Mund-Nasenschutz tragen, sofern in der Region mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen festgestellt wurden.

Restaurants und Hotels: Die Gastro-Branche muss sich in Schleswig-Holstein auf eine Schließung bis in den Januar hinein einstellen. Reiseverkehre wolle man in den Weihnachtsferien auf jeden Fall vermeiden. In den anderen Ländern gilt die Schließung im Zuge des Teil-Lockdowns zunächst nur bis zum 20. Dezember.

Von Wolfram Hammer