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Corona bei Kreuzfahrten: Große Seuchenschutzübung startet in Hamburg

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14:21 15.10.2021
Das Hamburg Cruise Center Steinwerder, vor der Eröffnungsfeier des jüngsten Kreuzfahrtterminals in Hamburg 2015 (Archivbild).
Das Hamburg Cruise Center Steinwerder, vor der Eröffnungsfeier des jüngsten Kreuzfahrtterminals in Hamburg 2015 (Archivbild). Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
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Hamburg

Im Hamburger Hafen üben Behörden, wie sie auf einen Seuchenausbruch auf einem Schiff mit Ziel Deutschland reagieren müssen. „Großschadensereignisse im Hafen stellen Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen“, sagte der Leiter des Hafen- und Flughafenärztlichen Dienstes der Hansestadt, Martin Dirksen-Fischer, am Freitag.

„Die Anfahrtswege sind oft lang und unübersichtlich, die Einsatzorte teils aufgrund von Sperrgebieten und beengten Räumlichkeiten schwer zugänglich.“ Daher sei es wichtig, einen fundierten Plan mit allen Beteiligten zu entwickeln und zu testen, bevor der Ernstfall eintritt.

So läuft die Übung am Freitag ab

Die am Freitagmorgen begonnene, mehrstündige Übung ist Teil eines bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie gestarteten Forschungsprojektes, von dessen Ergebnissen auch andere Häfen profitieren sollen. Schauplatz der Übung ist das Cruise Center Steinwerder, das jüngste Kreuzfahrtterminal in Deutschlands größtem Seehafen. Allerdings wird nicht auf einem Schiff geübt, sondern im Abfertigungsgebäude des Terminals.

Die Kreuzfahrtindustrie begrüßte die Großübung. Auf Schiffen werde zwar permanent etwa für den Fall eines Krankheitsausbruchs trainiert, sagte der deutsche Geschäftsführer des internationalen Branchenverbands Clia, Helge Grammerstorf, der dpa. Dass aber Einsatzkräfte und Behörden so umfänglich einbezogen würden, „das habe ich so noch nicht gesehen“, betonte er. Die Hamburger Übung sei „sehr gut organisiert“, sagte Grammerstorf. „Da machen die einen tollen Job.“

Kreuzfahrtschiffe im Fokus

Konkret werden bei der Übung Verfahrensweisen und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Einsatzkräfte und Behörden erprobt, darunter Gesundheits- und Hafenbehörden, Havariekommando des Bundes und der Küstenländer sowie Rettungsdienste.

Im Fokus stehen vor allem Schiffe mit vielen Menschen an Bord, wie zum Beispiel Kreuzfahrtschiffe. „Passagiere und Besatzung können bei Landausflügen mit verschiedensten Erregern in Kontakt kommen und diese auf dem Schiff verbreiten“, heißt es bei der Sozialbehörde der Hansestadt.

Von RND/dpa