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Norddeutschland Miethaie in Kopenhagen
Nachrichten Norddeutschland Miethaie in Kopenhagen
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12:00 08.12.2019
Kopenhagens beliebtes Ausgeh-Viertel am Nyhavn: In der dänischen Hauptstadt haben Investitionsfonds zahlreiche Häuser und Wohnungen aufgekauft und die Mieten erhöht. Quelle: dpa
Kopenhagen

Giga-Windpark vor Bornholm:Der dänische Energiekonzern Ørsted, Spezialist für Energie aus erneuerbaren Quellen, hat einen Plan zum Bau eines riesigen Offshore-Windparks vor der Insel Bornholm vorgestellt. Im ersten Bauabschnitt soll er bis zu einem Gigawatt – das sind 1000 Megawatt – Strom aus dem Wind schaufeln. Damit können etwa eine Million Haushalte mit elektrischer Energie versorgt werden, berichten dänische Medien. In zwei weiteren Ausbaustufen kann die Leistung auf bis zu fünf Gigawatt erhöht werden. Verkauft werden könne der Strom auch nach Deutschland, Schweden und Polen, so der Konzern. Zu erwartende Stromüberschüsse sollen in einer auf Bornholm zu bauenden Fabrik zur Produktion von Wasserstoff und Weiterverarbeitung zu „grünem“ Treibstoff für Autos, Schiffe und Flugzeuge verwendet werden. Ob dieser Windpark gebaut wird, muss jetzt im Folketing entschieden werden. In dänischen Gewässern stehen bereits fünf Offshore-Windparks: Zwei in der Ostsee nördlich von Rügen, zwei vor Esbjerg in der Nordsee und einer nahe der Insel Anholt im Kattegatt. Vier weitere sollen vor der Westküste zwischen Ringkøbing Fjord und Tyborøn errichtet werden

Kampf gegen Immobilienhaie: Die regierenden Sozialdemokraten in Kopenhagen wollen die ständig steigenden Mieten in der Landeshauptstadt – 20 Euro pro Quadratmeter sind durchaus üblich – mit einem Sünderregister und einer Informationskampagne bekämpfen. Wie Danmarks Radio berichtet, sollen damit Mieter ermuntert werden, gegen überhöhte Mieten zu klagen. Dafür gibt es in Dänemark Wohnungsausschüsse, bei denen Mieter prüfen lassen können, ob ihre Miete die ortsübliche Vergleichsmiete zu stark übersteigt. Ist dies der Fall, stellt der Ausschuss den erlaubten Mietpreis fest. Den muss der Vermieter beachten und überhöhte Mieten senken, sonst droht ihm ein Verfahren. Wie der Sender berichtet, haben internationale Investitionsfonds, nicht zuletzt der Gigant Blackstone, in Kopenhagen viele Mietshäuser aufgekauft, entmietet, modernisiert und die Mieten dann kräftig erhöht – oftmals deutlich über die ortsübliche Vergleichsmiete. Sie täten dies wissentlich und ließen es auf eine Klage beim Wohnungsausschuss ankommen, um dann die Miete zu senken, berichtet der Sender.

Verschwiegener Polizeiskandal:Die dänische Polizei hat durch einen Fehler im Computersystem über einen längeren Zeitraum bei der Suche nach Straftätern falsche Mobilfunk-Daten verwendet, den Fehler aber lange verschwiegen. Die falschen Daten wurden auch bei der Verhängung von Haftbefehlen benutzt. Zehn Verurteilte fordern jetzt die Wiederaufnahme ihres Prozesses. Dass die Mobilfunk-Daten fehlerhaft sein konnten, war nach Medienberichten auch in der Polizeiführung bekannt, sie hatte aber monatelang weder die Staatsanwaltschaften noch das Justizministerium darüber informiert. Selbst als der Fehler im Frühjahr erkannt worden war, hatte nach diesen Berichten der Reichsgeneralanwalt erst im August den Anklagebehörden landesweit die Anweisung gegeben, dass die gespeicherten Daten nicht länger als Beweismittel in Verfahren genutzt werden durften. Bei den fehlerhaften Daten handelte es sich vor allem um falsche Positions- und Zeitangaben, anhand derer Personen durch Mobilfunkortung verdächtigt wurden, sich zum Tatzeitpunkt am Tatort aufgehalten zu haben.

Von Rüdiger Wenzel

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