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Norddeutschland Dänen streiten sich um Wildzaun
Nachrichten Norddeutschland Dänen streiten sich um Wildzaun
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20:10 31.03.2018

Parteien-Streit um deutsch-dänischen Grenzzaun: Der Vorschlag der Dänischen Volkspartei, den geplanten Wildzaun an der deutsch-dänischen Grenze nicht nur zur Abwehr von der afrikanischen Schweinepest zu verwenden, sondern auch Flüchtlingen und Asylbewerbern den Weg zu versperren, hat zu Streit mit der Regierungspartei Venstre geführt. Die Venstre-Parlamentsabgeordnete, Eva Kjer Hansen, sagte der Zeitung Vestkysten, das sei eine „sehr ärgerliche Vermischung von Themen, die nichts miteinander zu tun haben“. Außerdem sei vereinbart, dass der Zaun wieder abgebaut wird, sobald die Schweinepest-Gefahr gebannt ist. Der EU-politische Sprecher der Dänischen Volkspartei, Kenneth Kristensen Berth, warf den Kritikern daraufhin vor, sie seien „Mimosen, die nicht verstanden haben, dass wir uns in einem Existenzkampf befinden, der das Dänentum unter Druck setzt“.

Wo bleibt das Dosenpfand? In Schleswig-Holstein sollte nach einer Absprache zwischen Kiel und Kopenhagen ab 2018/19 auch für „Exportware“ im Grenzhandel Pfand erhoben werden. Doch passiert ist bisher nichts. Die Region Süddänemark will nun, dass die dänische Regierung in Brüssel Druck macht. Das berichtet die Zeitung der „Nordschleswiger“. Das dänische Steuerministerium habe 2015 geschätzt, dass die Pfandabsprache dem dänischen Einzelhandel einen Mehrumsatz von 475 Millionen Kronen (63,8 Millionen Euro) bescheren würde, schreibt die Zeitung. Nach damaligen Berechnungen der dänischen Umweltbehörde würden jährlich rund 650 Millionen Dosen importiert. Da sie nicht vom dänischen Recyclingsystem umfasst seien, würden sie in der Natur landen.

U-Boot – Madsen bleibt bei Unfall-Darstellung: Im Prozess um den Tod der schwedischen Journalistin Kim Wall bleibt der Angeklagte U-Boot-Besitzer Peter Madsen auch nach sieben Prozesstagen dabei, dass die Journalistin durch einen Unfall im Boot gestorben sei. Wegen eines technischen Fehlers habe der Dieselmotor seine Frischluft aus dem Bootskörper gesaugt und die Auspuffgase hinein geblasen. Wall sei daher erstickt. Die Leiche habe er zerstückelt, um sie aus dem Boot zu schaffen und damit „das Unglück irgendwie ungeschehen zu machen“, sagte Madsen. Die Stichverletzungen habe er Walls Torso zugefügt, damit die Leichengase austreten und der Körper auf dem Meeresgrund liegen bleibt. Die Obduktionsergebnisse und zahlreiche Zeugenaussagen widersprechen Madsens Aussagen. Ein Urteil ist für den 25. April angekündigt.

LN