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Norddeutschland Der große LN-Gastro-Test: Die schönsten Hof-Cafés im Norden
Nachrichten Norddeutschland

Das beste Hofcafé in SH: Der große LN-Gastro-Test

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15:04 10.08.2020
Gut Groß Zecher, Hofcafé zur Kutscherscheune, Catharine von Witzendorf (25), Blaubeer-Sahne-Torte. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Die Lübecker Nachrichten suchen das beliebteste Hofcafé der Region. Hier können Sie mitwählen und außerdem einen Gutschein für 25 Euro gewinnen. Unter den besten zehn wird dann noch einmal abgestimmt, danach präsentieren wir den Sieger. Hier stellen wir Ihnen schon mal einige beliebte Hofcafes vor:

Dielencafé zum Kittlitzer Hofsee

Die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen fällt in diesem Sommer wegen der Corona-Krise aus. Dennoch haben Chefin Britta Rühs und ihr kleines Team aktuell viele Gäste. „Die Rezepte haben wir im Kopf und alles, was wir anbieten, ist hausgemacht“, sagt Rühs, die auch Deftiges anbietet. 20 Sorten Kuchen und Torte sind an den Wochenenden im Angebot, auch vegane und glutenfreie Verführungen. Roastbeef, Wildfrikadelle, Salate, Kartoffelrösti sind nur wenige Beispiele für den herzhaften Appetit. Britta Rühs ist wichtig, dass möglichst viele Produkte aus der Region kommen und saisonal zur Verfügung stehen. „Mein Mann ist Jäger, da kommt regelmäßig etwas für die Küche herein“, lacht sie.

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Hühner im Hofcafé ...

Vor dem Café gibt es urige Gartentische und – Stühle, im hinteren Gartenbereich finden sich weitere Plätze. Hier laufen auch einmal ein paar Hühner um die Gäste herum. Alles ist sehr liebevoll dekoriert und die aktuellen Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen werden vorbildlich umgesetzt. „Einbahnstraßenregelung“, Aufnahme der Bestellung am Tisch, Abholung des Wunsches durch die Gäste am Außentresen. Alle Tische werden nach jedem Besuch gereinigt und desinfiziert.

Hofladen mit regionalen Produkten

Im Hofladen werden regionale Produkte und Deko-Artikel angeboten. Derzeit seien 80 Prozent der Gäste Urlauber, schätzt Britta Rühs. „Und viele Radfahrer möchten mittags etwas Herzhaftes essen“, berichtet die Chefin. Nach den Ausfällen durch die Corona-Pandemie im Frühjahr hofft das Dielencafé auf einen „goldenen Herbst“, um über den Winter kommen zu können. Öffnungszeiten aktuell: Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Adresse: Dielencafé zum Kittlitzer Hofsee, Dorfstraße 40 in 23911 Kittlitz.

Dielencafé zum Kittlitzer Hofsee: Inhaberin Britta Rühs (37) mit Mohnmarzipan- und Nussmarzipantorte. Quelle: Thomas Biller

Erdbeerträume im Café zum Ziegelhof

Morgens werden die Erdbeeren auf dem eigenen Hof geerntet, nachmittags liegen sie schon auf der Torte. Im Café zum Ziegelhof an der B 501 zwischen Grömitz und Lenste dreht sich von April bis Mitte August fast alles um die Erdbeere. „Jetzt wollen die Gäste auch gar nichts anderes“, sagt Betriebsleiterin Friederike Mougin. Neben klassischem Erdbeerkuchen gibt es Erdbeer-Marzipan-Torte, Erdbeer-Eierlikör-Torte und viele andere Variationen. „Die Eierlikör-Torte ist jetzt auch die beliebteste“, sagt Mitarbeiterin Maren Plate. Im Spätsommer geht es dann mit Pflaumen, Zwetschgen und Stachelbeeren weiter, im Herbst und Winter sind Äpfel mit die wichtigste Zutat. Der Betrieb setzt bei den selbst gebackenen Torten stets auf saisonale Früchte. Übers Jahr gesehen werden so um die 100 verschiedene Torten angeboten. Geöffnet ist bis Ende Oktober täglich von 14 bis 18 Uhr, von November bis Februar hat das Café zumeist nur an den Wochenenden geöffnet.

Café zum Ziegelhof: „Die Eierlikör-Torte ist jetzt auch die beliebteste“, sagt Mitarbeiterin Maren Plate (Foto).   Quelle: Luisa Jacobsen

Zwei Tortenmacher im Hofcafé Landzauber

Vor fünf Jahren öffnete das Hofcafé Landzauber in Heilshoop. Betreiberin Sandra Seidel traf damals mit Hofbesitzerin Maja Eichhorn eine Nische. Mittlerweile führt sie den Betrieb allein. „Aber ich habe inzwischen Angestellte, allein würde ich das gar nicht schaffen“, sagt Sandra Seidel. Es ist von Mittwochnachmittag bis Sonntag geöffnet. Doch es gibt eine Woche lang viel zu tun: Zwei Tortenmacher backen ab Dienstag die 30 Böden für leckere Torten. „Das macht man nicht mal nebenbei“, sagt Seidel lachend. Am Mittwoch werden die Torten eingesetzt. Jede Woche wechselt das süße Sortiment. Zudem gibt es Kuchen, Frühstück, eine klassisch britische Afternoon-Tea-Time mit Gebäck oder auch Büfetts. „Wir sind komplett aufgestellt“, so die Meisterin im Restaurantfach, die gut durch die Krise gekommen ist. Unter anderem durch die Online-Vermarktung durch Tortenstücken. Das Landleben geht längst weiter: Im Schnitt finden 500 Gäste pro Woche den Weg in den Heilshooper Garten an der Hauptstraße. Eine weitere Besonderheit: Das Hofcafé hat ganzjährig geöffnet.

Sandra Seidel (39) vom Hofcafé Landzauber in Heilshoop. Quelle: Irene Burow

Hochbetrieb am Wochenende im „Mühlenholz“

„Himbeer-Schmand ist mein absoluter Favorit – und Eistorte“, sagt Amelie Brakel-Timm (28), Chefin des Landcafés „Mühlenholz“ in Heidmühlen am Rande des Segeberger Forstes. Im Hof hinter dem mit Reet gedeckten Bauernhof stehen einladend Tische und Stühle auf dem gepflasterten Platz unter Schatten spendenden Bäumen. Aber wer will, kann es sich auch im Café gemütlich machen. Das Hofcafé ist nur sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen geöffnet (13.30 bis 18 Uhr), aber dann „brummt“ es. 50 bis 60 Torten verputzen ihre Gäste an einem Wochenende, wenn es voll ist, erzählt Amelie Brakel-Timm. Und das Angebot von Frühstück sowie Flammkuchen-Abende sollen nach der Corona-Pause jetzt im August auch wieder aufgenommen werden. Doch dafür ist eine Anmeldung dringend angeraten.

50 bis 60 Torten backt Amelie Brakel-Timm in Heidmühlen für den Cafébetrieb eines Wochenendes. Quelle: Heike Hiltrop

Ostsee-Heidelbeerkuchen in drei Variationen

Auch wenn es sich nicht um ein klassisches Hofcafé handelt, kann man auf dem Ivendorfer Hof Thorn etwa bei einem Radtour-Stopp zwischen Lübeck und Travemünde oder retour Kaffee trinken und vor allem leckeren Ostsee-Heidelbeerkuchen in drei Variationen genießen – mit Schmand, Streuseln oder am Wochenende als „Heidelbeertraum“ mit Marzipan. „Coronabedingt bieten wir unseren frischgebackenen Blechkuchen aus der Bauernküche derzeit zwar nur zum Mitnehmen an. Aber auf unserem weitläufigen Hofgelände findet sich immer ein nettes Plätzchen“, sagt Franziska Thorn. Der Hofladen in der Ovendorfer Straße 25, in dem es auch deftige Picknick-Zutaten und „schweinische Leckereien“ zum Grillen aus eigener Aufzucht gibt, ist mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Aktuell können Heidelbeeren mittwochs und freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 12 Uhr auch selbst gepflückt werden.

Es ist angerichtet: Auf dem Hof Thorn in Lübeck-Ivendorf backen Franziska (l.) und Birthe Thorn viermal pro Woche frischen Heidelbeerkuchen und bieten auch klassische Picknick-Zutaten sowie Ostsee-Heidelbeeren für Selbstpflücker an. Quelle: hfr/privat

Von hh