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Norddeutschland Der Live-Ticker zum Nachlesen: Blitzeis, Autobahn-Chaos, Land unter in Hamburg
Nachrichten Norddeutschland Der Live-Ticker zum Nachlesen: Blitzeis, Autobahn-Chaos, Land unter in Hamburg
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17:29 13.11.2014
Quelle: Timon Ruge

+++ 10.36 Uhr: Letzte Nachwehen von "Xaver": Der "Badewannen-Effekt" klingt ab, das Wasser strömt mit hoher Geschwindigkeit zurück. Wegen der Strömung ist der Verkehr der Priwallfähre gestört. Die Polizei warnt immer noch vor vereisten Fahrbahnen auch auf Autobahnen. Spätestens am Sonntag kommen aber wärmere Temperaturen zurück - und "Xaver" ist endgültig Geschichte. 

+++ 8.30 Uhr: Die Polizei meldet etwa 100 Unfälle wegen der Glätte in Schleswig-Holstein

+++ 21 Uhr: Der "Badewannen-Effekt" sorgt in Lübeck nach dem Niedrigwasser für ein mittleres Hochwasser

+++ 20.33 Uhr: Auf der A 21 weiter Stau in beide Richtungen wegen Glätte und eines Unfalls zwischen Dladorf und Wahlstedt Richtung Süden. Dort sind mehrere Autos ineinandergefahren.

+++ 19.58 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt jetzt auch "offiziell" vor der Glätte: "Es treten starke Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr auf. Vermeiden Sie Autofahrten!"

+++ 19.03 Uhr: Mittlerweile zwischen 20 und 30 Kilometern Stau auf der A1 zwischen Hamburg und Lübeck.

+++ 19.01 Uhr: Blitzeis jetzt auch rund um Segeberg: „Das ist gruselig“ hieß es von Seiten der Polizei. Es gab zahlreiche Fahrzeuge, die nicht mehr von der Stelle kamen. Unfälle „nicht zu knapp“ meldete die Leitstelle. Zum Glück waren es nur Blechschäden. Auf der A 21 standen gar Lastwagen quer. Die Polizei war permanent unterwegs.

+++ 18.39 Uhr: Details zur Situation auf der A1: Mehrere liegengebliebene Sattelzüge legen zurzeit den Verkehr auf der Autobahn 1 lahm. Zwischen dem Kreuz Hamburg-Ost und Kreuz Lübeck geht es in beide Richtungen bei mehr als 20 km stockender Verkehr nur langsam vorwärts. Nach Angaben der Autobahnpolizei Bad Oldesloe hätten sich die Lkw in dem Schneematsch festgefahren. "Im Moment herrscht Chaos", sagte ein Polizeisprecher. Zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe befindet sich außerdem noch eine ungesicherte Unfallstelle. 

+++ 18.15 Uhr: Der Sturm sorgt noch einmal für Verkehrs-Chaos auf der A1. Blitzeis verusacht lange Staus.

+++ 18.02 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hebt die amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen für Lübeck auf.

+++ 18 Uhr: Orkantief „Xaver“ hat in Hamburg die bisher zweithöchste Sturmflut ausgelöst. Am frühen Freitagmorgen stieg der Pegel im Hafen auf 3,98 Meter über dem mittleren Hochwasser (6,09 Meter über Normalnull). Trotz der Wassermassen gab es keine Verletzten und keine größeren Schäden, wie ein Sprecher der Innenbehörde sagte.

+++ 17 Uhr: „Xaver“ behindert den Bahnverkehr im Norden weiterhin. Erst von Samstagmittag an soll der Fernverkehr von und nach Schleswig-Holstein wieder anrollen. Auch auf Regionalstrecken gibt es noch Einschränkungen.

+++ 16.16 Uhr: Hier eine Übersicht: 

+++ 16.13 Uhr: An der Nordseeküste bleibt's ungemütlich.

+++ 16.04 Uhr: Die Lübecker Feuerwehr rettet den Anlegersteg der Lübecker Rudergesellschaft Hüxtertorallee, nach Niedrigwasser hatte sich die Rampe verkeilt und presste bei einlaufendem Wasser den Steg herunter (Foto: Holger Kröger).

+++ 16 Uhr: Xaver führt weiter zu Einschränkungen im Zugverkehr in Schleswig-Holstein. Der Fernverkehr von und nach Schleswig-Holstein sowie nach Dänemark ist weiterhin eingestellt. Der Fernverkehr soll morgen in den Mittagstunden wieder anlaufen. Der Sylt-Shuttle zwischen Niebüll und Westerland fährt heute bis Betriebsschluss nicht.Auskunft gibt es nach wie vor unter der kostenlosen Servicenummer (0 8000) 99 66 33.

+++ 15.20 Uhr: Die Einsatzlage für die Feuerwehren in Schleswig-Holstein stabilisiert sich. Vereinzelt waren am Vormittag noch kleinere Einsätze abzuwickeln. Unterm Strich ziehen die Feuerwehren eine positive Bilanz. "Obwohl „Xaver“ in seiner Intensität und Dauer größer war als „Christian“, kam es weder zu schweren Personenschäden, noch zu spektakulären und schadensintensiven Einsätzen", sagt Holger Bauer, Sprecher der Landesfeuerwehr. Ein großes Dankeschön richtet der Dachverband der rund 1400 Freiwilligen Feuerwehren im Lande an alle Arbeitgeber, die ihre Feuerwehrmitglieder problemlos für diese Einsätze abgestellt haben. Radtke: „Ohne das Zutun der Arbeitgeber funktioniert dieses engmaschige Netz der schnellen Hilfe nicht“, so Bauer.

+++ 15.01 Uhr: 300 Lkw stehen auf der A1 in Fahrtrichtung Norden von der Anschlussstelle Heiligenhafen bis zur Rampe der Fehmarnsundbrücke im Stau. Aufgrund der aktuellen Wetterlage und eines umgekippten LKW wird die Fehmarnsundbrücke längerfristig gesperrt.

+++ 14.37 Uhr: Nach den schweren Sturmfluten an der Nordseeküste müssen sich die Menschen an den Ostseeküsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns auf eine Sturmflut einstellen. Ursache ist der sogenannte Badewanneneffekt. Bei Sturm aus Westen oder Nordwesten wird das Wasser der Ostsee von den Küsten weggedrückt. Lässt der Wind nach, schwappt das Wasser wieder zurück. „Doch dieser Schwingungseffekt wird oft überschätzt“, sagte der Leiter des Vorhersagedienstes des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Stephan Dick, am Freitag. Die direkte Windeinwirkung habe meist den größeren Anteil an einer Ostsee-Sturmflut, sagte er. --> Die aktuellen Pegelstände finden Sie auf der Seite Pegelonline.

+++ 14.35 Uhr: Das Orkantief legt gestern und heute das öffentliche Leben in Lübeck lahm. 

+++ 14.12 Uhr: Xaver hat an der Fachhochschule Kiel (FH Kiel) erheblichen Sachschaden verursacht. Vom Dach eines Gebäudes wurde die Dachhaut großflächig fortgerissen. Bleche und Teile der dort installierten Anlagen sind in den Innenhof des Gebäudes geflogen und haben dort zu weiteren Schäden geführt. Da im Umfeld des Gebäudes eine erhöhte Unfallgefahr besteht, sind Gehweg und Teile des Innenhofs abgesperrt, Türen, die vom Gebäude in den Hof führen, sind elektronisch blockiert. Personen kamen nicht zu Schaden.

+++ 14.01 Uhr: Sturmflut ist, wenn man trotzdem lacht - und das Beste daraus macht. Die Folgen des Sturms von der humorvollen Seite:  


+++ 13.56 Uhr: Es erreichen uns weitere Eindrücke der vergangenen Sturm-Nacht: In Stormarn hat ein entwurzelter Baum ein Loch in Landesstraße 88 gerissen.

+++ 13.49 Uhr: Wir aktualisieren laufend unsere Bildergalerie. Für Eindrücke von Xaver klicken Sie hier.

+++ 13.46 Uhr: Orkantief „Xaver“ hat in Schleswig-Holstein deutlich weniger Schaden angerichtet als im Vorfeld befürchtet. „Wir haben mit Stand Freitagmittag im Vergleich zu Orkantief "Christian" nur ein Zehntel so viele Schadensfälle“, sagte Pressesprecher Heiko Wischer von der Provinzial Nord Brandkasse. Bislang seien einige hundert Schadensfälle gemeldet worden. Einige größere Schäden im Bereich von mehr als 20 000 Euro habe „Xaver“ allerdings auf der Nordseeinsel Sylt angerichtet. Dort hatte der Deutsche Wetterdienst gestern Abend Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometer pro Stunde registriert.

+++ 13.43 Uhr: Aufatmen auf den nordfriesischen Halligen: Die härteste der drei Sturmfluten des Orkans „Xaver“ verlief heute Nacht glimpflich. Zwar herrschte überall „Land unter“, aber die höher gelegenen Warften mit den Wohnhäusern bekommen allenfalls ein paar Wellen ab.

+++ 13.43 Uhr: Für Aufregung sorgte in der Nacht ein Anruf beim Neustädter THW. Gegen 23 Uhr berichtete ein Unbekannter, dass zwei Angler ins Hafenbecken gestürzt seien. Zwei Stunden suchten die Retter, dann war klar: Den Anruf war wohl ein ganz übler und  böswillig ausgelöster Fehlalarm.

+++ 13.41 Uhr: Das 15. Stadtwerke Eisfestival auf dem Kieler Rathausplatz ist heute noch wegen Xaver geschlossen, ab morgen, 10 Uhr, aber wieder wie gewohnt für alle Besucher geöffnet.

+++ 13.38 Uhr: Nachdem sich die Sonne gegen Mittag hat sehen lassen, macht sich Xaver nun mit eisigem Wind und Schnee in Lübeck wieder bemerkbar.

+++ 12.36 Uhr: Die Bilanz der Nacht in Ostholstein: Am späten Abend gab es innerhalb von drei Stunden etwa 120 Einsätze. Kurzzeitig drohte gar ein Horrorszenario. Um 21.45 Uhr hieß es, dass ein Reisebus auf der Sundbrücke umgekippt sei. Jedoch entpuppte sich der Bus als Lkw. Der Fahrer war trotz roter Ampel auf die Brücke gefahren und dann vom Orkan erfasst worden, er wurde leicht verletzt. Heute Morgen gab es seit 6 Uhr schon wieder 23 Einsätze, allerdings handelt es sich um durchweg kleinere Vorfälle.

+++ 12.32 Uhr: Wegen Xaver gab es bis heute Morgen 171 Einsätze. Dabei entfielen auf Stormarn 74, auf das Herzogtum Lauenburg 36 und auf Ostholstein 62 Einsätze. Bis heure Mittag gegen 12 Uhr kamen noch einmal 20 Einsätze in Stormarn hinzu, zwölf im Herzogtum und 25 in Ostholstein. Die leitende Kreisverwaltungsdirektorin und Fachbereichsleiterin des Kreises Stormarn, Anja Kühl, bezeichnete die Situation als völlig entspannt. Man habe in der Leitstelle mit vier Disponenten in der Nacht gearbeitet. Auf weiteres Personal. dass man vorsichtshalber in Bereitschaft versetzt hatte, habe man verzichten können. Das Einsatzaufkommen sei deutlich geringer ausgefallen, als bei Sturmtief
Christian vor wenigen Wochen, so Kühl.

+++ 12.29 Uhr: In Lübeck ist es ruhig. Es weht ein laues Lüftchen. Die Sonne lässt den tauenden Schnee in den Bäumen glitzern.

+++ 12.14 Uhr: Lübeck: Die für heute, 19 Uhr, anberaumte Veranstaltung „Künstler diskutieren mit den Besuchern“ im Rahmen der Ausstellung „KunstBetriebe“ in der Kunsthalle St. Annen findet aufgrund der Wetterlage nicht statt. Sie wird am Freitag, 17. Januar 2014, um 18.30 Uhr nachgeholt, teilte die Kulturstiftung mit.

+++ 11.17 Uhr: Xaver hat weniger schlimm als befürchtet gewütet - aber dennoch heftig: Der Hamburger Hafen ist gesperrt, Straßen stehen unter Wasser, viele Bäume stürzen um. Oft fiel Schnee. Eine der schwersten Sturmfluten der vergangenen Jahrzehnte hat die Millionenmetropole Hamburg heute Morgen getroffen.

+++ 11.09 Uhr: Die Nordbahn hat heute Morgen den Betrieb auf der Strecke Strecke Neumünster-Bad Segeberg-Bad Oldesloe wieder aufgenommen. Erkundungsfahrten auf den AKN-Strecken ergaben keine Einschränkungen, wie das Unternehmen mitteilte. Wann die Strecke Neumünster-Heide-Büsum wieder freigegeben werden kann, sei aber noch unklar. Es werde versucht, einen Schienenersatzverkehr einzurichten, hieß es.

+++ 09.44 Uhr: Orkantief „Xaver“ hat die Abfahrt der Lichterkönigin Lucia aus Schweden verhindert. Der mittlerweile schon traditionelle Besuch der Lucia und ihres Gefolge in Lübeck fällt aus, da sie aufgrund des Sturmes Trelleborg nicht verlassen konnten. Alle Termine und öffentlichen Auftritte werden abgesagt.

+++ 09.42 Uhr: Wie die Bahn mitteilt, gibt es weitere Einschränkungen im Zugverkehr. Durch eine Oberleitungsstörung im Hamburger Hauptbahnhof können alle Züge aus Richtung Büchen den Hamburger Hbf nicht anfahren. Die Züge des Nahverkehrs in Richtung Lübeck beginnen und enden in Hamburg-Wandsbek. Unter der kostenlosen Servicenummer (0 8000) 99 66 33 gibt es nach wie vor Auskünfte.

+++ 09.39 Uhr: Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein sind in der vergangenen Nacht wegen Orkan „Xaver“ mehr als  2000 Mal ausgerückt. Der Schwerpunkt der Einsätze habe an der Westküste stattgefunden, teilte der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein mit. Insgesamt gab es vier leicht verletzte Personen.

+++ 09.24 Uhr: Als Folge von „Xaver“ sind in Polen mehr als 100 000 Haushalte ohne Strom. Herabfallende Äste und umstürzende Bäume zerrissen Stromleitungen in mehreren Regionen Polens, teilte ein Feuerwehrsprecher im Nachrichtensender TVN 24 heute mit.

+++ 09.18 Uhr: Orkantief führt zu weiteren Einschränkungen im Zugverkehr: Zwischen Ahrensburg und Hamburg ist eine Oberleitung kaputt. Nach Hamburg fährt ab Ahrensburg die S-Bahn.

+++ 09.09 Uhr: Schnee und Regen wechseln sich ab, in Lübeck und Stormarn ist es relativ windstill

+++ 09.05 Uhr: Trotz der Sperrung fuhr heute morgen gegen 6 Uhr der Fahrer eines polnischen Klein-Lkws auf die Fehmarnsundbrücke und kippte dort ebenfalls um.

+++ 09.02 Uhr: Zwei Leichtverletzte gab es gestern am späten Abend bei einem Verkehrsunfall auf der Fehmarnsundbrücke. Obwohl sie komplett für Zug- und Fahrzeugverkehr gesperrt ist, befuhr ein Lkw die Brücke. Bei oanartigem Wind kippte der Laster um. Die beiden Insassen wurden leicht verletzt. Wegen der anhaltenden Wetterlage kann der Lkw derzeit nicht geborgen werden. (gjs)

+++ 08.57 Uhr: Wegen „Xaver“ gibt es am Hamburger Flughafen auch heute wieder zahlreiche Flugausfälle. „Am Vormittag müssen Passagiere mit Flugstreichungen und Verzögerungen rechnen“, sagte eine Sprecherin. Die Abfertigung von Flugzeugen sei bei dem starken Wind erheblich erschwert. Wenn der Orkan im Laufe des Tages abflaue, könnte sich der Betrieb aber wieder normalisieren: „Für den Nachmittag sieht es noch ganz gut aus.“ Passagiere sollten sich auf der Homepage des Flughafens informieren.

+++ 08.34 Uhr: Die Polizeidirektion Lübeck zieht Bilanz vom gestrigen Sturm-Tag: Insgesamt 37 Mal mussten die Polizeibeamten im Lübecker Stadtgebiet ausrücken.Im Kreisgebiet Ostholstein wurden wegen des Sturms insgesamt 38 polizeiliche Einsätze registriert.Haupteinsatzgründe in der Hansestadt waren umgekippte Bäume, lockere Werbeschilder und beschädigte Fahrzeuge durch herumfliegende Teile. In der Schwartauer Allee wurde durch eine Windböe ein Fenster aus der Fassung gedrückt.

+++ 00.26 Uhr: Lübeck ist puderzuckerweiß

+++ 23.40 Uhr: Die Fehmarnsundbrücke ist wegen orkanartiger Winde seit 19 Uhr voll gesperrt.

+++ 23.21 Uhr: Wer noch nicht im Bett ist: Mit unserer Bildergalerie von "Xaver" kann man den Tag noch einmal ganz gut Revue passieren lassen:

Das Orkantief "Xaver" bringt uns Böen von bis zu 170 Stundenkilometern.

+++ 23.00 Uhr: Am späten Abend zieht der Sturm in Ostholstein doch noch an. Mittlerweile müssen die Wehren im ganzen Kreis im Minutentakt ausrücken. Äste reißen von Bäumen ab, Bäume werden umgerissen. Auf der Sundbrücke verunglückte ein Lkw auf der Rampe zur Brücke, der Fahrer soll aber nur leichtverletzt sein. Ein Kleinlaster wurde auf Fehmarn vom Sturm umgeweht.

+++ 22.49 Uhr: In der Straße Bollbrüch in Richtung Klein Paris (Bad Schwartau) ist ein Baum auf ein fahrendes Auto gefallen. Der Fahrer blieb unverletzt.

+++ 22.29 Uhr: Das Sturmtief hat bei Polizei und Feuerwehr im Raum Rostock für mehrere Einsätze gesorgt.  Es gebe vermehrt umgestürzte Bäume im Bereich Markgrafenheide an der Ostseeküste, sagte eine Polizeisprecherin. Auch in der Innenstadt seien Schäden an einem Dach aufgetreten, von den herabfallenden Trümmern wurden Autoscheiben zerstört. In Warnemünde drückte der Sturm nach Angaben des Internetportals „Das-ist-rostock.de“ die Scheiben eines Cafés in Strandnähe ein. Schäden gab es auch auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt. Laut Polizei drohte der große Weihnachtsbaum auf dem Warnemünder Weihnachtsmarkt umzukippen und musste gesichert werden.

+++ 22.24 Uhr: Bei stürmischer See wegen des Orkans „Xaver“ sind am Donnerstag vor Südschweden zwei Männer über Bord gegangen und seitdem vermisst.

+++ 22.21 Uhr: Die Deiche entlang der schleswig-holsteinischen Nordseeküste halten den Auswirkungen von Orkantief „Xaver“ weiter stand. Bislang seien keine größeren Schäden festgestellt worden, sagte der Sturmflut-Einsatzleiter vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Michael Heinrichs, am Agabend. Er fügte hinzu: „Die Deiche halten.“ Die zweite schwere Sturmflut wird in der Nacht zum Freitag erwartet.

+++ 22.15 Uhr: Die Behörden warnen in einer amtliche Gefahrenmeldung vor einer „sehr schweren Sturmflut“ am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr in Hamburg. Das Hochwasser soll mit etwa 5,60 Metern über Normalnull am Pegel im Stadtteil St. Pauli eintreten, wie die Hamburger Innenbehörde am Donnerstagabend unter Berufung auf das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mitteilte. „Tief liegende Gebiete im Hafen und an der Elbe“ sollen „rechtzeitig“ verlassen werden.

+++ 21.41 Uhr: Eine zweite Welle des Orkantiefs „Xaver“ mit extremen Orkanböen hat am Abend die Nordseeinsel Sylt erreicht. Dort sei in List mit 185 Kilometern pro Stunde ein bisheriger Höchstwert gemessen worden, sagte Meteorologe Karsten Schwanke im NDR-Fernsehen. Laut dem Deutschen Wetterdienst wurden in List auf Sylt um 21 Uhr aber lediglich 148 Kilometer pro Stunde erreicht. Am Leuchturm Kiel wurden 144 km/h gemessen.

+++ 21.20 Uhr: Jetzt geht das in Lübeck mit dem Schnee wieder los...

+++ 21.15 Uhr: Die Regionalbahn AKN ist an einem Bahnübergang in Elmshorn (Kreis Pinneberg) gegen einen umgestürzten Baum gefahren. Der Zugführer sei leicht verletzt worden, teilte die AKN mit. Die Bahnreisenden blieben demnach unverletz

+++ 21.10 Uhr: Eine zweite Welle mit extremen Orkanböen hat die Nordseeinsel Sylt erreicht. Dort sei in List mit 174 Kilometern pro Stunde ein bisheriger Höchstwert gemessen worden, sagte der Meteorologe Karsten Schwanke im NDR-Fernsehen

+++ 21.08 Uhr: Der Orkan hat in Dänemark einer 72 Jahre alten Frau das Leben gekostet. Sie sei Beifahrerin in einem Van gewesen, den der heftige Wind am Donnerstag von einer Straße bei Holstebro in Jütland geblasen habe, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau.

+++ 21.04 Uhr: Seit 19 Uhr immer mehr Einsätze für die Kooperative Leitstelle West. Derzeit sind rund 151 Einsätze (67 Steinburg, 56 Pinneberg, 28 Dithmarschen) in Bearbeitung. In der Mehrzahl sind es umgestürzte Bäume, Gerüste oder Bauzäune die einen Einsatz erforderlich machten.

+++ 21.00 Uhr: In Rostock hat ein Weihnachtsbaum eine gefährliche Schieflage eingenommen und wird gesichert:

+++ 20.56 Uhr: In der Nähe von Hannover wurde ein Mann schwer verletzt, als ein Auto durch eine Windböe in den Gegenverkehr gedrückt wurde.

+++ 20.52 Uhr: Wie doll war denn der Sturm bis jetzt? Diese Grafik gibt Antwort:

+++ 20.47 Uhr: "Xaver ist ein normaler Herbststurm. Daraus kann man jetzt keinen Trend ablesen“, sagt gerade Klimaforscher Mojib Latif dem Fernsehsender Phoenix. Langfristig erwartet er demnach, dass es häufiger zu Wetterextremen kommt, die durch den Klimawandel verursacht werden.

+++ 20.24 Uhr: Mit 144 Kilometern pro Stunde auf Spiekeroog (Niedersachsen) hat Orkantief „Xaver“ einen vorläufigen Spitzenwert an der Nordseeküste erreicht. Auch wenn der Wind immer wieder nachlasse, sei die ganze Nacht hindurch mit Böen um 140 Kilometern pro Stunde zu rechnen, sagte Manno Peters vom Deutschen Wetterdienst in Hamburg. Eine richtige Pause werde es vorerst nicht geben, auch „wenn der erste Schwung“ an der Nordseeküste nun durch sei.

Die am Leuchtturm Kiel gemessene Spitzen-Windgeschwindigkeit lag um 19.00 Uhr bei 137 Stundenkilometern. In List auf Sylt lag der Wert bei Schneeregen mit Tempo 133 nur gering niedriger. Auf Helgoland legte „Xaver“ wieder leicht zu - von 112 auf 122 Stundenkilometer. Dort gingen Hagelschauer nieder. Auf Fehmarn wurden 115 Stundenkilometer gemessen.

+++ 20.22 Uhr: Das Orkantief führt weiterhin zu Einschränkungen im Zugverkehr. Im Regionalverkehr kommt es zu deutlich längeren Fahrzeiten, weil die Züge langsamer fahren. Einige Strecken sind wegen Sturmschäden gesperrt. Die Deutsche Bahn hat die kostenlose Servicenummer (08000) 99 66 33 geschaltet.

+++ 20.07 Uhr: Neue Bilder von "Xaver" gibt es hier.

+++ 20 Uhr: Eine über 20 Meter hohe Fichte ist gegen 16 Uhr auf das Wittenborner Sportlerheim gekracht. Es befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand im Gebäude, sagte Wehrführer Gero Müller den LN. Ein Ast hat sich durch die Decke gebohrt, durch die beschädigte Stelle dringt ein wenig Wasser ein – keine große Sache für die Wehr. In Abstimmung mit Bürgermeister Thorsten Lange wurde entschieden, den Baum Freitag oder Montag im Hellen mit einem Kran zu bergen. Dann könne man auch etwas über die Schadenshöhe sagen.

+++ 19.56 Uhr: Eine sehr schwere Sturmflut wird noch erwartet - so läuft das ab:

+++ 19.53 Uhr: „Die Deiche sind mächtig und stabil. Den Lohn werden wir heute Nacht einfahren.“ (Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck/Grüne am Donnerstag angesichts des Orkantiefs „Xaver“ zum Küstenschutz)

+++ 19.47 Uhr: Wenn Sie sich fragen, welche Folgen der Sturm bei Ihnen im Ort hat - schauen Sie doch mal auf unsere interaktive Karte, die wir laufend erweitern.

+++ 19.40 Uhr: So kommt die Ware frisch zum Fischmarkt:

+++ 19.20 Uhr: Noch keine Entwarnung in Lübeck - der DWD spricht erneut eine amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen für die Hansestadt Lübeck aus. Es treten Orkanböen mit Geschwindigkeiten über 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) aus nordwestlicher Richtung auf. Die Warnung gilt bis Freitag, 10 Uhr, und wird voraussichtlich verlängert.

+++ 19.13 Uhr: Eine erste Abfrage aller Rettungsleitstellen in Schleswig-Holstein hat noch keine dramatischen Entwicklungen der Einsätze aufgezeigt. Der Schwerpunkt der Feuerwehreinsätze ist an der Westküste festzustellen. 45 sturmbedingte Einsätze für Nordfriesland und Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg wurden gemeldet. Laut Polizei handelt es sich bei den Schäden und umgeknickten Bäumen hauptsächlich um „Altschäden“ von Sturm „Christian“. Vergleichsweise ruhig geht es in Lübeck (drei Einsätze), Kreis Segeberg (sieben), Ostholstein (sieben), Herzogtum Lauenburg (sieben) und Stormarn (zehn) zu. Bislang wurde zum Glück niemand verletzt.

+++ 19.06 Uhr: Die Gemeinde Ratekau hat für ihre Bürger eine Einsatzhotline eingerichtet. Unter 04504/8030 ist auch die ganze Nacht über ein Mitarbeiter erreichbar. Im Feuerwehrhaus in Techau laufen unterdessen per Fax die Einsätze aus der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe auf und werden von dort an die Ratekauer Feuerwehren weitergeleitet. Beim Orkan "Christian" hatte es nämlich Probleme bei der direkten Alarmierung der Ratekauer Wehren gegeben.

+++ 18.56 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnung für Hamburg aufgehoben. Sie bleibt für Schleswig-Holstein aber vorerst bestehen. 

+++ 18.25 Uhr:  Westerland (Sylt): Bislang bleibt es überraschend ruhig in der Notaufnahme des Asklepios Nordseeklinik auf Sylt. Stand 18 Uhr registrierte das Personal der Klinik lediglich vier Patienten, deren relativ leichte Verletzungen im Zusammenhang mit der aktuellen Wetterlage stehen.

+++ 18.22 Uhr: Der Hamburger Flughafen hat die Abfertigung von Flugzeugen eingestellt. Die Betankung und das Entladen von Maschinen sei nicht mehr möglich gewesen, sagte eine Sprecherin. Bis zum Abend wurden fast alle Starts und Landungen gestrichen. Unter anderem wurden Frankfurt am Main, London und Stockholm nicht mehr angeflogen. Flughafenmitarbeiter schoben geparkte Kleinflieger zur Sicherheit in Hallen und befestigten lose Container. Für morgen kündigt der Flughafen weitere Ausfälle an.

+++ 18.17 Uhr: Wegen umgestürzter Bäume und eines Unfalls war die A7 in Schleswig-Holstein zeitweise komplett gesperrt. Die Maßnahmen sind wieder aufgehoben. Wegen weiterer entwurzelter Bäume seien aber immer wieder kurzfristige Sperrungen möglich, so ein Polizeisprecher. Bei dem Unfall in Höhe der Autobahn-Anschlussstelle Tarp bei Flensburg war ein Baum auf einen Lastwagen gestürzt. Der Fahrer blieb unverletzt.

+++ 18.06 Uhr: Bisher ist es in Lübeck zum Glück ruhiger als befürchtet. 

+++ 17.56 Uhr: Eine erste Zusammenfassung im Video:

                   

+++ 17.49 Uhr: Windböe schleudert Auto auf Gegenfahrbahn: Zwei Autos sind heute Nachmittag auf der Landesstraße 184 zwischen Pohnsdorf und Stockelsdorf zusammengestoßen. Die zwei Unfallbeteiligten aus Lübeck wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

+++ 17.44 Uhr: Wichtige Brücken in Schleswig-Holstein sind heute wegen „Xaver“ gesperrt worden. Das betifft seit dem Nachmittag die Störbrücke bei Itzehoe im Verlauf der A23 und an der B5 die Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel. Die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal nahe Rendsburg war nach Auskunft des Landespolizeiamtes zeitweise ganz gesperrt und zeitweise nur für Pkw mit Anhänger sowie leere Lastwagen - je nach Windstärke. Gleiches gilt für die Fehmarnsund-Brücke.

+++ 17.27 Uhr: Hartmut Junge vom Kreisfeuerwehrverband Ostholstein: „Bis auf zwei, drei Kleinigkeiten ist alles ruhig bei uns. Ein Baum in Bad Schwartau, eine Ölspur in Stockelsdorf, das war es auch. Sogar von der Insel Fehmarn, unserem prognostizierten Sorgenkind, hören wir nichts.“ Kreiswehrführer Ralf Thomsen ergänzt: „Das ist bis zum jetzigen Zeitpunkt ein ganz normaler Sturm. Zum Glück. Das war bei Christian aber auch so, dann hatten wir binnen 30 Minuten 13 Einsätze. Mal sehen, was in der Nacht noch so auf uns zukommt...“

+++ 17.22 Uhr: Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern befürchten eine Überlastung der Notrufe. Für Schwerin und Nordwestmecklenburg wurde deshalb ein Bürgertelefon unter 0385/5000-444 eingerichtet. In Vorpommern-Greifswald liegen 50 000 Sandsäcke bereit. Der Katastrophenschutz ist in Rufbereitschaft, so ein Kreissprecher. Eine Stadtsprecherin von Wismar informiert, dass in Erwartung der Sturmflut am Freitag am Hafen Sandsäcke aufgeschichtet wurden, um die Häuser in Hafennähe zu schützen.

+++ 17.19 Uhr: „Xaver“ hat den Nordosten noch nicht mit voller Wucht erreicht, aber schon Schäden in Mecklenburg-Vorpommern verursacht. Behörden und Einwohner im Land sind vorbereitet. Die Schüler haben am Freitag frei. Es gibt erste Schäden. Landesweit sind mehrere Bäume umgefallen. Meteorologen erwarteten für den Nordosten am Abend die volle Wucht des Orkantiefs. Der DWD hat eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es sei mit orkanartigen Böen und an der See mit Orkanböen zu rechnen. Laut Verkehrsministerium ist die stark windexponierte Rügenbrücke noch nicht gesperrt worden. Die Bahn meldete bislang nur geringe Schäden und Störungen auf den Strecken in Mecklenburg-Vorpommern.

+++ 17.15 Uhr: Heute Nachmittag wurden auf der Insel Sylt Windgeschwindigkeiten von rund 126 Stundenkilometern, auf Helgoland 119 und in Kiel 122 gemessen. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen fiel der Schulunterricht aus oder wurde für jüngere Jahrgänge am Mittag beendet. In Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen bleiben die Schulen auch morgen komplett geschlossen. Es werden Notbetreuungen für die Schüler eingerichtet.

+++ 17.15 Uhr: Orkantief „Xaver“ hat an der Ostseeküste am Nachmittag deutlich an Stärke zugenommen. Die am Leuchtturm Kiel gemessene Spitzen-Windgeschwindigkeit lag um 16 Uhr bei 122 Stundenkilometern. Eine Stunde vorher waren es nur 108 gewesen.

+++ 17.13 Uhr: An der deutschen Nordseeküste erwarten die Behörden für heute und morgen mehrere Sturmflutwellen. Die Höchststände werden nach jüngsten Prognosen des Hamburger Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am frühen Freitagmorgen mit etwa zwei bis drei Metern über dem mittleren Hochwasser an der Nordseeküste und bis 3,50 Meter über mittlerem Hochwasser in Hamburg und Bremen erwartet. Die Deiche und Flutschutzanlagen sind für diese und noch höhere Pegel aber ausgelegt. „Wir sind gut gewappnet“, erklärte der Kieler Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Die Hamburger Umweltbehörde sah die Deiche in der Hansestadt „gut gerüstet“.

+++ 17.11 Uhr: Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei im Norden stellten sich mit verstärktem Personal auf arbeitsreiche Stunden ein. Größere Einsätze wurden zunächst aber nicht gemeldet. In Hamburg zählte die Feuerwehr bis zum frühen Abend 57 Unwettereinsätze.

+++ 17.10 Uhr: Zahlreiche Ämter und Behörden in Norddeutschland haben ihre Arbeit wegen des Sturms komplett eingestellt. Auch Weihnachtsmärkte sollten aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben, sogar der in Leipzig. In Norddeutschland warnten die Behörden vor dem Betreten von Waldstücken.

+++ 17.02 Uhr: Dieses Video erklärt sehr anschaulich, wie die Skala für Windstärken aufgebaut ist:

                   

+++ 16.57 Uhr: Laut "Weser-Kurier" gefährdet Xaver das für Sonnabend geplante Fußball-Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München. Die Gefahr droht, weil „Xaver“ das Wasser aus der Nordsee flussaufwärts drückt. Das Stadion selbst liegt in unmittelbarer Nähe der Weser im Überflutungsgebiet, geschützt nur durch den vorgelagerten Sommerdeich. Sollte das Wasser in der kommenden Nacht über diesen Deich fließen, falle das Spiel aus, sagte Werders Mediendirektor Tino Polster.

+++ 16.52 Uhr: Unsere Reporterin Susanne Peyronnet, die heute eigentlich in den Urlaub fliegen wollte, sitzt wegen Xaver noch immer am Hamburger Flughafen fest. Und mit ihr viele andere Flugreisende. Sie hält uns auf dem Laufenden via Twitter und Liveticker. Am Flughafen fiel bereits bis zum Mittag der größte Teil der Starts und Landungen aus, insgesamt sind fast 130 Flüge betroffen.

+++ 16.43 Uhr : Die Feuerwehr rückte bis zum späten Nachmittag lediglich zu rund 60 wetterbedingten Einsätzen aus, verletzt wurde in Norddeutschland zum Glück noch niemand. Hoffen wir, dass es so bleibt!

+++ 16.43 Uhr (Wiederholung): Eine Lesung mit Günter Grass in Lübeck ist wegen des Orkantiefs „Xaver“ abgesagt worden. Die Veranstaltung sollte am Donnerstag in der Reformierten Kirche in Lübeck mit Grass und dem Schauspieler Burghart Klaußner stattfinden. Grass und Klaußner wollten aus der „Blechtrommel“ und anderen Werken des Literaturnobelpreisträgers lesen.

+++ 16.41 Uhr: Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK)  ist zu: Wegen des extremen Hochwassers wurden die Schleusen am Donnerstag in Brunsbüttel dicht gemacht. Die Schleusen in Kiel Holtenau wurden wegen Überfüllung des Kanals ebenfalls bis auf weiteres gesperrt, wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mitteilte. Die Schleusen des NOK haben bei Sturmflut die Funktion von Deichen und werden ab einem Pegelstand von acht Metern geschlossen.

+++ 16.35 Uhr: Bisher musste die Feuerwehr in Ostholstein nicht ausrücken. "Bis auf zwei bis drei Kleinigkeiten - etwa Äste, die auf die Straße gefallen sind - ist alles noch  ruhig in Ostholstein", sagt Kreisfeuerwehrsprecher Hartmut Junge und hofft, dass es so bleibt.

+++ 16.33 Uhr: In Travemünde ist nur noch eine Priwall-Fähre in Betrieb. Die andere ist schon eingestellt, die Fährleute sagen es ist auf Grund des Niedrigwassers (momentan in Travemünde ca. 408 cm, normal sind 510 cm) sehr wahrscheinlich, dass auch die zweite Fähre heute noch eingestellt werden muss.

+++ 16.27 Uhr: LN-Reporterin Susanne Peyronnet  wollte eigentlich heute in den Urlaub fliegen, um 14.30 Uhr von Hamburg auf die Seychellen. Jetzt hat sie gerade erfahren: Xaver macht ihr einen Strich durch die Rechnung, ihr Flug ist verschoben, auf morgen früh 8 Uhr. Jetzt geht es erstmal ins Hotel.


+++ 16.25 Uhr: Der Schulausfall stellt viele Eltern vor ein Betreuungsproblem. In der Eutiner Kita "Kinderinsel" wird deswegen ein Besuchstag für ältere Geschwister ermöglicht, wenn Eltern ihre Kinder nicht betreuen können.

+++ 16.24 Uhr: Die schleswig-holsteinische Nordseeküste hat die erste schwere Sturmflut im Zuge von Orkantief „Xaver“ nach ersten Behördeneinschätzungen wohl glimpflich überstanden. „Bisher wurden uns keine größeren Schäden gemeldet“, sagte der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Johannes Oelerich.

+++ 16.19 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen für die Hansestadt Lübeck aus (gültig bis 19 Uhr). Von Westen ziehen Gewitter auf. Dabei gibt es Orkanböen mit Geschwindigkeiten über 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12). Der DWD weist erneut auf mögliche Gefahren hin: Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. 15 Tipps, wie man sich vor Xaver schützt.

+++ 16.15 Uhr: In Pelzerhaken gab es die ersten Einsätze: Die Feuerwehr musste das Dach eines Schuppens sichern. Zudem hatte sich eine Werbefläche gelöst.

+++ 16.13 Uhr: Das SH-Liga-Spiel des VfB Lübeck beim TuS Hartenholm am Sonnabend fällt aus. Gemeinde- und Vereinsvertreter haben heute um 14.30 Uhr den Platz am Timm-Schott-Weg besichtigt und für unbespielbar erklärt. "Der Rasen ist vom Regen schon jetzt gesättigt, da gibt es keine Chance, darauf zu spielen", sagte Fußball-Obmann Patrick Petersen-Lund.
Der Kreisfußball-Verband Lübeck sagte alle Freitagsspiele im Junioren- und Herrenbereich ab. Schon am Donnerstag musste auch der VfB das Training für alle Mannschaften wegen des Orkantiefs "Xaver" absagen. "Das ist eine Vorsorgemaßnahme", sagte VfB-Geschäftsstellenleiter Florian Möller. Trainer Denny Skwierczynski war erstaunt: "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass in der Vergangenheit wegen Sturmböen mal ein Training abgesagt worden ist. Aber vielleicht ist es richtig, so zu handeln. Jetzt kann keinem Spieler etwas passieren."  Zumindest eines kann jetzt am Sonnabend  unbeschwert stattfinden - die Weihnachtsfeier der Mannschaft auf der Lohmühle. PWD

+++ 16.10 Uhr: Der Fernverkehr nach von und nach Schleswig-Holstein sowie nach Dänemark wurde eingestellt, ebenso der Sylt-Shuttle zwischen Niebüll und Westerland. Im Regionalverkehr in Schleswig-Holstein kommt es auf allen Strecken auf Grund verminderter Geschwindigkeiten der Züge zu deutlich längeren Fahrzeiten und Zugausfällen. Auf der Strecke Neumünster – Flensburg wurde der Zugverkehr eingestellt. Auch die Busse der Autokraft sind von dem Orkan betroffen. In den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland wurde der Busverkehr eingestellt. Mit Verspätungen auf allen anderen Linien muss gerechnet werden.

+++ 16.08 Uhr: Am Lübecker Hauptbahnhof fallen zahlreiche Züge aus oder haben lange Verspätungen. Strecken zum Beispiel nach Stettin, Kopenhagen und Neustadt wurden gestrichen, Reisende nach Travemünde sollen auf Busse des Stadtverkehrs ausweichen. Ein Bahnreisender, der heute eigentlich noch via Büchen nach Dresden will, nimmt es noch gelassen: "Am Unwetter kann ich eh nichts ändern."

+++ 16.07 Uhr: Die Vernissage von E. Muggenthaler & E. Kahl in Lütjenburg wird wegen des Sturmes auf Freitag, 13. Dezember, verschoben!

+++ 15.58 Uhr: Ist das die richtige Gelegenheit? 


+++ 15.58 Uhr: Auch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern fällt am Freitag wegen „Xaver“ die Schule aus. An allen Schulen werde es aber ein Betreuungsangebot geben, sagten die Sprecher der Schulbehörden.

+++ 15.49 Uhr: Der Betrieb der Priwallfähre sowie der Linienbusbetrieb werden so lange aufrechterhalten, wie die Wetterverhältnisse ein sicheres Fahren und Anlegen der Fähren zulassen, teilen Stadtverkehr und Lübeck-Travemünder-Verkehrsgesellschaft mit. Es sei allerdings damit zu rechnen, dass die Fähre im Laufe des Nachmittags ihren Betrieb einstellen muss. Für diesen Fall steht ein Ersatzverkehr mit Bussen bereit. Aktuelle Infos gibt es hier.

+++ 15.45 Uhr: Auf einer interaktiven Karte stellen wir Auswirkungen des Sturms in den einzelnen Orten dar. 

+++ 15.37 Uhr: In Lübeck wird weitergearbeitet in den Ämtern.

+++ 15.35 Uhr: Der Eutiner Friedhof an der Plöner Straße wurde nach Angaben von Mario Hinkelmann vom Bestattungsunternehmen  Walter Ullrich&Sohn von der Friedhofsverwaltung aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Um 13 Uhr hatte das Eutiner Bestattungsunternehmen  noch eine Urnenbeisetzung auf dem Friedhof durchgeführt. Das Bestattungsunternehmen "Schröder Bestattungen" musste einen Termin verlegen, weil ein Friedhof in der Umgebung Eutins die Bestattung bei dem Sturm für zu gefährlich hielt.

+++ 15.32 Uhr: Bahnpendler am Lübecker Hauptbahnhof müssen Geduld beweisen. Viele Züge haben Verspätung, andere Fahrten sind ganz gestrichen. Der ICE nach Kopenhagen, der um 16.06 hätte starten sollen, fällt aus, ebenso die Züge nach Bad Kleinen (16.02 Uhr) und Travemünde (16.03 Uhr).

+++ 15.29 Uhr: In Ratzeburg unterwegs ist "kaum ein Auto auf den Straßen ist". Selbst die "berüchtigte" Baustelle an der Südlichen Sammelstraße ist quasi autofrei. Und das da, wo sich ansonsten der Verkehr immer staut.

+++ 15.25 Uhr: Und so sieht es laut einem Twitter-User am Fähranleger nach Amrum aus:


+++ 15.23 Uhr: Die Bauarbeiter in Ostholstein geben auch auf: Vorarbeiter Willy Johannsen (li.) von der Firma Metallbau Boldt sperrt noch die Baustelle am Eutiner Amtsgericht ab.

+++ 15.21 Uhr: Wenn man diesem Twitter-Foto Glauben schenken darf, dann hat der Sturm einige schottische Windräder in Brand gesetzt:


+++ 15.20 Uhr: In Stellau (Kreis Stormarn) rückt die Feuerwehr aus, weil ein großer Ast abzustürzen droht.

+++ 15.14 Uhr: In Schönningstedt (Kreis Stormarn) hat es ein Haus getroffen; ein Baum ist umgekippt. Ob jemand verletzt wurde und wie hoch der Schaden ist, ist noch unklar.

+++ 15.13 Uhr: Die Stadtverwaltung Eutin hat gerade für alle Mitarbeiter den sofortigen Dienstschluss verkündet. Die Taschen werden gepackt, alle sehen zu, dass sie nach Hause kommen.

+++ 15.12 Uhr: Auch die Bad Segeberger Stadtverwaltung hat heute Nachmittag sturmfrei bekommen. Morgen ist im Bad Segeberger Rathaus ganztägig frei.  Wer nicht unbedingt arbeiten muss, kann nach Hause gehen, teilt Personalchef Carsten Schleicher den LN mit.  Es könnten heute und morgen Mehrarbeitsstunden abgebummelt  werden. Die Verwaltung schließe. Seine Ablage könne der Mitarbeiter auch an einem anderen Tag machen.

+++ 15.09 Uhr: Der Unterstand von mehreren Ponys ist in Linau vom Sturm einfach umgekippt worden. Die Tiere wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen (jeb):

+++ 15.05 Uhr: Die Straßen in der Innenstadt leeren sich, nur vereinzelt laufen noch ein paar Touris durch den Regen. Alle flüchten in die umliegenden Cafés. Alle Stände auf dem Weihnachtsmarkt sind jetzt dicht, der Wind nimmt zu (langsam wird es schwer mit dem Regenschirm vorwärts zu kommen). An der Obertrave läuchtet die Weihnachtsmarktbeleuchtung noch, auch die Scheinwerfer der Eisfläche sind an- Obwohl der Markt mit Flatterband abgesperrt wurde und die Buden verrammelt sind. Zum Regen gesellt sich jetzt auch der erste Schnee.

+++ 15.04 Uhr: Der Offshore-Windpark Baltic 1 vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst hat sich am Donnerstag wegen des nahenden Sturms „Xaver“ abgeschaltet. Diese Maßnahme erfolgte gegen 13.00 Uhr automatisch, als der Wind die Geschwindigkeit von 25 Meter pro Sekunde oder Stärke 10 erreicht hatte, sagte eine Sprecherin des Windparkbetreibers EnBW in Karlsruhe.

+++ 15.03 Uhr: Flensburg: Ratsversammlung abgesagt - Stadtpräsidentin Krätzschmar hat entschieden, die für heute (05.12.) angesetzte Ratsversammlung aufgrund des Sturmtiefs Xaver abzusagen.Flensburger Sporthallen bleiben bis Sonntag, den 08.12. geschlossen.

+++ 15.02 Uhr: Volkshochschule Bad Segeberg: Die Kurse, die Freitagvormittag stattfinden sollten, wurden abgesagt, die Teilnehmer sind bereits informiert worden.
Der Förderunterricht, der sich vor allem an Kinder wendet, wurde ebenfalls abgesagt. Die für heute (Donnerstag) angesetzten zwei Sprachkurse finden allerdings regulär statt, teilt der Leiter der VHS, Michael Kölln, mit.

+++ 15.01 Uhr: Erste Schneeflocken zwischen dem strömenden Regen in Lübecks Innenstadt.

+++ 14.59 Uhr: Hier könnt ihr sehen, wie die Pegel der Trave nach unten gehen:  http://www.pegelonline.wsv.de/webservices/zeitreihe/visualisierung?ansicht=einzeln&pegelnummer=9610090&pegelnummer=9610085 …

+++ 14.56 Uhr: Jetzt ist Schluss mit Weihnachtsmarkt: Grilmeister Natik Bagirov schließt sein Grillzelt auf dem Eutiner Markt:

+++ 14.55 Uhr: Aufgrund der Unwetterwarnungen ist die Kreisverwaltung Segeberg heute seit 14.30 Uhr und morgen ganztägig geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich so möglichen Gefahren durch den Sturm auf dem Weg von oder zur Arbeitsstätte nicht aussetzen müssen. Landrätin Jutta Hartwieg bittet um Verständnis für diese Ausnahmesituation

+++ 14.54 Uhr: Auch in Hamburg gibt es schon erste Schäden:

+++ 14.52 Uhr: Im stormarnschen Grönwohld ist ein kleiner Baum auf ein Haus gekippt (jeb):

Grönwohld: Baum kippt auf Haus

+++ 14.51 Uhr: Das Theater Eutiner Mischpoke musste aufgrund des Sturms vier SChulaufführungen ihres Weihnachtsmärchens absagen. "Die Landesregierung hat uns mit dem Schulausfall einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt Alexander Grau, Erster Vorsitzender und Regisseur.

+++ 14.50 Uhr: Im Hafen bereiten sich die Betriebe bestmöglich auf Orkantief "Xaver" vor. "Wir haben alle Gegenstände gesichert oder weggeräumt", sagt Natascha Blumenthal von der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG). In den Büros könnten die Angestellten die Arbeit mit Gleitzeit selbst regeln, in den Häfen "muss die Arbeit aber weitergehen". Die Lage werde ständig gecheckt, ob noch ein sicheres Arbeiten möglich sei. Die Reedereien haben bereits auf "Xaver" reagiert. TT Lines zum Beispiel lässt heute die Fähren "Nils Dacke" und "Peter Pan" in Travemünde. Letztere kommt heute noch aus Trelleborg und wird gegen 17.30 Uhr erwartet.

+++ 14.49 Uhr: Bei Facebook wird auf der "Blitzer in Kiel"-Seite gerade gemeldet, dass alle mobilen Blitzer in der Stadt abgebaut sind - wohl wegen des Feierabends der Stadtverwaltung ab 14 Uhr. Kommentar eines Gastes: "Tja. sobald es etwas ungemütlich wird, kommen die Abzocker nicht mehr hinterm Schreibtisch vor…" Ein anderer: "Da haben selbst die Blitzer Schiss!"

+++ 14.43 Uhr: Auch die Sportvereine legen eine Ruhepause ein: Bei der BSG Eutin wurden für heute alle Trainings der Jugendmannschaften abgesagt. "Wegen der Gefahren bei Hin- und Rückweg für die Jugendlichen haben wir heute morgen von unserem Jugendobmann  erfahren, dass der Platz am Waldeck heute gesperrt ist", sagt Daniel von Baschle vond er BSG. Etwa zehn Jugendmannschaften hätten heute trainiert.

+++ 14.42 Uhr: Fehmarn: Die Sundbrücke ist seit den Mittagsstunden gesperrt  - für leere Lkw und Wohnwagen-Gespanne. Das Flanieren auf dem Burger Marktplatz wurde eingeschränkt. Der Bauhof hat heute Morgen mit Absperrgittern eine ausreichende Sicherheitszone rund um den 14 Meter hohen Riesen-Tannenbaum errichtet. Der Wind dreht zunehmend auf.

+++ 14.33 Uhr: Auf Mecklenburg-Vorpommerns westlichster Insel Poel herrscht angespannte Ruhe. Mitarbeiter des Bauhofes schneiden Äste von gefährdeten Bäumen, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr halten sich bereit. „Ansonsten halten sich die Vorbereitungen aber in Grenzen“, sagt Janine Kuhnert von der Kurverwaltung. Die Menschen auf der Insel seien sturmerprobt.

Frische Bilder gibt's hier

+++ 14.30 Uhr: In Neustadt haben alle Standbetreiber auf dem Meerchenwald (Weihnachtsmarkt) den Verkauf eingestellt.

+++ 14.20 Uhr: An der Volkshochschule Lübeck fallen heute und morgen alle Kurse aus.

+++ 14.16 Uhr: Auf Fehmarn bereits Windstärke neun. Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt: "Wir merken bereits, wie sich der Sturm aufbaut. Alle Einsatzkräfte sind auf Abruf."

+++ 13.58 Uhr: Selbst Kreispolitiker mit jahrzehntelanger Erfahrung können sich nicht daran erinnern, dass im Kreis Herzogtum Lauenburg eine Sitzung des Kreistages aufgrund des Wetters ausfallen musste. Heute war es soweit: Um 10.52 Uhr verbreitete die Kreisverwaltung die Nachricht, dass die für nachmittags vorgesehenen Beratungen in Ratzeburg "angesichts der prognostizierten Wetterlage" abgesagt sind. Nachgeholt werden soll die Sitzung am Donnerstag, 12. Dezember.

+++ 13.57 Uhr: In Lübeck schaltet die LTM jetzt die öffentliche Weihnachtsmarktbeleuchtung ab. Der Torbogen auf dem Koberg wurde mit Sandsäcken gesichert, der Tannenschmuck wird gerade abgenommen.

+++ 13.56 Uhr: Neustadts Bürgermeisterin Tordis Batscheider (SPD) betont, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung selbst entscheiden können, wann sie heute Schluss machen. "Sie haben gleitende Arbeitszeit. Wer noch einen weiten Nachhauseweg hat, sollte sich jetzt bald auf den Weg machen."

+++ 13.55 Uhr: Erste Prognosen von Versicherungsexperten erwarten Millionenschäden in Schleswig-Holstein durch "Xaver".

+++ 13.54 Uhr: Die Ryanair-Maschine nach Bergamo hat den Lübecker Flughafen wie geplant noch rechtzeitig vor "Xaver" verlassen. "Bisher haben wir noch keine Einschränkungen", sagt Jana Bahrenhop, Sprecherin des Airports. Allerdings steht für kurz vor 21 Uhr noch ein Wizzair-Flieger aus Kiew auf dem Flugplan, der dorthin eigentlich auch wieder abheben soll. Bahrenhop: "Da müssen wir gucken, wie dann die Lage ist." (pah)

+++ 13.53 Uhr: Die Regenfront erreicht Eutin. Mit ihr hat der Wind deutlich zugenommen. Auf dem Markt treiben Böen erste Blumenkübel vor sich her.

+++ 13.50 Uhr: In Lübeck halten sich drei Freiwillige Feuerwehren (Innenstadt, Travemünde und Kronsforde) in den Gerätehäusern bereit.

+++ 13.49 Uhr: Heiligenhafen steht in den Startlöchern für "Xaver": Feuerwehr in Bereitschaft. Bauhof ebenfalls. Bürgermeister Heiko Müller: "Wir haben noch Glück, dass es Westwind ist."

+++ 13.48 Uhr: Die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde Scharbeutz, an der immer mehrere hundert Gäste aus allen Dörfern der Gemeinde teilnehmen, wurde eben abgesagt. Ein neuer Termin wird gesucht.

+++ 13.45 Uhr: "Xaver“ nimmt an Stärke zu: Um 13 Uhr fegten Orkanböen der Windstärke elf mit 115 Stundenkilometern über Helgoland hinweg, wie der Deutsche Wetterdienst auf seinen Internetseiten mitteilt.

+++ 13.42 Uhr: Erster Vorgeschmack auf die mögliche Sturmflut: Fähranleger in Dagebüll. (Bild: dpa)

Fähranleger in Dagebüll

+++ 13.41 Uhr: In der Lübecker Hüxstraße soll die Beleuchtung erstmal hängen bleiben. "Wir beobachten die Lage, können aber gar nicht so schnell noch alles abbauen", meint Thomas Jespersen von der Interessengemeinschaft Hüxstraße. Man werde aber den Strom sicherheitshalber ausschalten

+++ 13.40 Uhr: Zoo "Arche Noah" in Grömitz: Alle Tiere sind in den Innengehegen. Inhaber Ingo Wilhelm betreut die Tiere während des ganzen Sturms. "Wir kennen diese Situation, die Tiere sind drinnen sicher."

+++ 13.39 Uhr: Die Sitzung der Stadtvertreter in Oldenburg fällt heute aus. Neuer Termin wird wohl am Dienstagabend sein.

+++ 13.38 Uhr: Jetzt wird es auch in Bad Schwartau ungemütlich. Der Wind frischt auf und auf dem Weihnachtsmarkt gehen die Lichter aus. Von 25 Buden haben nur noch fünf die Klappen hoch.

+++ 13.35 Uhr: Die Vielzahl der Schüler seit spätestens 13 Uhr hat massive Auswirkungen auf den Busverkehr in Lübeck. "Wir haben ein kleines Chaos und langsam bauen sich Verspätungen auf", sagt Unternehmenssprecherin Gerlinde Zielke. Das Problem sei, dass alle Pennäler nahezu zeitgleich Schulschluss hatten und jetzt nach Hause wollen. Die Priwallfähre ist nach jetzigem Stand noch unterwegs, "mit dem Einstellen der Strecke muss aber jederzeit wegen Niedrigwassers gerechnet werden", so Zielke weiter. (pah)

+++ 13.32 Uhr: Im Theater Lübeck fallen die beiden Weihnachtsmärchenvorstellungen morgen um 9 und 11 Uhr aus. "Wir hatten heute schon viele Schulklassen, die abgesagt haben und morgen soll der Unterricht ja in ganz Schleswig-Holstein ausfallen, da ist es nicht sinnvoll die Vorstellung laufen zu lassen", sagte Julia Voije, Pressesprecherin des Theaters. Alle weiteren Vorstellungen sollen nach jetztigem Stand jedoch weiterhin stattfinden. (mas)

+++ 13.29 Uhr: Die Stadt Neustadt (Kreis Ostholstein) hat sogar alle Veranstaltungen abgesagt. Der morgige Wochenmarkt soll stattfinden. Einige Händler haben aber bereits abgesagt.

+++ 13.28 Uhr: Auf dem Weihnachtsmarkt in Oldenburg geht nix mehr...

Weihnachtsmarkt in Oldenburg dichtgemacht

+++ 13.25 Uhr: Scandlines bleibt mutig: Die Verbindung von Puttgarden nach Rødby soll fahrplanmäßig verkehren. Auf Grund der durch das Sturmtief "Xaver" verursachten, extremen Wetterlage stellt Scandlines aber auf der Route Rostock-Gedser bis Freitag, den 06.12., den Dienst ein. Aktuelle Verkehrsinformationen sind auf www.scandlines.de abrufbar. Hier gibt es zudem die Möglichkeit, sich für einen SMS-Service anzumelden, um Informationen über Fahrplanänderungen zu erhalten.

+++ 13.22 Uhr: Die großen Weihnachtsmärkte in Pronstorf und Stocksee trotzen dem Sturm. „Wir halten durch“, hieß es heute Mittag auf Gut Stockseehof. Allerdings hätten die meisten Aussteller im Außenbereich ihre Zelte schon frühzeitig dichtgemacht und gesichert. Anders auf Gut Pronstorf, dessen Weihnachtsmarkt erst freitags öffnet: „Wir gehen davon aus, dass wir  in der Nacht zum Freitag das Gröbste hinter uns haben und öffnen dann wie gewöhnlich“, sagte Hans-Caspar Graf zu Rantzau. Da sich auf Gut Pronstorf fast alles in den Gebäuden abspielt, bestehe auch kein Grund für besondere Sicherungsmaßnahmen. (ark)

+++ 13.18 Uhr: Abgeblasen wurde eben auch der Finanzausschuss Fehmarn. Die Absage war aber keine Überraschung mehr - mit dem Gedanken hatte Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt schon tags zuvor im LN-Interview gespielt, denn die Insel Fehmarn wird heute besonders schwer getroffen werden. Die Sitzung wird kommenden Dienstag, 10. Dezember, ab 19 Uhr im Burger Verwaltungsgebäude nachgeholt - genau zwei Etagen über dem Kellerraum, in dem die Stadt Fehmarn gestern ihr Lagezentrum einrichtete.

+++ 13.12 Uhr: Der Versicherungsverband GDV hat eine kostenlose Hotline geschaltet. Experten des Verbandes beantworten unter der Nummer 0800/33 99 399 alle Fragen zum Thema Versicherungsschutz - etwa bei Schäden am Haus oder Auto.

+++ 13.11 Uhr: Wer hat ihm eigentlich diesen Namen gegeben? Acht Fakten zu "Xaver".

+++ 13.08 Uhr: Die Hamburger Feuerwehr ist bereits zu ersten wetterbedingten Einsätzen ausgerückt. Verletzte oder größere Schäden habe es bislang aber noch nicht gegeben, sagt ein Feuerwehrsprecher. Meist ging es um Äste oder Gegenstände, die herunterzufallen drohten. In einem Keller stand Wasser.

+++ 13.07 Uhr: Aus Sicherheitsgründen haben die Kommunalpolitiker in der Gemeinde Lüdersdorf (Nordwestmecklenburg) die für heute Abend in Herrnburg angesetzte Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Kultur und Sport abgesagt.

+++ 13.06 Uhr: Hier werden gerade die Gondeln vom Riesenrad am Koberg entfernt:

Riesenrad wird vor Sturm geschützt

+++ 13.00 Uhr: Sämtliche Kindergärten in Ostholstein, von Großenbrode bis Ratekau, sagen ihren Betrieb für morgen ab. Die Fehmarnsundbrücke ist bereits teilgesperrt.

+++ 12.59 Uhr: Aus Sicherheitsgründen hat die Gemeinde Selmsdorf (Nordwestmecklenburg) die morgige Eröffnung des Weihnachtsmarktes vom Gelände an der Kirche ins Gotteshaus verlegt.

+++ 12.58 Uhr: So sieht es laut einem Twitter-User gerade in Aberdeen aus:


+++12.57 Uhr: In Ostholstein hatten sich viele Gemeinde- und Stadtvertreter den Donnerstagabend eigentlich für ihre Sitzungen freigehalten - jetzt trudeln die Absagen ein, zum Beispiel für die Stadtvertretung Heiligenhafen oder den Bauausschuss in Großenbrode. Und in Neustadt werden heute weder Ehrennadeln and Ehrenamtler vergeben noch der Riesenadventskalender am Kremper Tor geöffnet.

+++ 12.56 Uhr: Xaver macht auch den Segeberger Politikern zu schaffen. Segebergs Kreispräsident Winfried Zylka (CDU)  sagt gerade seine Pressekonferenz zur kommenden Kreistagssitzung ab. Das hat er noch nie getan.

+++ 12.55 Uhr: Am Lübecker Uniklinikum läuft weiter Dienst nach Vorschrift, Operationen etwa werden nicht verschoben. Zur Not stehen Notstromaggregate bereit.

+++ 12.42 Uhr: Der Weihnachtsmarkt am Lübecker Rathaus ist noch offen, es herrscht reger Betrieb. Auf dem Koberg dagegen sind fast alle Stände geschlossen und die Gondeln am Riesenrad wurden abgehängt. Sorgen macht den Schaustellern dort ein Torbogen, an dem das Schild mit der Aufschrift "Maritimer Markt" hängt und der jetzt schon ziemlich schwankt. Die Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) kontrolliert gerade nochmal alles.

+++ 12.38 Uhr: Am Hamburger Flughafen wurden jetzt von mittags an der Großteil der Landungen und Abflüge gestrichen, wie eine Sprecherin sagte. Betroffen sind zunächst rund 100 Verbindungen, unter anderem nach München, Mailand und Stockholm. Flughafenmitarbeiter schieben geparkte Kleinflieger zur Sicherheit in Hallen und befestigen lose Container. 

+++ 12.36 Uhr: Der Orkan „Xaver“ hat in Schottland ein erstes Menschenleben gekostet. Ein Lastwagenfahrer starb am Donnerstag laut Polizei, nachdem ein Windstoß sein Fahrzeug erfasst hatte und umkippte. Vier Menschen wurden leicht verletzt, als der Lastwagen auf Autos stürzte.

+++ 12.34 Uhr: Auch der Weihnachtsmarkt im Lübecker Heiligengeist-Hospital schließt heute schon um 14 Uhr. Ob Freitag geöffnet wird, wird erst noch entschieden.

+++ 12.30 Uhr: Das können wir "Xaver" noch nicht anlasten: Heute früh hatten viele Autofahrer vor allem im Herzogtum Lauenburg Probleme mit Glätte. Dort allein gab es sechs Unfälle. Bitte fahren Sie sehr vorsichtig, wenn Sie heute von der Arbeit kommen oder morgen wieder hinmüssen!

+++ 12.20 Uhr: Auch die Nordkirche hat wegen des Orkantiefs „Xaver“ am Donnerstag ihren traditionellen Adventsempfang in Hamburg abgesagt. Bischöfin Kirsten Fehrs hatte dazu am frühen Abend in der Hauptkirche St. Katharinen zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik Gesellschaft und Kirchen erwartet.

+++ 12.19 Uhr:  Was passiert eigentlich mit den Windrädern, wenn es stürmt? Wenn der Sturm zu stark wird, drehen sie sich automatisch aus dem Wind. Sowohl die Rotorblätter als auch die Gondel auf dem Dach einer Anlage sind beweglich. "Am Ende landen wir im Norden praktisch bei Stromproduktion Null“, sagt ein Sprecher des Bundesverbandes Windenergie.

+++ 12.12 Uhr: In Stormarn steht der Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) mit 80 Kräften Gewehr bei Fuß. Die Vorräte wurden aufgestockt, im Notfall könne man auch ein Altenheim evakuieren, sagt Vorstandsmitglied Folke Achterberg. Ihm graut vor einem flächendeckenden Stromausfall. „Das kann passieren, da braucht nur ein Hauptmast umkippen oder ein Trafohaus betroffen sein“. Mehr zu den Vorbereitungen in Stormarn.

+++ 12.05 Uhr: Wir berichten natürlich nicht nur im Live-Ticker - diese Bildergalerie zum Sturm wird laufend erweitert:

Das Orkantief "Xaver" bringt uns Böen von bis zu 170 Stundenkilometern.

+++12.03 Uhr: Die ersten Ausläufer des Orkantiefs „Xaver“ haben Norddeutschland erreicht: Auf Sylt und an der Westküste Schleswig-Holsteins seien bereits Böen mit Windstärke zehn gemessen worden, sagt ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

+++ 12 Uhr: Die Inseln und Halligen vor Schleswig-Holsteins Küste sind vom Festland abgeschnitten. Die Fähren im Wattenmeer haben den Betrieb wegen des Orkantiefs „Xaver“ und der Sturmflut ein. Auch der „Sylt Shuttle“ der Bahn bleibt seit 10.30 Uhr im Bahnhof, so dass die Insel nur noch über den Hindenburgdamm mit den regulären Personenzügen erreichbar ist.

+++ 11.52 Uhr: Züge fahren langsamer: Wie die Bahn mitteilt, fahren die Züge auf den Strecken Lübeck – Neustadt/Puttgarden, Lübeck – Kiel, Lübeck – Lüneburg und Lübeck – Travemünde Strand ab 12 Uhr mit maximal 40 Stundenkilometern - entsprechend länger kann die Fahrt dauern. Die Regionalbahnen (RB) - also nicht die Regionalexpresse (RE) - auf den Strecken Lübeck - Neustadt (Holstein) und Lübeck - Kiel fallen ab 12 Uhr ganz aus. Hier alles zu den Einschränkungen im Zugverkehr.

+++ 11.49 Uhr: Auch die Fachhochschule Lübeck macht die Schotten dicht: Der Dienst- und Lehrbetrieb wird heute ab 12.00 Uhr eingestellt. Erfreulich: Allen Beschäftigten wird für den gesamten heutigen Tag und den Freitag Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge gewährt. Die Befreiung von der Anwesenheitspflicht gilt für Studierende in jedem Fall auch für Freitag.

+++ 11.32 Uhr: Das Bildungsministerium meldet: Aufgrund des aufziehenden Orkans und der möglichen Gefährdung von Schülerinnen und Schülern wird dringend empfohlen, den öffentlichen Schulbetrieb landesweit spätestens bis 13.00 Uhr zu beenden und für eine geordnete Heimkehr der Schülerinnen und Schüler Sorge zu tragen.
Am morgigen Freitag, den 06.12.2013, fällt landesweit der Unterricht an allen öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Bitte informieren Sie sich parallel auch über die Hotline (0800-1827271).

+++ 11.20 Uhr: Das Orkantief Xaver hat auch bei Werder Bremen den vorgesehenen Tagesablauf verändert. Der Fußball-Bundesligist setzte das Training am Donnerstag bereits für 12 Uhr mittags an - ursprünglich sollte die Mannschaft von Trainer Robin Dutt erst am Nachmittag trainieren, wegen der Sturmwarnung entschloss sich die sportliche Leitung, die Übungseinheit um einige Stunden vorzuziehen. Am Sonnabend kommt der FC Bayern zum Bundesligaspiel ins Weserstadion.

+++ 10.59 Uhr: Die Kieler Uni lässt ab 12 Uhr alle Lehrveranstaltungen ausfallen. Dann sollen Mitarbeiter und Studenten die Gebäude räumen. Ähnlich sieht es an den Hochschulen in Flensburg aus, wo Sturm "Christian“ erst Ende Oktober Teile des Daches des Uni-Gebäudes heruntergerissen hatte.

+++ 10.56 Uhr: Wie war das nochmal mit den Windstärken...?

Die Beaufort-Skala. Grafik: dpa/Sahmkow

+++ 10.51 Uhr: Paradox? An der Ostseeküste wird es zunächst starke Niedrigwasserstände geben. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab eine entsprechende Warnung heraus. Danach werden bis Freitagfrüh an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns Niedrigwasserstände von einem bis 1,30 Meter unter Normal erwartet, in der Kieler Bucht sogar von zwei Meter unter Normal. In den Revieren Flensburg und der Schleimündung seien kurzzeitige Extremwerte bis 2,30 Meter nicht auszuschließen, hieß es.

+++ 10.30 Uhr: Hamburgs Schüler bis zur Jahrgangsstufe 10 dürfen sofort nach Hause gehen, wie die die Schulbehörde am DonnerstagmorgeEltern dürfen selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule gehen lassen wollen.

+++ 10.15 Uhr: Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird "Xaver" blasen: Wetterexperte Stefan Kreibohm rechnet für dort mit zwei Höhepunkten: am späten Donnerstagnachmittag und in der zweiten Nachthälfte. Der Orkan sei vergleichbar mit dem Sturmtief „Anatol“, sagt er.. Den Küstenbewohnern empfiehlt er: „Handy aufladen, Batterien für Taschenlampen bereithalten, alle Türen verschließen und nicht rausgehen.“ Sturmtief „Anatol“ hatte vor 14 Jahren schwere Schäden angerichtet; drei Menschen starben in Deutschland.

+++ 9.54 Uhr: Die Menschen in Schottland erleben genau jetzt das, was uns im Lauf des Tages bevorstehen könnte: „Xaver“ hat dort Tausenden Menschen Stromausfälle und Chaos im morgendlichen Berufsverkehr gebracht. Im hohen Norden in den Highlands waren nach heftigem Wind und Regenfällen rund 20 000 Haushalte ohne Strom. Zahlreiche Straßen und Brücken wurden vorsichtshalber geschlossen.

+++ 9.50 Uhr: Hier erklärt ein Meteorologe, wie so ein Orkantief entsteht:

                   

+++ 9.45 Uhr: Das Orkantief wird Schleswig-Holstein im Laufe des Nachmittags mit voller Wucht erreichen, sagt der Meteorologe Rüdiger Hartwig. Die extremen Boen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern werden bis zum frühen Abend über den Norden hinwegziehen. Dann lasse der Wind etwas nach, es bleibe aber die ganze Nacht über noch stürmisch. So langsam durchziehende Stürme seien selten, aber nicht ungewöhnlich, so Hartwig.

+++ 9.38 Uhr: Die ersten Flüge am Hamburger Flughafen fallen aus. Zunächst werden etwa 20 Landungen und Abflüge gestrichen, wie eine Sprecherin sagte. Weitere Ausfälle werden erwartet. Betroffen sind vor allem Verbindungen innerhalb Deutschlands.

+++ 9.34 Uhr: Voraussichtlich drei Sturmfluten werden laut Deutschem Wetterdienst (DWD)  an der nordfriesischen Küste und in Hamburg auflaufen. Die erste mit bis zu 2,50 Meter wird am Nachmittag erwartet. Die höchsten Wasserstände - 2,50 bis 4 Meter über dem Mittleren Hochwasser - soll es Freitagfrüh gegen 6 Uhr in Hamburg geben.

+++ 9.00 Uhr: Meteorologe Dominik Jung vermutet, dass sich die Lage seit gestern Abend verschärft hat. Der Orkan habe um 7 Uhr heute Morgen die Shetland-Inseln erreicht. "Dort wurde der Luftdruck im Zentrum des Orkantiefs mit rund 5 Hektopascal weniger bestimmt, als er zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort laut den Prognosen eigentlich haben sollte", so Jung. "Das könnte darauf hindeuten, dass der Orkan die Prognosen auch auf seiner weiteren Zugbahn übertreffen könnte.“