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Norddeutschland Fahrradtour ins Curauer Moor
Nachrichten Norddeutschland Fahrradtour ins Curauer Moor
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06:12 20.07.2019
Blick auf die Moorlandschaft: Auf dieser Bank können Fahrradfahrer den Blick in die Ferne genießen – ein Highlight der Tour. Quelle: Fotos: Hannes Lintschnig
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Bad Schwartau

Diese Fahrradtour beginnt in Bad Schwartau. Die Stadt ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen, von Lübeck aus gibt es stündlich einige Bahnen und Busse, die die Marmeladenstadt ansteuern. Vom Bahnhof aus ist es nicht weit bis zur Fußgängerzone und zum Markt. Hier gibt es viele Möglichkeiten, um sich mit Proviant und Leckereien für die Tour einzudecken.

So verläuft die Fahrradtour im Bad Schwartauer Umland zum Curauer Moor. Quelle: Jochen Wenzel

Vom Markt führt die Route auf die Eutiner Straße und dann nach links für einige Kilometer auf die Pariner Straße. Über Groß Parin erreichen Fahrradfahrer bald den Pariner Berg – eine anstrengende Angelegenheit. Süddeutsche Radler würden diese 72 Meter hohe Erhebung zwar eher als Hügel bezeichnen. Für Nordlichter ist es allerdings eher ein Berg, für den man etwas Kraft in den Beinen benötigt – oder eben ein E-Fahrrad.

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Weitere Infos zur Radtour

Mit etwa 24 Kilometern ist diese Radtour gut zu schaffen. Allerdings gibt es leichte Steigungen und besonders der kurze Abschnitt im Moorgebiet ist etwas schwieriger zu befahren, besonders wenn es in den vergangenen Tagen geregnet haben sollte.

Start und Ziel ist der Hauptbahnhof in Bad Schwartau. Von hier aus ist der Marktplatz schnell zu erreichen.

Weitere Radtouren gibt es im Internet unter www.LN-Online.de/Radtouren 

Ausblick vom Pariner Berg bis zur Lübecker Altstadt

Auf dem Pariner Berg werden die Anstrengungen mit einem herrlichen Blick über Felder und Wälder bis zu Lübecks Altstadt entlohnt. In der Gaststätte „Pariner Berg“ gibt es gutbürgerliche Leckereien oder einfach nur eine Tasse Kaffee zu dem schönen Ausblick. Eine noch schönere Aussicht auf die Landschaft gäbe es gewiss von der Spitze der Bismarck-Säule. Der rund 13 Meter hohe, aus Feldstein gemauerte Turm mit einer Aussichtsplattform ist aber leider momentan wegen Sanierungsarbeiten bis auf Weiteres geschlossen.

Die Rundtour startet und endet in Bad Schwartau und führt durch Groß Parin auf den Pariner Berg und zurück über Stockelsdorf. Unterwegs genießen Radfahrer die Natur und einen tollen Ausblick.

Auf gut zu befahrenen Straßen, die sich Radler mit Autos teilen müssen, führt die Strecke weiter nach Curau. Auf dem Weg können Golfer beim Abschlag oder dabei, wie sie ihre Bälle aus den kleinen Teichen wieder herausfischen, beobachtet werden. In dem kleinen Örtchen Curau lohnt sich ein kurzer Abstecher zur der evangelischen Kirche aus dem Jahr 1828.

Nächste Etappe: Der Eingang zum Curauer Moor

Weiter führt die Fahrradtour an der Kreuzung die Lübecker Landstraße nach rechts in Richtung Ahrensbök. Nach ein paar hundert Metern kommt ein kleiner Rastplatz für Autos. Hier ist der Eingang zum Curauer Moor.

Ein Schild weist daraufhin, dass Radler jetzt das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet befahren. Der kleine matschige Weg, der von Baumästen verhangen ist, führt zwar in eine Sackgasse. Aber der kurze Abstecher ins Moor lohnt sich trotzdem: Denn durch die Äste eröffnet sich ein schöner Blick auf die Moorlandschaft. Absteigen und auf eigene Faust durch das Moor spazieren ist allerdings keine gute Idee: Das kann nämlich schnell gefährlich werden.

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Bei einer Pause den Blick übers Curauer Moor schweifen lassen

Wer diesen recht schwierigen, kleinen Weg lieber nicht fahren, aber trotzdem das Moor genießen möchte, der hält sich bei dem Rastplatz links und geht die kleine Steigung neben der Straße herauf. Nach ein paar Metern steht dort eine Bank, die nicht besser platziert sein könnte, um eine entspannende Pause mit atemberaubenden Ausblick über das Curauer Moor zu machen.

Weiter geht die Tour auf gut befestigtem Gelände. Zurück nach Curau und entlang der L184 radelt man entspannt bis nach Stockelsdorf, wo es einige Möglichkeiten zum Einkehren gibt. Von hier ist es aber auch nicht mehr weit bis nach Bad Schwartau – das Ende der Route. Vor der Abreise können sich hungrige Fahrradfahrer auf dem Marktplatz stärken.

Hannes Lintschnig