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Norddeutschland Fahrradtour von Heiligenhafen nach Burgstaaken auf Fehmarn
Nachrichten Norddeutschland Fahrradtour von Heiligenhafen nach Burgstaaken auf Fehmarn
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09:00 26.07.2019
Die 32-jährige Olga Krasovskaya genießt gerne einen frischen Quark der „Quarkeria“ am Südstrand Burgtiefe. Hier kann man nach der Radtour in die Ostsee springen.
Fehmarn

Wer schon immer über die Fehmarnsundbrücke radeln und dabei einen herrlichen Blick auf die Ostsee genießen wollte, der hat bei der rund 32 Kilometer langen Tour von Heiligenhafen nach Burgstaaken die Gelegenheit dazu.

Los geht die Fahrt in der Nähe der imposanten Seebrücke und der Strandpromenade, an der sich Ferienhäuser aus Holz, zahlreiche Lokale und Boutiquen erstrecken. Dort liegt auch die Halbinsel Graswarder: Sie beheimatet ein 230 Hektar großes Naturschutzgebiet mit etwa 40 Vogelarten. Die Landzunge ist rund 2,5 Kilometer lang und 300 Meter breit. Bereits 1968 wurde dort ein Naturschutzgebiet ausgewiesen und 1987 erweitert.

Idyllische Strände und Häfen liegen an dieser 32 Kilometer langen Route. Höhepunkt ist die Überquerung der Fehmarnsundbrücke per Rad.

Die Entstehung des Heiligenhafener Binnensees

Ursprünglich war Graswarder eine Insel. 1954 wurde eine künstliche Verbindung mit der ehemaligen Halbinsel Steinwarder errichtet: Dadurch entstand der Heiligenhafener Binnensee. Der Graswarder ist außerhalb des Naturschutzgebietes teilweise mit kleinen Stadtvillen bebaut – zahlreiche Häuser stehen heute unter Denkmalschutz. Ein Rad- und Wanderweg führt zwischen ihnen und dem Naturschutzgebiet entlang zu einem Aussichtspunkt. Dort genießt man einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Insel Fehmarn und die Ostsee. Wer sich vor der Radtour stärken will, dem sei das Restaurant „Tamatsu“ in der Nähe des Yachthafens empfohlen. Hier gibt es neben internationaler Küche exzellentes Sushi.

Die Halbinsel Graswarder in Heiligenhafen kann von Radlern befahren werden. Zwischen den Stadtvillen und dem Naturschutzgebiet verläuft ein Rad- und Wanderweg. Quelle: Sebastian Musolf

Die Radtour geht durch die Heiligenhafener Innenstadt in Richtung Großenbrode weiter. Erster Stopp in dem kleinen Badeort ist der Südstrand mit seiner Seebrücke. Wer leckere Kuchen und Torten sowie schmackhafte Fischbrötchen verputzen möchte, kann dies im Café „Meerkieker“ machen. Aber aufgepasst: Montags ist Ruhetag. Das Lokal von Cornelia Puck gibt es seit 2005. Es liegt am südwestlichen Ende des Südstrandes. Seit dieser Saison befindet sich dort eine große Spiellandschaft mit Seeblick. Vom Südstrand geht es einmal durch den Ort an den Weststrand Großenbrodes. Dieser ist wegen seiner guten Windverhältnisse vor allem bei Kitern sehr beliebt. Hunde können an diesem Ort ausgelassen toben. Vom Weststrand wird die Tour an der Europastraße 47 entlang zur Fehmarnsundbrücke fortgesetzt.

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Die Fehmarnsundbrücke ist seit 1963 befahrbar

Das imposante Bauwerk in Form eines überdimensionalen Kleiderbügels wurde am 30. April 1963 eingeweiht. Zuvor mussten Besucher der Sonneninsel von Großenbroderfähre aus, dem nördlichen Teil des Ortes, mit dem Schiff über den Fehmarnsund übersetzen. Die seit 1999 unter Denkmalschutz stehende Brücke ist 963 Meter lang und 21 Meter breit. Zahlreiche Autos und Züge, aber auch Fußgänger und Radfahrer, überqueren täglich 23 Meter über der Wasseroberfläche das Bauwerk.

Die Fehmarnsundbrücke verbindet seit 1963 Fehmarn mit dem Festland. Auch Radfahrer können sie überqueren. Quelle: Sebastian Musolf

Es bietet sich eine Pause am Strand des Örtchens Fehmarnsund an. Von diesem Sandstrand aus genießt man einen tollen Blick auf die Brücke. Er ist zudem nicht allzu überlaufen – also geeignet für ein romantisches Picknick zu zweit. Über Wulfen führt die Radtour weiter nach Burgstaaken. Der malerische Hafen mit seinem großen Getreidesilo wurde erstmals 1778 erwähnt. Ab 1780 nahm hier eine Fährlinie zum dänischen Rødbyhavn ihren Betrieb auf, die einmal pro Woche verkehrte.

Kutter legen in Burgstaaken an und ab

Burgstaaken ist der Heimathafen zahlreicher Fischkutter. Fangfrischer Fisch aus der Ostsee wird in vielen Lokalen am Hafen serviert: etwa im Traditionslokal „Lotsenhus“, dem „Fischlädchen“ oder dem Restaurant „Zum Goldenden Anker“. Fans von Kuchen und riesigen Tortenstücken kommen im Café „Kontor“ auf ihre Kosten.

Malerisch ist der Hafen Burgstaaken auf Fehmarn. Zum Hafenfest legen hier auch solche Zweimaster wie die "J. R. Tolkien" an. Quelle: Sebastian Musolf

Wer sich nach der Radtour noch in der Ostsee abkühlen will, kann dies am Südstrand in Burgtiefe nur wenige Kilometer von Burgstaaken entfernt machen. An diesem breiten Strand kann man herrlich baden: Das Wasser ist flach und der Untergrund sandig. Zahlreiche Rutschen und ein Aqua-Park befinden sich dort im Meer. Zum Entspannen stehen jede Menge Strandkörbe bereit. Ein echter Publikumsmagnet ist die „Quarkeria“ von Beate Lübbert, die es schon seit 1984 am Südstrand gibt. Die Hauptverkaufsstelle der beliebten Quarkspezialitäten ist beim Schwimmbad „Fehmare“, nahe der drei IFA-Hoteltürme. In der Hauptsaison gibt es eine zweite Verkaufsstelle am Südstrand beim Hotel „Bene“.

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 Auch die Fehmarn-Besucherin Olga Krasovskaya genießt nach einer Radtour auf der Insel dort am liebsten einen Orangenquark mit frischen Erdbeeren. „Die Quarkeria ist meine zweite große Liebe in Ostholstein, die erste ist das Tamatsu in Heiligenhafen“, sagt die 32-Jährige lächelnd.

Sebastian Musolf

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