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12:01 31.12.2019
Der Schauspieler Jan Fedder bei Dreharbeiten zur ARD-Reihe „Der Hafenpastor“ vor der St.-Pauli-Kirche. Er starb am 30. Dezember im Alter von 64 Jahren.
Der Schauspieler Jan Fedder bei Dreharbeiten zur ARD-Reihe „Der Hafenpastor“ vor der St.-Pauli-Kirche. Er starb am 30. Dezember im Alter von 64 Jahren. Quelle: Angelika Warmuth/dpa
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Hamburg/Lübeck

Der Tod des Schauspielers Jan Fedder bewegt viele Menschen in Norddeutschland. Schauspieler, Bürgermeister, Fans und sogar ein Fußballverein trauern um den Kultschauspieler aus Hamburg.

Das Team vom „Großstadtrevier“ auf Facebook: „Wir denken mit großer Traurigkeit, aber auch voller Stolz an die Zeit zurück, die wir mit Jan teilen durften, in der wir mit ihm gelacht, geweint, gescherzt, gekämpft und hart an jeder einzelnen Folge des Großstadtreviers gearbeitet haben. Wir hoffen, dass all diese schönen Erinnerungen auch Jan zuletzt getragen haben. Und wir wissen, dass sie uns in der nun kommenden Zeit der großen Trauer etwas Trost spenden werden.“

Die Hamburger Polizei auf Twitter: „Unser #Ehrenkommissar Jan Fedder ist heute verstorben. Wir sind tief betroffen.“

Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister: „Traurige Nachricht zum Jahresende: Ein Hamburger Original ist gestorben. Jan Fedder ist eine der beliebtesten Persönlichkeiten der Stadt gewesen.“

Elmar Gehlen, Schauspieler aus Neustadt, der mit Jan Fedder gemeinsam gedreht hat: „Es war ein Schock für mich! Auch wenn es ihm in den letzten Jahren schon nicht gut ging: Ich dachte eigentlich, Jan Fedder sei ein Stehaufmännchen. Ich konnte mit ihm gut über alte Zeiten sprechen und habe mich immer gefreut, wenn ich ihn getroffen habe. Wir haben gern Bier getrunken und geschwätzt, er war eine Urgestalt – in seinen Rollen und als Mensch. Er hat sich nicht verrücken lassen. Da wo er stand, stand er. Das mochte ich so an ihm.“

Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck: „Jan Fedder war ein echter Norddeutscher. Bodenständig, echt, heimatliebend, mit großem Herz. Deutschland verliert einen bedeutenden Charakterdarsteller, einen Schauspieler der nicht nur norddeutsche Charaktere hervorragend spielte, sondern auch selbst verkörperte.“

Lutz Marmor, Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR): „Der NDR hat Jan Fedder viel zu verdanken, die Zuschauerinnen und Zuschauer haben ihn geliebt. Der Tod dieses einzigartigen Schauspielers hinterlässt eine große Lücke.“

Ralf Breisacher, Bürgermeister der Gemeinde Grönwohld, in der die Serie „Neues aus Büttenwarder“ gedreht wird: „Ich habe ihn zwei Mal persönlich getroffen. Jan Fedder war bodenständig, volksnah und hatte das Herz am rechten Fleck. Er gab sich nicht als der große Kulturschaffende, sondern als einer von uns: Offen, freundlich, und sein Hamburger Dialekt machte natürlich auch viel aus. Ich liebe es zu sehen, wenn er als Bauer Kurt Brakelmann immer wieder versucht, irgendwie an Geld zu kommen.“

Ein LN-Leser auf Facebook: „Ganz Hamburg trauert....es gibt nur wenige Menschen, wo die Hamburger an der Straße stehen und weinen, dazu gehört auch unser Jan. Mache es gut...mein Jung.“

Kathrin Weiher, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck: „Ich habe die Nachricht mit tiefer Betroffenheit aufgenommen. 64 Jahre – das ist wirklich zu früh. Jan Fedder war ein Ausnahmeschauspieler. Ich konnte mich bei ,Neues aus Büttenwarder’ immer so schön entspannen. Ich komme ja selbst aus einem Dorf, da war es ähnlich. ,Neues aus Büttenwarder’ ist ein Stück Kulturgeschichte – und das hat Jan Fedder geprägt.“

Moderator Micky Beisenherz: „64. Ein bisschen früh für eine Versetzung in ein anderes Revier. Traurig. Danke für die gute Zeit.“

Der Fußballverein FC St. Pauli auf Twitter: „St. Pauli war seine Heimat. Nun sagt er für immer ,Tschüs’. Ruhe in Frieden, Jan Fedder.“

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Von Hannes Lintschnig