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Norddeutschland Die ersten heimischen Erdbeeren sind da
Nachrichten Norddeutschland Die ersten heimischen Erdbeeren sind da
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18:14 25.04.2019
Die Saison geht los: Frisch geerntete Erdbeeren sind von nächster Woche an im Verkauf. Quelle: Patrick Seeger/dpa
Rendsburg

Angesichts der vergangenen sonnigen Tage, des milden Winters und des sonnigen Februars können sich die heimischen Verbraucher bereits zum 1. Mai auf die ersten reifen Erdbeeren aus dem Folientunnel freuen, erklärt die Kammer. Das sei rund eine Woche früher als im Durchschnitt vergangener Jahre. Erste kleine Mengen an süßen Früchtchen würden bereits am kommenden Wochenende vermarktet.

Das Gros der Betriebe werde seine Erdbeerbuden aber wohl kurz nach dem 1. Mai oder bis Mitte Mai öffnen. Erdbeeren zum Selberpflücken stehen dann noch etwas später bereit. Der Höhepunkt der Erntesaison ist meist im Juni erreicht.

Lange Saison erwartet

Die Erdbeerbetriebe im Land setzen mit einer breiten Sortenvielfalt und verschiedenen Verfrühungs- und Verspätungstechniken auf eine lange Saison. Sie versuchen sowohl zu Beginn als auch zum Ende der Saison hin am Markt präsent zu sein. Dank der Verfrühungsmethoden stehen Erdbeeren hierzulande nicht erst im Juni bereit. Die Folientunnel konnten bereits im Januar bei besten Bedingungen aufgestellt werden. Die Sonne erwärmte die Pflanzen und auch den Boden dort viel schneller, so dass die Ernte immer deutlich früher beginnt als im Freiland.

Beliebte Sorten

Eine sehr frühe Erdbeere im Folientunnel ist die Sorte ,Flair‘. Weitere gängige Frühsorten sind ,Clery‘ und ,Ines‘. Im Freiland kommt die Frühsorte ,Honeoye‘ zum Tragen. Sie hat ein besonders markantes Erdbeeraroma und eine sehr schöne Farbe. Die dunkelroten mittelgroßen bis großen Früchte eignen sich besonders für Marmeladen und Desserts. Eine typische Junisorte ist die ,Sonata‘.

Viele setzen auf Direktvermarktung

Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer, freut sich auf die bevorstehende Saison: „Erdbeeren gehören zum Mai wie der Spargel. Ich esse sie am liebsten mit Schlagsahne. Verbraucher sollten auf heimische Ware achten, denn diese stärkt die Erzeuger in der Region und schont die Umwelt durch kurze Transportwege. Und diese Erdbeeren sind in Frische und Geschmack unübertroffen“.

Viele Erdbeererzeuger setzen in Schleswig-Holstein vor allem auf die Direktvermarktung: In Hofläden oder Verkaufsständen an verbrauchernahen Standorten bieten sie die Früchte pflückfrisch an. Etwas später in der Saison gibt es die Früchte auch zum Selberpflücken. Gerade für Kinder ist das Selberpflücken ein Erlebnis – zu ernten und zu schmecken, wo gesunde Nahrungsmittel wachsen.

Besonders süße Früchte

Nach dem milden Winter begann die Vegetation im Februar mit viel Sonnenschein sehr früh für die Erdbeeren. Die Pflanzen trieben in den Folientunneln die ersten frischen Blätter und Blüten zeitig. Dann kam der regenreiche und etwas dunkle März, der das Wachstum eher etwas zurückhielt. Der April brachte mit viel Sonnenschein die ausreichende Erwärmung in den Folientunneln.

Vor dem kalten Ostwind und den Nachtfrösten vor Ostern waren die Erdbeerfrüchte im Folientunnel gut geschützt und nahmen weiter an Größe zu, so dass jetzt die ersten süßen Erdbeeren reif sind. Das viele Licht im April brachte gute Wachstumsbedingungen. Die Landwirtschaftskammer und der Obstbauversuchsring erwarten sehr guten Qualitäten an süßen Früchten.

Zurzeit keine Wetter-Probleme

Derzeit haben die Erdbeeren keine Probleme mit der trockenen Witterung, im Gegenteil. Aber regional unterschiedlich wird bereits Tröpfchenbewässerung eingesetzt. Sollte es so trocken werden wie im vergangenen Jahr, könnte sich Wasser erneut zu einem beachtlichen Kostenfaktor entwickeln.

Die Wasservorräte sind in diesem Jahr bisher in den Böden und Oberflächengewässern noch nicht ausreichend aufgefüllt, auch die Wasserverfügbarkeit in den Böden ist begrenzt, sollte es nicht in regelmäßigen Abständen immer wieder mal in der Erdbeerzeit regnen.

Anbau und Erntemenge

Wenn alles glatt läuft, werden in Schleswig-Holstein rund 10 000 Tonnen Erdbeeren produziert. Die Anbaufläche ist allerdings zuletzt etwas gesunken auf schätzungsweise rund 900 Hektar (minus 10 Prozent). Die Betriebe setzen hierzulande nun noch mehr auf die Direktvermarktung, weniger auf den Absatz am Großmarkt.

Hier waren die Preise im vergangenen Jahr wegen der heißen Witterung eingebrochen. Um rechtzeitig am Markt zu sein, verfrühen alle Erdbeerbetriebe in Schleswig-Holstein einen Teil ihres Erdbeeranbaues. In Schleswig-Holstein werden auf etwa 60 Hektar im Folientunnel Erdbeeren angebaut, das entspricht etwa 7 Prozent der gesamten Erdbeeranbaufläche. Insgesamt verfrüht werden rund 30 Prozent der Gesamtfläche.

Die Zahl der Betriebe liegt bei rund 80. Die größten Flächen liegen in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, sie machen rund ein Viertel der Fläche aus, sowie in den Kreisen Plön und Ostholstein, ebenfalls rund ein Viertel.

Gesundes Obst, das schmeckt

Erdbeeren sind lecker und gesund: 100 Gramm Erdbeeren haben lediglich 32 Kilokalorien. Sie haben einen hohen Gehalt an Fruchtsäuren, Mineralstoffen und fünf bis sechs Erdbeeren reichen, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C zu decken.

Auf der Internetseite unter www.lksh.de findet sich ein Überblick über die Obstdirektvermarkter in Schleswig-Holstein. In allen Landesteilen lassen sich so Erdbeeren beziehen.

LN

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